Der Einfluss von Gefühlen auf das Herz

25 Juli, 2020
Die Auswirkung der Gefühle auf unser Herz ist ein Thema, das nicht nur in romantischer Literatur zu finden ist, sondern auch wissenschaftlich untersucht wird.

Symbolisch ist das Herz das Organ der Gefühle, auch weil diese dem Takt des Lebens entsprechen. Physiologisch ist dies jedoch nicht der Fall, doch trotzdem hängt die Steuerung unserer Emotionen indirekt mit der Herzgesundheit zusammen und kann diese auch beeinflussen.

Im Laufe des Lebens können sich traumatische Umstände ereignen, in denen Stress beunruhigende Ausmaße annehmen kann. In diesem Fall wirken sich alle Erfahrungen, die ein hohes Maß an Frustration und Leid verursachen, direkt auf die Lebensqualität aus.

“Vor einem Jahrhundert hatte der Wissenschaftler Karl Pearson bei der Beobachtung von Grabsteinen auf Friedhöfen eine eigentümliche Erkenntnis: Ehepartner starben in der Regel ein Jahr nach ihrem Partner.”
Anahad O’Connor, The New York Times

Die New York Times analysiert den Einfluss von Gefühlen auf das Herz

Die New York Times behauptet in ihrem Artikel How Emotions can Affect the Heart, dass dieses Organ sowohl eine relativ einfache biologische Maschine als auch ein lebenswichtiges Organ mit einer enormen Symbolkraft sei. Das Herz sei der literarische Rahmen für Romantik, Traurigkeit, Angst oder Mut.

Frau formt mit ihren Händen ein Herz

In der westlichen Kultur hat es eine hohe Bedeutung, da es als eine Art kristalline Oberfläche betrachtet wird, das die Liebe widerspiegelt und pflegt. Die New Yorker Zeitung stellt auch fest, dass Stress und Hoffnungslosigkeit die Gesundheit erheblich beeinträchtigen können.

Aus diesem Artikel geht ebenfalls hervor, dass starker Stress dem Herzen Leid bereitet, den Herzrhythmus beschleunigt und Spannungen bewirkt, wenn es nicht vom restlichen Körper unterstützt wird (zum Beispiel durch physische Aktivitäten).

“Das emotionale Gewicht lässt das Herz wie ein japanisches Gefäß namens Takotsubo aussehen: einen breiten Boden und einen schmalen Hals.”

Anahad O’Connor, The New York Times

Studien bestätigen den Einfluss von Gefühlen auf das Herz

Josep M. Caralps, der erste Herzchirurg, der 1984 in Spanien eine Herztransplantation durchführte, hat die These aufgestellt, dass das Herz wahrscheinlich seine eigenen Gefühle und Emotionen hervorrufen würde, wobei das Gehirn der Sender sei. Dies hat die Ärzteschaft erschüttert, denn dafür gibt es noch keine Beweise.

Auf diese Weise bekräftigt Josep, dass viele seiner Transplantationspatienten neue Gefühle für neue Tätigkeiten hätten, die sie noch nie zuvor durchgeführt hatten. Der Kardiologe geht davon aus, dass dies alles auf die Transplantation des Herzens zurückzuführen ist, das sich an seinen alten Körper erinnert. Viele Kollegen lehnen seine Ausführungen jedoch ab, da sie der Ansicht sind, dass es an wissenschaftlicher Evidenz mangelt.

“Meine genaueste Schlussfolgerung ist, dass Zellen eine intuitive Grundlage haben, die nur Menschen zur Verfügung steht, deren sensorische Fähigkeiten es ihnen ermöglichen, einige Aspekte der persönlichen Geschichte des Spenders zu erkennen, die in den transplantierten Geweben gespeichert sind. Der Rest ist Spekulation. Ich nehme nur die Aussagen auf.”
Josep M. Caralps

Papierherz

Broken-Heart-Syndrom

Das Broken-Heart-Syndrom ist das Ergebnis einer sehr tiefen Traurigkeit. Eine Traurigkeit, die das Nervensystem und auch verschiedene Organe beeinflusst. Kann also das Herz durch große Trauer gebrochen werden?

Wir kennen dieses Thema aus vielen literarischen Werken, doch chronische negative Emotionen können tatsächlich auch die Herzgesundheit belasten.

Wir wissen auch, dass Liebesmangel tödlich sein kann. Die negativen Gefühle, die dadurch entstehen, wirken sich direkt auf die Abwehrkräfte des Organismus aus. Dies ist vielleicht einer der wichtigsten Gründe, warum wir unsere Gefühle und ihre Auswirkungen viel bewusster betrachten sollten.