Einfach mal nichts tun

23. November 2015 en Psychologie 2 Geteilt

Vor Kurzem sagte mir, und noch ein paar anderen Erwachsenen, ein sehr kleiner Mensch von gerade einmal 4 Jahren: „Lasst uns kurz ausruhen und es genießen, nichts zu tun.“  Wie wir alle wissen, kann ein 4-Jähriger mehr Macht als mehrere Erwachsene gemeinsam haben – Und so versammelten wir uns alle, um einfach mal nichts zu tun und um dieses Nichtstun zu genießen.

Ab und an brauchen wir jemanden, der uns daran erinnert, dass die Hektik unserer schnelllebigen Welt manchmal zu nichts führt, uns nicht glücklicher macht und genauso wenig dabei hilft, unsere Ziele schneller zu erreichen. Denn es kann doch kein Zufall sein, dass dir ein kleiner Junge sagt, dass er möchte, dass sich alle nur mal eine gewisse Zeit ausruhen und nichts tun sollen, oder?

Dieses Nichtstun, das mir dieser kleine Racker beigebracht hat, ist eine ausgezeichnete Therapiemethode, um den Stress zu kontrollieren, von dem wir alle umgeben sind und den wir unter Umständen nicht einmal bemerken. Dieser Alltagsstress beginnt ja schon, wenn wir von A nach B hetzen oder zum Bus rennen müssen, den wir um ein Haar verpassen; wenn wir wie von der Tarantel gestochen morgens aus dem Bett springen oder unser Essen in Windeseile in unseren Rachen schieben, weil wir wieder zurück an unseren Arbeitsplatz müssen.

Wir sollten uns also eine Weile zurücklegen und das Nichtstun genießen. Nimm dir jeden Tag eine kurze Auszeit von deinem stressigen Alltag, von deinen Sorgen, dem Hin- und Hergehetze, der allgemeinen Hektik … Das Einzige, was wir davon haben, ist ein schlecht gelaunter Gesichtsausdruck, ein rasendes Herz und die Tatsache, dass wir am Ende des Tages wie ein Schluck Wasser in der Kurve hängen.

Doch wenn wir uns ausruhen, dann aktivieren wir dadurch die rechte Hemisphäre unseres Gehirns, die für die Vorstellungskraft, Kreativität und den Genuss zuständig ist. Möchtest du das nicht auch ausnutzen? Wir finden ja, dass unsere rechte Gehirnhälfte wirklich sensationell ist!

Und was machen wir, wenn wir nichts tun?

Leg dich ins Bett und ruhe dich einfach aus!

– Geh in die freie Natur hinaus, leg dich ins Gras und genieße die Sonnenstrahlen, den Duft des feuchten Grases und das Gezwitscher der Vögel.

Setz dich auf einen Fels am Meer und fühle, wie die Wellen sanft deine Haut streicheln, wie der frische Wind und die Meeresbrise Geist und Seele, deine Gedanken, deine Gefühle befreien. Das wird dir helfen, den wahren Sinn des Lebens wiederzufinden.

Geh aufs Land hinaus und umarme eine kurze Zeit lang einen Baum – egal ob du das mit deinem Kind, deiner Mutter oder deinem besten Freund tust, ihr werdet kurz eins mit der Natur und erlebt eine einzigartige Erfahrung.

Lümmel dich aufs Sofa und mach einfach mal rein gar nichts, außer einem schönen und beruhigenden Lied zu lauschen.

Lerne, zu meditieren. Durch Meditation können wir unsere Gedanken ganz leicht befreien und während der Atemtechniken die Seele baumeln lassen. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass wir durch regelmäßiges Meditieren Denkmuster ändern können und stärker gegenüber Depressionen, Stress oder Angstzuständen werden.

Vergiss, was du noch alles machen musst. Das Einzige, was du jetzt gerade machen musst, ist nichts zu tun!

Genieße deinen Urlaub in vollen Zügen. Schalte dein Handy aus, koche weniger, diskutiere nicht über Dinge, die keine Lösung haben. Urlaub und warme Tage sind dafür da, um jeden Tag das schöne „Nichts tun“ auszukosten.

Schlafe mehr Stunden als sonst. Erlaube dir, am Wochenende mal richtig auszuschlafen, wenn dein Körper danach verlangt. Verabschiede dich von dem negativen Begriff „Faulenzen“, denn es ist die pure Erholung für Geist und Körper.

Denke daran, dass nur du allein auf dich aufpassen kannst. Liebe dich, verwöhne dich und lass nicht zu, dass dir jemand deine Gesundheit oder deine Auszeit raubt. Also, los geht’s, lass uns nichts tun!

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