Die Bedeutung von gutem Schlaf

· 7. April 2019

Die Bedeutung von gutem Schlaf hängt direkt mit den Vorteilen zusammen, die aus einer erholsamen Nachtruhe resultieren. Dies gilt sowohl auf physiologischer als auch auf psychologischer Ebene. Denn schlechter Schlaf kann deinen Körper und dein Gehirn in ihren Funktionen stark beeinträchtigen.

Guter Schlaf ist ebenso notwendig wie eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Es handelt sich um eine der Säulen, auf der dein Organismus ruht. Denke nur mal daran, dass du ein Drittel deines Lebens im Schlaf verbringst!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, jede Nacht etwa 8 Stunden zu schlafen. Dieser Bedarf ist jedoch nur statistischer Durchschnitt. Manche Menschen brauchen mehr Zeit, um sich ausgeruht zu fühlen. Andere können schon nach weniger Stunden Schlaf völlig entspannt aufwachen.

Die Vorteile von gutem Schlaf

„Wir sind solche aus demselben Material wie Träume gemacht  und unser kleines Leben endet im Schlaf.“

William Shakespeare

Dein Schlaf, genau wie Nahrungsaufnahme und Sexualverhalten, wird durch deine biologische Uhr reguliert, die im Hypothalamus zu finden ist. Wenn diese Uhr anzeigt, dass es an der Zeit ist, zu schlafen, wird Melatonin freigesetzt. Dies ist das Hormon, das deinen Körper auf den Schlaf vorbereitet.

Wenn du ausreichend Stunden schläfst und dieser Schlaf auch erholsam ist, wirkt sich dies in vielerlei Hinsicht förderlich auf deine Gesundheit aus. Wenn du jedoch deine Routine drastisch änderst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du Müdigkeit, Stress und schlechte Laune verspürst.

Ein Mädchen, das gut schläft

Guter Schlaf hebt deine Stimmung

Schlafmangel kann sich negativ auf deine Stimmung auswirken. Wenn du dich nicht ausreichend erholst, fühlst du dich geistig ausgelaugt und schnell überfordert. Darüber hinaus kannst du dich unmotiviert oder unfähig fühlen, die von dir zu erledigenden Aufgaben zu erfüllen.

Sobald deine Schlafroutine neu eingestellt ist, werden auch deine Energiespeicher wieder gefüllt. Das hebt deine Stimmung; du bist besser drauf und fühlst dich motiviert, deinen Tag zu beginnen.

Er hilft dir, Informationen besser zu bearbeiten

Guter Schlaf hilft dabei, Informationen im Gedächtnis zu behalten und wirkt sich damit positiv auf dein Erinnerungsvermögen aus. Eine in der Fachzeitschrift Psychological Science  veröffentlichte Studie wies darauf hin, dass guter Schlaf dabei helfe, erworbenes Wissen langfristig zu behalten.

Auf der anderen Seite gilt abe auch, dass sich sich deine geistige Speicherkapazität verringert, wenn der Schlaf während der Nacht unterbrochen wird. Dies liegt daran, dass dein Gehirn während der Nachtruhe arbeitet und organisiert, was während des Tages verarbeitet wurde.

Erholsamer Schlaf beugt Krankheiten vor

Dein Immunsystem nutzt die nächtliche Ruhe, um sich selbst zu reparieren. So können Toxine eliminiert und Keime bekämpft werden, die deine Gesundheit sonst gefährden würden.

Wenn du ein schwaches Immunsystem hast, weil du ihm nachts nicht die Chance gibst, zu regenerieren, werden Infektionen wahrscheinlicher.

Er hilft, Depressionen vorzubeugen und zu bekämpfen

Melanin und Serotonin werden im Schlaf produziert. Diese Hormone neutralisieren die Effekte von Stresshormonen wie Adrenalin und Kortisol und helfen dir, dich glücklicher und emotional stärker zu fühlen.

Er verbessert dein Aussehen

Schlaf repariert deine Haut. Wenn du dich für eine angemessene Zeit ausruhst, verringerst du außerdem die Wahrscheinlichkeit, Ringe unter den Augen zu bekommen, und dein gesamtes Erscheinungsbild wird sich verbessern.

Veränderungen für einen besseren Schlaf

Es gibt Faktoren, die den Schlaf beeinflussen, die du kontrollieren kannst. Dazu zählen beispielsweise deine Ernährungsgewohnheiten. Es gibt jedoch auch andere Einflüsse, auf die du weniger einwirken kannst. Einige davon, wie die Genetik oder das Alter, beeinflussen deine Schlafqualität, ohne dass du viel dagegen tun könntest. Werfen wir einen Blick auf beide Gruppen von Faktoren.

Alter

Dein Schlafmuster verändert sich mit dem Alter. Wenn du älter wirst, wird es wahrscheinlicher, dass du Schwierigkeiten hast, einzuschlafen. Du wachst vielleicht auch häufiger in der Nacht auf. Der Übergang zwischen dem Schlafen und dem Aufwachen wird mit den Jahren abrupter. Weiterhin ist es so, dass deine tiefen Schlafphasen seichter werden.

Ein Mann, der aufwacht und sich strakelt

Genetik

Studien zur Erblichkeit bestimmter schlafbezogener Muster belegen eine genetische Komponente. Die Schlaflatenz oder die Zeit, die zwischen dem Zeitpunkt des Zubettgehens und dem Einschlafen verstreicht, ist zumindest teilweise erblich bedingt. Dies gilt auch für eventuell vorhandene Schlafstörungen.

Unsere innere Uhr durchläuft zirkadiane 24-Stunden-Rhythmen. Unsere Konzentrations-, Erholungs- und Ruhephasen sind über diesen zeitlichen Rahmen recht konstant verteilt. Wenn du diese Rhythmen respektierst, verbessert sich deine Lebensqualität, weil du bestimmten Aktivitäten dann nachgehst, wenn dein Körper darauf eingestellt ist.

Die zirkadianen Rhythmen werden unter anderem über die an Schlafprozessen beteiligten Hormone vermittelt, und über das Protein CLOCK (Circadian Locomotor Output Cycles Kaput). Anomalien dieses Proteins wirken sich unmittelbar negativ auf dein Wohlbefinden aus, bewirken Schlaflosigkeit, Müdigkeit und den berüchtigten Jetlag.

Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung verbessert ebenfalls deine Schlafqualität. Die Verdauung ist im Schlaf viel langsamer. Aus diesem Grund erholst du dich nicht gut, wenn du gleich nach dem Essen schlafen gehst. Spätes Essen kann auch zu Bauchschmerzen oder Schlaflosigkeit führen.

Umgebungslärm

Lärm wirkt sich ebenso negativ auf deine Schlafqualität aus. Auch wenn du schläfst, bleibt dein Körper auf das aufmerksam, was um dich herum geschieht. Wenn du das Hintergrundrauschen in deiner Umgebung nicht kontrollieren kannst, kannst du immerhin Ohrstöpsel verwenden, um dir erholsame Ruhe zu gönnen.

Eine Frau, die Ohrstöpsel zum Schlafen benutzt

Weitere Tipps für einen besseren Schlaf

Nun, da wir die Bedeutung von gutem Schlaf kennen, hier ein paar Tipps, welche dir helfen können, diesen auch zu bekommen:

  • Versuche, eine Schlafroutine einzuhalten. Stehe jeden Tag zur gleichen Zeit auf und gehe um die gleiche Zeit zu Bett.
  • Lies vor dem Schlafengehen in einem Buch.
  • Begrenze deine Nickerchenzeit.
  • Entferne alle elektronischen Geräte aus deinem Schlafzimmer.
  • Dein Zimmer sollte während der Nacht dunkel bleiben.
  • Die ideale Temperatur liegt zwischen 18 und 20 °C.
  • Vermeide Alkohol- und Tabakkonsum.
  • Reduziere deinen Konsum koffeinhaltiger Getränke.
  • Treibe regelmäßig Sport.

„Wenn wir wach sind, haben wir eine gemeinsame Welt, aber während wir schlafen, haben wir alle unsere eigene Welt.“

Heraklit