Die Angst vor dem Glücklichsein

· 26. Dezember 2018

Bestimmte Phobien, wie z. B. jene vor Spinnen oder Höhen, sind weitverbreitet. Was nicht so häufig vorkommt und weniger logisch erscheint, ist, jemanden zu finden, der Angst vor dem Glücklichsein hat. Diese „Abneigung“ gegen das Glück, verstanden als Freude und Genuss, kann ein Hindernis für das Wohlbefinden und damit für die Gesundheit sein.

Diese Glücksphobie kann sehr unterschiedliche Ursachen haben, die von einer zu strengen Erziehung über die Ansammlung vieler Verantwortlichkeiten bis hin zur unerwünschten Einsamkeit reichen, die uns erstickt. Hier sind einige Strategien, um diese Situation umzukehren.

Wie können wir mit der Selbstsabotage aufhören?

1. Selbstzerstörerische Gewohnheiten identifizieren

Zunächst einmal ist es sinnvoll, all jene Gewohnheiten zu identifizieren, die einen selbstzerstörerischen Charakter haben und die wir dennoch fortführen, entweder weil sie Teil unserer Routine sind oder weil wir in Ausnahmefällen daran teilgenommen haben und sie einen tiefen Eindruck auf uns hinterlassen haben.

Eine gute Idee, wenn wir Schuldgefühle oder andere überwältigende Gefühle haben, ist es, die Situation zu betrachten, die sie stimuliert hat. Auf diese Weise können wir zu diesem Moment zurückkehren, wenn der Nebel verschwunden ist, und ihn neu bewerten. Wenn wir dies tun, ist es weniger wahrscheinlich, dass wir einen angenehmen Moment erneut verderben.

Trauriger Mann mit Hand vor Gesicht

2. Der Kampf gegen sich selbst nährt die Angst

Einige Menschen entkommen der Ruhe, als ob sie eine Qual wäre. Sie denken nicht an ein Leben ohne Sorgen, und wenn sie keine haben, kaufen sie ein Fernglas, um sie auch in der Ferne noch erkennen zu können. Sie kennen keinen Frieden, keine Gelassenheit, keine Ruhe über die Stunden des Schlafes hinaus. Es ist, als würden sie stets eine Hochzeit vorbereiten.

Im Allgemeinen sprechen wir von Menschen, die das Motto „Vorbeugen ist besser als Heilen“ auf die Spitze treiben. So konkurrieren sie ständig mit dem Leben, um jede Gefahr zu erkennen und andere zu erzeugen, da ihre Vorgehensweise im Grunde genommen ein unerbittlicher Angriff auf ihre Gesundheit ist.

3. Vermeidung und Ablehnung von Grenzen

Manchmal setzen wir uns selbst Grenzen, die nur ein Kunstgriff sind. Eine davon wäre, nicht auszudrücken, was wir fühlen oder denken. Wenn wir also diesem selbst auferlegten Gesetz folgen, machen wir es anderen schwer, uns kennenzulernen oder uns zu helfen.

Darüber hinaus bezieht sich dieser Mangel an emotionalem Ausdruck nicht nur auf Emotionen negativer Valenz wie Traurigkeit oder Wut. Bei vielen Gelegenheiten und für viele Menschen müssen auch die Emotionen der positiven Valenz in einer Zwangsjacke atmen. Sie denken, dass es kaum weniger als eine Sünde sei, ihrer Freude freien Lauf zu lassen … bei der Menge an Sorgen, die sie plagen. Genau das ist die Leitidee des bekanntesten Werkes von Umberto Eco, Der Name der Rose.

4. Auf das eigene Glück vertrauen

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den man beachten sollte, ist, dass Glück nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat. Es wird Situationen geben, für die wir keine Verdienste gesammelt haben und die uns dennoch bevorzugen werden, im Gegensatz zu anderen, die uns den Rücken kehren werden, obwohl wir hart an ihnen gearbeitet haben. Das Wichtigste in diesem Sinne ist, das zu genießen, was wir bekommen.

Glückliche Frau auf einer Wiese setzt ein Zeichen gegen die Angst vor dem Glücklichsein

Wie lässt sich die Angst vor dem Glücklichsein überwinden?

Sobald wir erkannt haben, dass die Angst vor dem Glücklichsein kein echtes Problem ist und dass wir es lösen können, versuchen wir, den Ursprung der Situation und die Elemente zu finden, die unseren emotionalen Zustand nähren. Sie sollen unser Ziel sein.

1. Die Therapie ist eine große Hilfe bei der Bewältigung der Angst

Wenn wir das Gefühl haben, das Problem sei ein Loch, aus dem wir nicht herauskommen könnten, oder wir uns immer schlechter fühlen, wenn wir einen Moment des Glücks erleben, können wir uns an einen professionellen Therapeuten wenden, der uns helfen kann, die Ursache des Problems und seine möglichen Lösungen objektiver zu analysieren. Schäme wir uns nicht dafür, diese Richtung einzuschlagen! Denken wir nach: Es ist uns doch auch nicht peinlich, wenn wir zum Arzt gehen?

Wenn die Angst vor dem Glücklichsein in den meisten Bereichen des Lebens der Person vorhanden ist oder mit viel Leid und Qualen erlebt wird, ist es ratsam, zu einem Fachmann zu gehen.

2. Sich auf die Menschen verlassen, die wir lieben

Familie und Freunde werden immer eine gute Unterstützung bei der Lösung von Problemen sein, ebenso wie beim Dampfablassen, dabei, die Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Auf die aufrichtige Unterstützung der Menschen zählen zu können, die uns schätzen, ist tatsächlich ein Teil der Lösung. Daher kann es sehr hilfreich sein, unsere Gefühle mit Freunden oder der Familie zu teilen.

Darüber hinaus wird die Unterstützung und das Verständnis anderer verhindern, dass uns ein unerwünschtes Gefühl der Einsamkeit und damit jene Angst vor Glück überschwemmt. Schließlich wird diese Unterstützung eher zu einer positiven Rückkopplung führen. Wenn wir um Hilfe bitten, ist es wahrscheinlich, dass auch andere darum bitten werden, was zu Vereinbarungen führt, die für alle von Vorteil sein können.

Schopenhauer, Arthur (2018). El arte de ser feliz. Disponible en: https://books.google.es/books?hl=es&lr=&id=7H1JDwAAQBAJ&oi=fnd&pg=PT3&dq=miedo+a+ser+feliz&ots=wAUXF6GqKh&sig=gbENCQlJZP7yagkR26RPwR4Nbc8&redir_esc=y#v=onepage&q=miedo%20a%20ser%20feliz&f=false