Deine Umstände sind hart, doch du bist härter

18. Dezember 2017

Manchmal überwältigen uns unsere Umstände so sehr, dass wir keinen Ausweg für unser Problem sehen. Wir tendieren dazu zu vergessen, dass wir Macht über unseren Verstand haben, ungeachtet dessen, was um uns herum passiert. Was wir über unser Leben denken und glauben entscheidet, wie wir fühlen.

Wenn du zum Beispiel denkst, dass du dazu fähig bist, eine bestimmte Herausforderung zu überstehen, ist es wahrscheinlicher, dass du tatsächlich dazu fähig sein wirst. Wir sind, zumindest zum Teil, das Ergebnis unserer Entscheidungen und Handlungen.

In diesem Sinne sind unsere Umstände wie ein Ausgangspunkt: von diesem Moment an, und sogar davor, haben wir die Macht dazu, um damit anzufangen, Entscheidungen zu treffen. Du bist mehr als die Summe deiner Umstände, da kannst du dir sicher sein. Deine persönliche Macht ist immens. Alles, was du brauchst, ist dich so mit deinem inneren Ich zu verbinden, dass du mit Stärke und Beständigkeit durchs Leben gehen kannst.

Die Macht des Glaubens

Glauben sind vorgefasste Ideen, die wir uns im Laufe des Lebens aneignen. Diese Glauben beeinflussen dich auf einer unbewussten Ebene. Sie machen solch einen Eindruck auf dich, dass du die Welt nicht anders, als durch deine spezielle geistige „Linse“ verstehen kannst. Manchmal wird unsere Linse verschwommen und wolkig, wodurch es unmöglich wird, das Licht in uns zu sehen.

kopfloser Mann mit Hut

Wenn wir uns Dinge sagen, wie: „Ich schaffe es nicht. Ich werde nie in der Lage sein, es zu tun. Ich verdiene es nicht, glücklich zu sein…“ schalten wir unseren Glauben in uns selbst ab, um schwere Situationen aus der Krise zu führen. Dies ist so oft der Anfang der chronischen Unzufriedenheit, welche unserer emotionalen Gesundheit sehr schaden kann.

Negative Glauben sind sehr einschränkend, weil sie unsere Träume und Leidenschaften zerstören. Die Art und Weise unseres Denkens zu verändern hängt nur von uns ab. Und der erste Schritt ist es, zu entscheiden, was wir verbessern möchten.

„Ganz gleich, ob Sie denken, Sie können etwas oder Sie können es nicht, in beiden Fällen haben Sie Recht.“

Henry Ford

Ein gutes Selbstwertgefühl hilft dir dabei, Hindernisse zu bewältigen

Ein gutes Selbstwertgefühl ist womit wir beginnen müssen, wenn wir unsere Gedanken und Gefühle umwandeln möchten. Wir können nicht von anderen erwarten, dass sie uns Liebe schenken, wenn wir selbst uns diese nicht geben. Wie sonst können wir wieder aufstehen, wenn wir fallen? Wir werden unseren Verstand nie umwandeln, wenn wir nicht an uns selbst glauben.

Statt uns zu sagen: Ich bin nutzlos, ich bin nicht genug, ich schaffe es nicht, usw., müssen wir versuchen, unsere Sprache zu ändern. Wir müssen auf eine ermunternde Weise mit uns reden, indem wir uns sagen: Ich liebe mich, ich kann meinen Zielen entsprechen… Wenn wir dies tun, wird es leichter sein, hoffnungsvoll nach der Welt Ausschau zu halten.

Wenn du zum Beispiel in einer Beziehung bist, die dich unglücklich macht, warum dann bleiben? Warum solltest du etwas weiterhin deine Aufmerksamkeit schenken, wenn es dir nicht gut tut? Vielleicht denkst du, dass du die Beziehung nicht beenden kannst, weil du nicht weißt, was du ohne diese tun würdest. Oder vielleicht hast du Kinder, oder finanzielle Schwierigkeiten. Doch wenn du nicht das, was du nicht magst, änderst, wer wird es dann für dich tun?

Deine Umstände werden nicht das Beste aus dir herausholen

Das Leben ist voller Höhen und Tiefen. Vielleicht haben wir Trauer, Verluste, oder ernsthaft ungerechte Situationen durchlebt. Trotz des Traumas und der harten Zeiten, die wir durchleben mussten, sind wir dazu fähig, wieder zu Kräften zu kommen und wirklich Kraft aus der Not zu schöpfen. Dies ist ein Konzept, welches Widerstandsfähigkeit genannt wird.

Widerstandsfähig zu sein bedeutet, dass wir es wagen, uns selbst wahrhaftig zu sehen und zu kennen. Es bedeutet auch, dass wir dazu in der Lage sind, dem Schmerz ins Auge zu sehen. Statt den Schmerz zu meiden, können wir ihn sowohl akzeptieren und umwandeln, als auch von ihm lernen. Mach dir keine Sorgen, wenn du dich mit dieser Beschreibung nicht identifizierst. Die gute Nachricht ist, dass die Widerstandsfähigkeit eine Eigenschaft ist, die man lernen und üben kann.

Die Widerstandsfähigkeit gibt uns die Möglichkeit, unsere Erfahrungen zu akzeptieren, und unabhängig davon, wie die Umstände sind, von ihnen zu lernen.

Eines der wichtigsten Aspekte der Widerstandsfähigkeit ist die Flexibilität. Flexibel zu sein verbessert unsere Chancen, ungünstige Situationen zu adaptieren. So gibt es keinen Grund, uns von unseren Umständen gefangen zu fühlen. Stattdessen sollten wir unsere Verletzlichkeit und unseren Schmerz akzeptieren, und emotionale Unterstützung finden. Statt unsere Wunden zu verdecken, können wir wählen, sie durch Akzeptanz zu heilen.

Frau auf einem Berg

Beginne mit vernünftigen Zielen, sodass du da ankommst, wo du hin möchtest

Eine Sache, die intelligente Menschen tun, ist sich realistische Ziele zu setzen. Diese sind zu erreichen, aber nicht einfach. Sie erfordern Arbeit, aber sie sind nicht kraftraubend. Und sie erfordern Mühe, aber keine verschwendete Zeit. Gleichzeitig teilen intelligente Menschen den Weg zu ihrem Hauptziel in kleinere Ziele auf. Sie sind Rastplätze, auf denen sie neue Kräfte tanken können, und die wichtigsten Schritte der nächsten Stufe neu einschätzen können. Zeit, um anzuhalten und zu sehen, ob sie irgendwelche Korrekturen machen müssen.

Ein gutes Selbstwertgefühl, und ein starkes Ich-Erleben können uns dabei helfen, mehr Kontrolle über das zu haben, was uns passiert. Wenn wir denken, dass wir mehr als bereit dazu sind, mit der Situation umzugehen, ergreifen wir das Lenkrad, und lassen nicht zu, dass starke Winde für uns entscheiden. Doch wenn wir von uns unsicher sind, ist es wahrscheinlicher, dass wir einfach nur vom Wind getragen werden.

Wenn wir an unsere Fähigkeit glauben, Veränderungen umzusetzen und in Aktion zu treten, werden wir sehen, wie neue Möglichkeiten entstehen. Veränderungen werden geschehen, welche, die uns die Möglichkeit geben, emotional zu wachsen. Wenn wir realistische Ziele setzen, Dinge tun, die gut für unser Wohlbefinden sind, und aufhören, uns darüber Sorgen zu machen, was andere über uns denken, werden wir dazu fähig sein, unsere innere Stärke wieder zu genießen.