Die Macht des Selbstvertrauens: Auch wenn niemand an dich glaubt, solltest du immer an dich selbst glauben

· 4. Dezember 2018

Wenn niemand an dich glaubt, ist das der perfekte Zeitpunkt, um an dich selbst zu glauben und der Welt die Zähne zu zeigen. Wenn dir jemand sagt, dass du es nicht wert wärst, dass du den passenden Zeitpunkt verpasst hättest oder dass einer deiner Wünsche nicht für dich bestimmt sein könnte, solltest du nach oben blicken und lächeln. Denn nur du oder das Leben selbst können dir Grenzen setzen. Über dich selbst hinauszuwachsen ist deine ganz persönliche Angelegenheit und vermittelt Selbstvertrauen.

Manchmal müssen wir uns trauen und ins kalte Wasser springen. Nur so bekommen wir die Möglichkeit, uns unserer Angst zu stellen und ihren Einfluss zu begrenzen. Unsicherheit ist ein schlechter Weggefährte. Wer sich lieber in Sicherheit wiegt, wird nie in den Genuss dieser Aussichtspunkte kommen, von denen aus wir die Unendlichkeit an Möglichkeiten zu sehen bekommen, die direkt vor uns liegen.

„Traue dich, heute mutig zu sein, und vertraue darauf, dass du fliegen wirst, wenn du deine Flügel ausbreitest.“

Maria Demuth

Abraham Maslow sagte uns, dass der Mensch mit einem fast uneingeschränkten Potenzial, sich selbst zu verwirklichen, auf die Welt komme, um an die Spitze jener Bedürfnispyramide zu gelangen, an der sich die größten Ziele, Glück und Wohlbefinden, befinden würden. So interessant das auch erscheinen mag, gelingt es trotzdem leider nicht jedem, diesen Gipfel zu erreichen, trotz der Tatsache, dass die Fähigkeiten eines jeden Menschen dies erlauben würden.

Was ist der Grund dafür? Jeder von uns hat irgendwann einmal mit einem Menschen zu kämpfen, der sein persönliches Wachstum einzuschränken vermag. Das kann unter ganz verschiedenen Umständen passieren und dieser Mensch tritt oft ohne Vorwarnung in unser Leben. Es kann sich dabei um ein Familienmitglied, Freunde, Lehrer, Arbeitskollegen oder Vorgesetzte handeln. Die Rede ist von Menschen, die uns unsere Flügel stutzen und uns davon überzeugen, dass wir einer Sache nicht wert wären.

Mann erklimmt einen Berg

Die Macht des Selbstvertrauens

Der Jonas-Komplex: Wenn wir nicht mehr an uns selbst glauben

Als Kind hattest du Asthma, und von klein auf hat man dir immer wieder gesagt, dass Sport nicht gut für dich sei: Fußball, Karate oder Tennis? Besser wäre eine ruhigere Aktivität, wie Schach oder Zeichnen, damit du dich nicht in Gefahr bringst. Später hast du deinem Lehrer gesagt, dass du Astronaut werden wolltest, und er sah dich mit einer Mischung aus Spott und Ironie in seinem Blick an: Aber du bist nicht gut in wissenschaftlichen Fächern! Er sagte lächelnd zu dir: „Du solltest dich besser für eine Karriere im schriftlichen Bereich entscheiden.“

Nach deinem Geographie- und Geschichtsstudium an der Universität beschließt du, Schriftsteller zu werden. Es dauert ein Jahr, bis du einen originellen Science-Fiction-Roman mit dystopischen Nuancen und viel Humor fertiggestellt hast. Wenn du ihn nun aber an einen Verlag sendest, antwortet er dir nicht einmal, oder wenn, dann nur mit einer Standardnachricht.

Dein Manuskript ist eines unter tausenden. Deine Familie und Freunde raten dir zudem dazu, dass du deinen Beruf lieber an den Nagel hängen und dich besser um eine Anstellung als Lehrer an einer Sekundarschule bewerben solltest. Ein Lehrer, der eines Tages davon träumte, ein Spitzensportler, später ein Astronaut und danach ein Schriftsteller zu werden.

Was sollten wir also tun, wenn niemand an uns glaubt? Maslow selbst hat ein sehr interessantes Buch mit dem Titel The Farther Reaches of Human Nature  (zu Deutsch: Die große Reichweite der menschlichen Natur,  nicht auf Deutsch verfügbar) zu zu diesem Thema geschrieben. Darin erklärte er, dass, obwohl die meisten von uns ein bemerkenswertes Potenzial zur Selbstverwirklichung hätten, wir es nur selten voll ausschöpfen würden. Wir würden uns darauf beschränken, darüber zu fantasieren, was wir tun und was wir erreichen könnten.

Wir würden uns selbst jedoch weder die Mittel zur Verfügung stellen noch die psychologischen Bedingungen schaffen, die einen Erfolg begünstigen würden. Wir würden uns von den Meinungen anderer beeinflussen lassen und uns dazu entschieden, in unserer Komfortzone zu bleiben. Maslow nannte diese Realität den Jonas-Komplex. Dieser Komplex beschreibt einen Menschen, der sich seiner Kompetenzen bewusst ist, es aus Angst und Unsicherheit aber nicht wagt, diese weiterzuentwickeln.

Was können wir tun, wenn niemand an uns glaubt?

Wir müssen uns eines eingestehen: Es wird immer einen oder mehrere Menschen geben, die in unser Leben treten, um uns mitzuteilen, dass wir einer Sache nicht wert wären, dass wir etwas nicht könnten, und noch schlimmer, dass wir diesen Traum, diesen Wunsch, dieses Projekt nicht verwirklichen würden. Wenn niemand an uns glaubt, bleibt uns nur eine Option, die logischste und plausibelste Option: Wir müssen an uns selbst glauben und diesen Menschen zeigen, dass sie vielleicht falsch liegen.

Dieses Umdenken fällt nicht leicht und passiert auch nicht von heute auf morgen. Dafür müssen wir in unserem Inneren an uns arbeiten. Diese Arbeit sollte auf drei Grundlagen beruhen. 

Mann verliert Blätter beim Fahrradfahren

1. Sei nicht du selbst, sondern der, der du sein willst

Wir haben es schon unzählige Male gehört: „Lerne, du selbst zu sein“. Es ist an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen und dieses Vorhaben noch ein wenig zu konkretisieren. Wenn wir uns darauf beschränken, „wir selbst zu sein“, ist es gut möglich, dass wir an etwas festhalten, das uns überhaupt nichts nützt. Wenn unser jetziges Ich ängstlich und unsicher ist und viel Bestätigung braucht, werden wir unsere Ziele kaum erreichen.

Wir müssen herausfinden, was wir wollen und wer wir sein wollen. Wir müssen eine innere Verwandlung begünstigen, mit der wir neuen Mut bekommen und erneut Kraft schöpfen, um voll und ganz an uns selbst zu glauben.

2. Ein Vertrauensvorschuss in Bezug auf das Leben, das du hast, und dem Leben, das du haben möchtest

Jeder Sprung ins kalte Wassert erfordert einen Impuls, und jeder Impuls erfordert Kraft, Willen, Motivation und Optimismus. Wenn also niemand an dich und deine Möglichkeiten glaubt, solltest du auf gar keinen Fall zulassen, dass du mit dieser selbstzerstörerischen Denkweise und derselben Negativität infiziert wirst. Stelle dir deinen Weg vor, mache in deinem Kopf einen Plan und gehe diesen positiv und entschlossen an. Das ist der einzige Weg, um große Sprünge zu machen.

„Wenn niemand an dich glaubt, gibt es nur einen Weg: Du musst stärker und optimistischer denn je sein.“

3. Wenn bestimmte Menschen nicht an dich glauben, wird es jemand anders tun

Um ein Ziel zu erreichen, müssen wir uns zweifellos selbst vertrauen können. Wir leben in sozialen Umfeldern und deshalb ist es nicht immer möglich, ein Ziel zu erreichen und Erfolg zu haben. Ein Triumph verlangt nach Anerkennung; eine Beförderung oder eine Auszeichnung bedeutet, dass Dritte unsere Bemühungen anerkennen.

Deshalb sollten wir uns nicht von diesen ersten negativen Kommentaren überwältigen lassen. Wir sollten deswegen nicht unser Haupt vor jemandem senken, der zu irgendeinem Zeitpunkt an uns zweifelt und unsere Ideen sogar ironisch verspottet. Denn große Erfolge beginnen nie einfach. Irgendwann werden die richtigen Menschen kommen, die den Mut, den wir in uns tragen, sehen, schätzen und wahrnehmen.

Zum Schluss möchten wir noch einmal an die zutreffende Aussage erinnern, die uns sagt, dass das Gegenteil von Mut nicht Angst oder Feigheit ist, sondern Gleichgültigkeit.Genau das ist unser eigentliches Problem: Uns mit dem zufrieden zu geben, was wir bereits haben, und dabei die Kommentare, die andere uns gegenüber abgeben, als wahr zu betrachten.

Demnach sollten wir langsam damit beginnen, an denjenigen zu zweifeln, die unsere Träume auslöschen wollen, die uns vorschlagen, dass wir von unserem hohen Ross herunterkommen oder dass wir aufhören sollten, auf diese lächerlichen Wünsche zu bestehen. Kein Ziel ist lächerlich, wenn wir es schon seit einiger Zeit in unseren Geist und Herzen mit uns herumtragen. Wir sollten unserer Angst die Stirn bieten und den Konformismus überwinden, um unsere ganz eigenen Gipfel zu erreichen.

Mann mit Schubkarre fährt ein Stück Mond umher