Der Mythos von Romulus und Remus, den Gründern des Reiches

Der Mythos von Romulus und Remus beschreibt die Gründung Roms und des Römischen Reiches. Er erzählt von den Nachkommen der Götter und Könige, die ein unglückliches Schicksal ereilt, aber am Ende das große Römische Reich schaffen.
Der Mythos von Romulus und Remus, den Gründern des Reiches
Michael Schaller

Geprüft und freigegeben von Psychologe Michael Schaller.

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 06. August 2022

Der Mythos von Romulus und Remus erzählt die Geschichte der Entstehung und Gründung des Römischen Reiches, die laut Historikern 753 v. Chr. stattfand. Diese Erzählung ist zwar nur eine Legende, wurde jedoch in den Annalen der damaligen Zeit festgehalten. Sie ist allerdings verwirrend und widersprüchlich.

Es gibt große Historiker, die sich auf den Mythos von Romulus und Remus bezogen haben. Dazu gehören unter anderem Plutarch, Dionysios, Titus Livius und Lucius Annaeus. Die Experten sind sich jedoch auch heute nicht einig, ob es eine wahre Grundlage für diese Legende gibt oder nicht.

Anzumerken ist außerdem, dass der Mythos von Romulus und Remus offensichtlich römisch ist, aber es gibt auch eine griechische Version, die besagt, dass Rom von den Griechen gegründet worden sein soll. Letztere Version ist jedoch voller Ungereimtheiten und hat nicht einmal als Legende überlebt.

“Rom ist wie ein Buch voller Fabeln, auf jeder Seite findest du ein Wunderkind.”

Hans Christian Andersen

Der Mythos von Romulus und Remus, den Gründern des Reiches Rom

Der Ursprung des Mythos von Romulus und Remus

Der Mythos von Romulus und Remus besagt, dass alles mit Aeneas begann, dem Helden des Trojanischen Krieges, der nach 10 Jahren Konflikt aus dem Trojanischen Krieg floh. Auf seiner Flucht verlor er seine Frau Krëusa, konnte aber seinen Vater und seinen Sohn Ascanius retten. Dieser gründete eine Stadt namens Alba Longa und war deren erster König.

Vier Jahrhunderte später regierte einer seiner Nachfahren: Numitor. Er wurde von seinem Bruder verraten, der ihn entthronte und alle seine Söhne tötete. Nur die Tochter Rhea Silvia überlebte. Der Mörder fürchtete, dass sie einen Sohn zeugen könnte, um sich zu rächen, und weihte sie der Göttin Vesta. Die junge Frau musste ein Keuschheitsgelübde auf Lebenszeit ablegen.

Nach dem Mythos von Romulus und Remus war Mars, der Kriegsgott, in das Mädchen verliebt. Einmal besuchte die junge Frau einen Garten, der dem Gott geweiht war, Mars nutzte das Versehen aus und nahm sie mit Gewalt mit. Schließlich wurde Rhea Silvia schwanger.

Die Zwillinge

Rhea Silvia erwartete Zwillinge. Als der Mann, der den Vater der jungen Frau betrogen hatte, herausfand, dass diese schwanger war, sperrte er Rhea Silvia ein und befahl den Dienern, die Kinder nach ihrer Geburt zu töten. Doch die Männer missachteten den Befehl und legten die Zwillinge stattdessen in eine Wiege, die sie im Fluss treiben ließen.

Als der Wasserstand stieg, erreichte die Wiege eine trockene Stelle. Eine Wölfin namens Luperca kam zum Trinken und sah die Kleinen. Sie hob die Zwillinge auf und säugte diese in ihrer Höhle, die sich auf dem Hügel Palatin befand. Auf diese Weise überlebten die Zwillinge. Es sei darauf hingewiesen, dass der Begriff “lupa” (Wölfin) im Lateinischen auch für Prostituierte verwendet wurde.

Kurz darauf wurden die Zwillinge von einem Hirten gefunden, der sie zusammen mit seiner Frau adoptierte. Die Jungen wurden auch Hirten. Bei ihrer Arbeit wurde Remus eines Tages entführt und zu dem Mann gebracht, der seinen Großvater entthront hatte. Dort entdeckte der junge Mann seine wahre Herkunft. Als er befreit wurde, erfuhr er von seinem Bruder, und gemeinsam kämpften sie und gaben ihrem Großvater den Thron zurück.

Der Mythos von Romulus und Remus, den Gründern des Reiches

Die Gründung des Römischen Reiches

Der Mythos von Romulus und Remus besagt, dass die Zwillinge, die wussten, dass sie die Söhne eines Gottes waren, beschlossen, ihre eigene Stadt zu gründen. Sie marschierten zu dem Ort, an dem sie von der Wölfin gefunden worden waren, um ihr eigenes Königreich zu errichten. Sie konnten sich jedoch nicht einigen, wo die neue Stadt liegen und wer zuerst regieren sollte.

Um die Diskussion zu beenden, griffen sie auf einen etruskischen Brauch zurück: Derjenige, der die meisten Geier im Flug sah, sollte der Sieger sein. Romulus entschied dann, die neue Stadt auf dem Hügel Palatin zu bauen, zog die Grenzen und befahl, dass niemand sie überschreiten durfte.

Remus, der mit der Situation unzufrieden war, missachtete den Befehl seines Bruders und überschritt die Grenze. Daraufhin tötete Romulus seinen Bruder und wurde der erste Herrscher der späteren Ewigen Stadt.

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  • Rodríguez, J. M. (2006). Moisés y Rómulo y Remo: entre la historia y el mito. Veleia, (23).