Die 7 schönsten Zitate von Tolstoi

17. Dezember 2018

Es ist immer eine gute Idee, die schönsten Zitate von Tolstoi zu lesen. Das bringt uns nicht nur einer Lebensweise näher, sondern wir lernen auch von einem der bedeutendsten Romanautoren Russlands und der Welt.

Lew Tolstois Person ist zu einem Mythos geworden. Die Rede ist von einem überzeugten Anarchisten, der oftmals von seinen eigenen Vorstellungen und dem von ihm heiß und innig geliebten Realismus geplagt war. Er wurde überall auf der Welt verehrt. Tolstoi war dazu in der Lage, in seine Romane eine starke moralische und sittenreiche Komponente einfließen zu lassen.

Zitate von Tolstoi

Wir möchten uns zusammen mit dir ein paar der schönsten und gleichzeitig inspirierendsten Zitate von Tolstoi ansehen. Dieser im 19. Jahrhundert geborene russische Schriftsteller verfasste großartige Werke, wie Ana Karenina  oder Krieg und Frieden,  die in die Geschichte eingingen. Er war überzeugter Vegetarier und ein großer Verteidiger alternativer Methoden, die er der Gewalt bevorzugte, um Kriege zu gewinnen, wenn man diese denn überhaupt führen musste.

Zweifellos lohnt es sich, eine Reise durch das erstaunliche Vermächtnis von Lew Tolstoi zu machen. Als kleiner Einstieg oder als kurze, aber umfassende Zusammenfassung können wir auf die schönsten Zitate von Tolstoi zurückgreifen. Geprägt von seinem russischen Realismus im Dienste der Menschheit von gestern, heute und für die Ewigkeit.

Schwarz-Weiß-Aufnahme von Tolstoi

Lerne, glücklich zu sein

„Das Geheimnis des Glücks ist, nicht immer das zu tun, was man liebt, sondern das zu lieben, was man tut.“

Vielleicht spricht Tolstoi mit diesem Satz nichts Neues aus: Wir haben einen gewissen Einfluss auf das, was um uns herum geschieht. Noch dazu wird dieser Einfluss durch unsere Denkweise und indirekt über unsere Emotionen verstärkt.

Wenn wir also eine bestimmte Situation nicht verändern können, können wir zumindest unsere Sichtweise ändern. Wir können nach anderen Wegen suchen, die versteckte Möglichkeiten aufdecken, von denen wir nicht dachten, dass es sie überhaupt gäbe.

Wie wichtig Glaube ist

„Wo kein Glaube, da kein Leben. Der Glaube ist das Wissen um den Sinn des menschlichen Lebens. Der Glaube ist die Kraft des Lebens. Der Mensch lebt, weil er an etwas glaubt.“

Ganz ohne Zweifel hatte der Glaube für einen Mann mit starken Überzeugungen, wie Tolstoi es war, eine besondere Bedeutung für das Leben. Seine Überzeugungen beschränkten sich jedoch nicht auf den Glauben in einem religiösen Umfeld, sondern erstreckten sich auf viele andere Bereiche, in denen die eigene Weltanschauung eine wichtige Rolle spielt, sei es in Form von Ballast oder als Motivation.

Tolstoi glaubte mit großer Überzeugung an den Anarchismus, Vegetarismus und an Gewaltfreiheit. Er besaß starke Glaubenssätze und in genau diesen Glaubenssätzen fand er die Kraft, 82 Jahre lang zu leben, bis er 1910 starb.

Das Unverständnis

„Ich muss mich daran gewöhnen, dass mich niemand jemals verstehen wird. Das muss das gemeinsame Schicksal schwieriger Menschen sein.“

Es ist nicht einfach, eigene Vorstellungen zu haben und diese standhaft zu vertreten. Viele Menschen, die sich unverstanden fühlen, ziehen es vor, ihre Ideale beiseitezulegen und lieber Teil der sie umgebenden Gesellschaft zu sein. Ist das eine gute Idee oder sollte man sich besser treu bleiben und dafür in einer gewissen Einsamkeit zu leben?

Mann steckt einen Schlüssel in eine Tür, die vom Dunkeln ins Helle führt

Die Reihenfolge der Dinge

„Bevor wir dem Volk Priester, Soldaten und Lehrer stellen, wäre es angebracht, zu wissen, ob es am Verhungern ist.“

Was nützen Ideologie, Glaube, Religion oder Heimatverbundenheit, wenn man nichts zu essen hat? Bevor wir über Philosophie, Literatur und dergleichen sprechen, wäre es nicht besser, alle Menschen gut zu ernähren? Zumindest hat Tolstoi das so gesehen.

Eine Frage der Priorität

„Es werden niemals die Schulen sein, die unser Volk zivilisieren. Was die Menschen brauchen, ist ein Wirtschaftssystem, in dem sie ihren Wohlstand steigern, ihre Freizeit genießen können, und erst dann kommen die Schulen.“

Hierbei handelt es sich um ein Zitat von Tolstoi, das mit dem vorherigen in direktem Zusammenhang steht. Für Tolstoi waren Gleichheit und eine gerechte Verteilung des Vermögens sehr wichtig. Wenn wir demnach gebildete und auf das Leben vorbereitete Menschen wollen, müssen wir zunächst sicherstellen, dass ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind, damit ihr Interesse an anderen Zielen über die Befriedigung ihrer Bedürfnisse hinausgeht.

Die Ehe

„Eine Ehe ist ein Boot, das zwei Menschen über ein stürmisches Meer trägt. Wenn einer der beiden eine hektische Bewegung macht, sinkt das Boot.“

Für Tolstoi ist die perfekte und ideale Ehe eine Ehe, in der beide Partner in die gleiche Richtung rudern. Sobald jemand einen unerwarteten Schritt oder einen Fehler macht, kann er zerstören, was lange und liebevoll aufgebaut wurde.

Wahre Größe

„Wahre Größe liegt immer in Einfachheit, Güte und Wahrheit.“

Wir beenden unseren Artikel mit einem der schönsten Sätze von Tolstoi. Vielleicht kommen uns manche Zitate abgedroschen vor, doch dieser großartige Schriftsteller behält Recht, mit dem was er einst sagte: Größe wird nicht durch Macht und Geld erreicht, sondern durch Demut, Großzügigkeit und Aufrichtigkeit.