Die Marie-Kondo-Methode für ein geordnetes Leben durch ein aufgeräumtes Zuhause

12. Februar 2018 en Psychologie 506 Geteilt
Marie-Kondo-Methode - Marie Kondo räumt auf

Die Marie-Kondo-Methode zeigt, dass unser Zuhause zu ordnen dabei hilft, unser Leben in Ordnung zu bringen. Unordnung ist ein Zeichen für ein gewisses Chaos in unserem Inneren. Gleichzeitig erzeugt das „Labyrinth“ in unserem Zuhause ein Gefühl innerer Verwirrung. Beide Aspekte stehen in direktem Zusammenhang miteinander.

Marie Kondo ist Japanerin und Autorin des Buches Magic Cleaning Sie ist zu einem richtigen Guru auf diesem Gebiet geworden. So kam es, dass sie sogar auf der Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gesetzt wurde, die im Jahr 2015 in der Zeitschrift Times erschien. Ihre Bücher und Videos finden weltweit Beachtung.

Wenn ein neues Jahr beginnt, begeben sich viele von uns auf die Suche nach der bestmöglichen Art und Weise, ihr Zuhause und ihr Leben zu ordnen. Aber auch außerhalb von Neujahrsvorsätzenn eignet sich die Marie-Kondo-Methode perfekt, um Ordnung zu schaffen. Sehen wir uns nun an, worin sie besteht.

„Die Freiheit ist nicht die Tochter der Ordnung, sondern ihre Mutter.“

Pierre Joseph Proudhon

Die Marie-Kondo-Methode und der Rebound-Effekt

Eines der wichtigsten Konzepte der Marie-Kondo-Methode ist der sogenannte Rebound-Effekt. Dieser tritt ein, wenn wir eine Stelle aufräumen und all jenes aussortieren, das wir nicht benutzen. Das ist eine gesunde Vorgehensweise, aber oft tun wir etwas ganz anderes.

Geordnete Schublade

Wir suchen irgendwo nach einer Ecke, in der wir alles Unnütze verstauen können. Aus diesem Grund sind unsere Kleiderschränke, Schubläden und alle anderen Staumöglichkeiten komplett vollgestopft mit Dingen. Viele entscheiden sich dann sogar dafür, dass es an der Zeit ist, neue Möbel zu kaufen, um dort alles Aussortierte zu verwahren. Am Ende ist es dann so, dass freie Stauräume dazu benutzt werden, um dort Sachen aufzubewahren, die keiner mehr braucht.

Wenn das geschieht, beginnt das Chaos von vorn. Da die Staumöglichkeiten voll bis oben hin sind, wird alles Neue an unterschiedlichen Orten aufgehoben. Nach der Marie-Kondo-Methode ist aufräumen deshalb nicht verwahren, sondern aussortieren.

Lernen, Unnützes wegzuwerfen

Die meisten von uns haben ein großes Problem damit, Dinge wegzuwerfen. Doch das Geheimnis der Ordnung ist es, genau dieses Problem zu überwinden. So besagt es die Marie-Kondo-Methode. Wir müssen dazu lernen, erbarmungslos auszusortieren. Dieses „Ausmisten“ beinhaltet natürlich auch, Sachen zu spenden.

Marie Kondo räumt auf

Laut der Meinung von Marie Kondo sollten wir ausschließlich das behalten, das uns glücklich macht. Jeder Gegenstand bekommt eine emotionale Bedeutung. Manche sind Herzensstücke. Andere hingegen sind uns nicht wichtig. Genau diese Gegenstände brauchen wir nicht länger in unserem Zuhause. Ihre einzige Wirkung besteht darin, uns Platz zu nehmen.

Wenn du lange darüber nachdenkst, ob du etwas wegwerfen sollst oder nicht, gibt es nur eine Antwort: Schmeiß es weg. Bezüglich Sachen, die uns glücklich machen, gibt es keine Zweifel. Wenn es Zweifel gibt, dann, weil uns dieser bestimmte Gegenstand nicht so viel bedeutet. Was hier mit einspielt ist diese neurotische Angewohnheit, sich nicht von Sachen trennen zu wollen.

Bevor du dich von einem Gegenstand trennst, ist es angebracht, dich für den Dienst zu bedanken, welchen er dir erwiesen hat. Wir sollten uns auch von ihm verabschieden. Das erscheint vielleicht übertrieben, doch Marie Kondo sagt, dass es ein gutes Gegenmittel gegen gewisse Schuldgefühle sei, die bei vielen aufkommen würden, wenn sie etwas wegwerfen.

Die Vorgehensweise nach der Marie-Kondo-Methode

Die Marie-Kondo-Methode besteht aus neun Schritten. Jeder einzelne dieser Schritte sollte zu Ende gebracht werden, bevor wir zum nächsten Schritt übergehen.

Marie Kondo und ihre Tausende von Anhängern versichern, dass die Methode funktioniere. Wir müssten nur etwas Willenskraft aufbringen, um sie in die Tat umzusetzen. Die Schritte, denen wir folgen sollen, sind:

  • Ausmisten. Alles wegwerfen, was uns nicht glücklich macht oder einen tieferen Sinn für uns hat.
  • Nur das aufbewahren, was uns Freude bringt.
  • Gegenstände und nicht den Ort aufräumen. Das bedeutet, dass wir uns zum Beispiel dazu entscheiden sollten, ALLE Kleidungsstücke und nicht das Zimmer aufzuräumen.
  • Wir sollten immer mit unserer Kleidung beginnen. Kleidung ist leichter wegzuwerfen, weil wir schnell wissen, ob wir sie noch einmal anziehen oder nicht.
  • Die restlichen Kleidungsstücke vertikal anordnen. Wir sollten aus unseren Kleidungsstücken kleine Rechtecke formen. Dann verwahren wir sie vertikal. Das Endergebnis ist so etwas wie eine Bibliothek aus Kleidungsstücken.
  • Nicht auf später verschieben. Am besten ist es, das Aufräumen jeder Gegenstandskategorie zu beginnen und auch zu beenden. Wir sollten nichts unbeendet lassen.
  • Wir sollten den Dingen, die wir behalten, einen Wert zuschreiben. Wenn sie keinen Sinn haben, sollten wir sie loswerden.
  • Wir sollten allein aufräumen. Wenn wir uns dafür Gesellschaft suchen, wird sie uns sicherlich davon überzeugen, etwas zu behalten, das wir wegwerfen sollten.
  • Wir dürfen uns keine neuen Möbel kaufen, um mehr Stauraum zu schaffen. Das sollten wir nur machen, wenn wir sie nicht für diesen Zweck brauchen. Ansonsten bieten die Möbel, die wir besitzen, genug Stauraum.

Wer die Marie-Kondo-Methode schon umgesetzt hat, weiß, dass sie eine große Hilfe ist. Besonders für Nostalgiker und zwanghafte (keine krankhaften) Sammler eignet sie sich hervorragend.

Wenn du darüber nachdenkst, jetzt im Frühjahr Ordnung zu schaffen, ist diese Methode auf jeden Fall zu empfehlen.

Marie Kondo

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