Die 5 besten Zitate von Fjodor Dostojewski

1. September 2018 en Bücher 0 Geteilt
Zitate von Fjodor Dostojewski

Die Zitate von Fjodor Dostojewski sind das wahre Spiegelbild eines Schriftstellers, der ein reges Leben führte, Sensibilität und außerordentliches Talent hatte. Sein Werk offenbart die menschliche Natur, die alle Umstände überdauert – aber nicht immer makellos ist.

Sein autoritärer Vater wurde gefoltert und dann ermordet, und seine Mutter verstarb an Tuberkulose, als er noch ein Teenager war. All das ließ Dostojewski fast den Verstand verlieren. Aber er hat es geschafft, sich zu erholen, und vielleicht hat seine Literatur deshalb diese Tiefe und Schönheit, die ihr nur jemand geben kann, der so intensiv gelebt hat.

„Aber Männer lieben abstrakte Argumentation und saubere Systematisierung so sehr, dass sie nichts davon halten, die Wahrheit zu verzerren, ihre Augen und Ohren zu verschließen, um ihre logischen Konstruktionen zu bewahren.“

Fjodor Dostojewskij

Es wäre unmöglich, sämtliche bedeutende Phrasen von Fjodor Dostojewski zusammenzustellen. Es stehen so viele Schriften zur Auswahl, die enorme Weisheit enthalten. Wir haben daher nur einige jener Zitate ausgewählt, die seine Einstellung zur Welt und zum Leben unserer Meinung nach am besten repräsentieren.

Die Wahrheit sagen, ein Thema in Zitaten von Fjodor Dostojewski

Ein Zitat von Fjodor Dostojewski lautet: „Nichts auf dieser Welt ist schwerer, als die Wahrheit zu sagen, nichts leichter als Schmeichelei.“  Heutzutage ist dies eine recht offensichtliche Aussage. In seiner Zeit war es jedoch eine revolutionäre Behauptung.

Dostojewski lebte im Russland der Vergangenheit, an einem Ort, an dem Klassizismus, Autoritarismus und Repression herrschten. Wo diese Aspekte dominieren, wird das Sprechen der Wahrheit zum Verbrechen und heuchlerische Schmeichelei zur Regel.

Frau umarmt Kind, aus dessen Kleid Vögel fliegen

Die zwei Hälften des Lebens

Die Zitate von Fjodor Dostojewski kennzeichnen einen Mann, der leidenschaftlich über das Leben nachdachte. Das Ironische daran ist, dass er immer vom Tod umgeben war. Er hatte mit dem Tod seiner Eltern, seiner Frau, seiner Tochter und seines Bruders zu kämpfen. Tatsächlich erhielt er selbst die Todesstrafe, aber sie wurde später aufgehoben.

Eines seiner Zitate über das Leben lautet: „Die zweite Hälfte des Lebens eines Mannes besteht nur aus den Gewohnheiten, die er sich in der ersten Hälfte angeeignet hat.“  Wie er sagte, erschaffen sich die Menschen so, wie sie für den Rest ihrer Existenz leben werden.

Relativität in der Ethik

Ethik ist ein weiteres, wiederkehrendes Thema in den Zitaten von Fjodor Dostojewski. Dieser hier zum Beispiel lautet: „Ich unterwerfe mich der Ethik, aber ich kann nicht verstehen, warum es glorreicher ist, eine belagerte Stadt zu bombardieren, als jemanden mit einer Axt zu töten.“

Verwirrter Mann

Es ist eine sehr interessante und tiefe Reflexion. Wenn jemand einen Mann tötet, nennt man ihn „Mörder“. Aber wenn jemand tausende andere Menschen tötet, nennt man ihn „Held“. Wie ist diese Ethik gestaltet, dass sie ein individuelles Übel ablehnt, aber einem kollektiven Schaden applaudiert? Wie kommt es, dass es Umstände gibt, unter denen Mörder zu Vorbildern werden?

Echo des Scheiterns

Fjodor Dostojewskis Leben forderte ihn immer wieder heraus. Zwei der schwersten Momente seines Lebens waren der Tod seiner neugeborenen Tochter und der Tod seiner zweiten Frau. Er verlor seinen Weg und entwickelte eine starke Spielsucht. Gleichzeitig dienten ihm diese Erfahrungen als wertvolles Material für seine Arbeit.

Sein Leiden und dessen Folgen spiegeln sich in einem anderen seiner interessantesten Zitate wider: „Nach einer Niederlage erscheinen auch die besten Pläne absurd.“  Diese Phrase spiegelt deutlich den emotionalen Zustand wider, der nach dem Scheitern herrscht. Sie zeigt auch, wie sich die Wahrnehmung in Abhängigkeit von den Umständen verändert und etwas alle Bedeutung nehmen kann.

Schmerz erzieht auch

Wenn Fjodor Dostojewski etwas kannte, war es Schmerz. Trotzdem hat er ihn nicht abgelehnt. Vielmehr hat er über ihn in einem eher pädagogischen Stil nachgedacht. Er wies darauf hin: „Der wahre Schmerz, jener, der uns bis in die Tiefe unseres Seins leiden lässt, macht aus dem nicht reflektierenden Mann zuweilen einen ernsten und bedachten Menschen.“

Mann mit Schloss im Herz

Auf die eine oder andere Weise hat er gezeigt, dass der Schmerz uns empfindlicher macht. Er vertieft auch unsere Gedanken. Der Schriftsteller sang kein Loblied auf das Leiden, sondern nahm eine Analyse desselben vor.

Fjodor Dostojewski zu lesen ist eine wahre Freude. Seine Arbeit bleibt voll und ganz gültig, da es ihm nicht darum ging, eine Zeit oder bestimmte Umstände darzustellen, sondern die menschliche Natur zu hinterfragen. Sein Werk ist auch das Zeugnis eines Mannes, der es verstand, Widrigkeiten zu überwinden und in Kunst zu verwandeln.

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