Dein Versprechen allein hinterlässt keine Spuren, sondern dessen Erfüllung

· 4. März 2016

Wir verbringen unser Leben damit, Dinge zu versprechen, als wüssten wir mit voller Sicherheit, dass die Menschen, die wir in unserem Leben lieben, uns nie verlassen werden. Wir denken gar nicht darüber nach, dass ein Versprechen, was verbindlich gemacht worden ist, vielleicht die Zeit verlängern wird, die wir mit jemandem verbringen.

Wir bemerken jedoch oft nicht, dass der Akt des Versprechens und die Erwartung an seine Erfüllung keine Spur bei anderen hinterlässt, und dass das erst geschieht, wenn dieses aufhört, ein Versprechen zu sein und eingelöst wird. Letzten Endes ist es die Realität, die wirklich wichtig ist: Was uns erreicht, was wir fühlen und berühren können.

Bleib bei demjenigen, der dir den Himmel gibt, bevor er ihn dir verspricht

Wie oft haben wir jemandem den Himmel versprochen? Wie oft wurde er uns versprochen? Versprechungen zu machen ist einfach, wenn sie jedoch nicht eingehalten werden, können sie viel Schaden anrichten. Wichtig ist hier auch der Grund, warum wir uns enttäuscht fühlen, wenn ein Versprechen nicht eingehalten wird: Wir hatten etwas erwartet, wir hatten Vertrauen in das, was uns gesagt wurde.

Sternensammler

In dem Moment, in dem ein Versprechen in der Welt der Möglichkeiten verbleibt, fühlen wir uns verraten oder enttäuscht. Die Enttäuschung ist ein schreckliches Gefühl, dass wir in verschiedenen Momenten unseres Lebens spüren müssen und das uns vor eine Realität stellt, die wir nicht sehen wollen.

Manchmal kann selbst diese Realität verwirrend und verschwommen sein, weil wir uns verletzt fühlen. Um diese Art von negativen Gefühlen in unserem Leben zu vermeiden, sollten wir uns unbedingt bewusst machen, dass Zuneigung nicht nur von schönen Worten und entfernten Versprechungen lebt“,  wie Cortazar sagen würde, „sondern aus einer realen Gegenwart voller detailreicher Momente.“

 „Ich werde dir keine ewige Liebe versprechen. Ich werde versuchen, dass du jeden Tag spürst, dass ich dich liebe, dass du entdeckst, wie ich wirklich bin. Ich werde dir weder Reden halten noch Versprechen geben, denn ich habe gelernt, dass die Liebe in Worten nicht den gleichen Wert hat wie die Liebe, die sich in Taten zeigt.“

Warum geben wir Versprechen so viel Bedeutung?

Wenn wir darüber nachdenken, ist es sicher, dass jede starke Beziehung, die wir in unserem Leben haben, auf dem Vertrauen besteht, was wir gegenüber der anderen Person haben können. Es ist unwichtig, über welche Art der Beziehung wir reden: Sei es dein Partner oder der Freund, das Vertrauen ist immer der Ausgangspunkt, die Trennwand und der Endpunkt in jeglicher zwischenmenschlicher Beziehung.

Umarmung

Genau deshalb sollten wir uns darüber bewusst sein, dass durch Versprechen Vertrauen in die andere Person aufgebaut, erhalten oder komplett zerstört wird. Dies ist der Grund warum wir unbewusst Versprechungen so viel Wichtigkeit beimessen.

Hüte dich vor falschen Versprechen

Für das Ziel, unsere Beziehungen auf eine gesunde Weise aufrechtzuerhalten, sollten wir uns einer Reihe von Dingen bewusst sein, die viel Arbeit kosten können, gerade wenn es um Versprechen geht:

  • Als Erstes ist es wichtig, dass wir wissen, dass nicht alle Versprechen von uns erreicht werden können: Wir sollten uns bewusst sein, dass es, obwohl wir es nicht glauben wollen, tatsächlich unmögliche Versprechen gibt. Halte das, was du versprichst, in den Grenzen dessen, von denen du dir sicher bist, dass du sie ausschöpfen kannst und glaube nur an die Versprechen, von denen du weißt, das sie möglich sind.
  • Als Zweites ist es wichtig, dass wir an die andere Person denken, der wir das Versprechen geben: Wie denkst du, wird sie sich fühlen, wenn du es nicht schaffst, dein Versprechen einzuhalten? Wie würdest du dich an ihrer Stelle fühlen?
  • Zum Schluss, versuche dir immerzu im Bewusstsein zu halten, dass ein Versprechen viele Bedingungen mit sich bringt und dass es sich nicht um einen Scherz handelt. Jemandem ein Versprechen zu geben, ist ein genauso ernstzunehmender Akt wie es die Beziehung ist, die ihr habt.
„Und wie fändest du es, wenn ich dein wär, ohne Ring und ohne Titel. Und wie fändest du es, wenn ich dein wär, weil ich dich liebe und weil ich dich liebe. Und wie fändest du es, wenn das Leben uns mehr zusammen als verheiratet auffände, mehr verliebt als zusammenlebend, mehr vereint als gebunden. Und wie fändest du es, wenn wir uns ohne Warum, ohne Entschuldigungen und ohne Ängste lieben. Und wie fändest du es, wenn wir uns selbst eine Wahrheit, Realität und einen Mond erschaffen.“
Brando