Das Selbstwertgefühl verbessern: Wie ist dies möglich?

31. Januar 2020
Die Art und Weise, wie du mit dir selbst kommunizierst, ist ein Schlüsselfaktor für die Verbesserung deines Selbstwertgefühls. Wenn wir zu hart mit uns selbst umgehen, schwächt dies nur unser Selbstverständnis und unsere Selbstliebe. Doch ist eine Verbesserung des Selbstwertgefühls möglich?

Das Selbstwertgefühl zu verbessern, ist ein Ziel, das wir uns alle zu eigen machen können. Während wir wachsen, bauen wir unsere Identität auf und stärken unser Selbstverständnis. Dieser Prozess der Selbsterkenntnis und des persönlichen Wachstums ist unabdingbar, um auf gesündere Weise mit der Welt um uns herum zu interagieren.

Das Selbstwertgefühl ist eng mit dem Selbstverständnis verbunden. Einerseits bezieht sich das Selbstverständnis auf die Überzeugungen der Menschen über sich selbst. Auf der anderen Seite wäre Selbstachtung das emotionale Echo des Selbstverständnisses: Wie fühlen wir uns dem Bild gegenüber, das wir von uns selbst haben? Selbstverständnis und Selbstwertgefühl sind also an dem Punkt miteinander verbunden, an dem sie sich gegenseitig nähren.

Was passiert, wenn unser Selbstwertgefühl und unser Selbstverständnis jedoch so gering sind, dass sie sich auf unser Leben auswirken? Ist es überhaupt möglich das Selbstwertgefühl zu verbessern? Und wenn ja, wie können wir dies bewerkstelligen? Im Folgenden findest du einige nützliche Tipps dazu.

Das Selbstwertgefühl durch Selbstpflege verbessern

Die Art und Weise, wie du auf dich selbst aufpasst, ist eine Konsequenz deines Selbstwertgefühls. Andererseits hängt die Entscheidung, auf dich selbst aufzupassen oder dies nicht zu tun, von deinem Selbstwertgefühl ab. Lass uns das Ganze von außen betrachten. Wenn man auf andere aufpasst, können sie sich besser fühlen. Das Gleiche gilt für dich. Manchmal vergisst man leicht, sich selbst an die erste Stelle zu setzen. Dies ist jedoch die Hauptkomponente der Selbstliebe.

Abgesehen davon kannst du das Selbstwertgefühl verbessern, indem du realistischere Urteile über deine Leistungen oder über deine tatsächliche Verantwortung für bestimmte Fehler oder unerreichte Ziele abgibst. Es ist auch wichtig, dich zu fragen, was du wirklich willst und brauchst. Nimm dir daher etwas Zeit für dich und versuche, eine Antwort auf diese Fragen zu finden.

„Liebe dich selbst zuerst und alles andere wird sich von selbst ergeben. Man muss sich wirklich lieben, um irgendetwas auf dieser Welt zu erreichen. “

-Lucille Ball-

Bestimme deine Stärken

Ein besseres Selbstwertgefühl ist nur möglich, wenn du dich auf deine Stärken verlässt. Jeder Einzelne hat eine Liste von Stärken, die er noch weiter ausbauen kann, wenn er sich die Chance gibt. Nun bist du an der Reihe, dies für dich selbst zu tun und dein Potenzial nicht zu verschwenden.

Wenn du dich für eine „Ich habe keine Stärken“ -Mentalität entschieden hast, wirf einen Blick auf deine bisherigen Erfolge. Leugne deine Stärken nicht, weil du wahrscheinlich Unmengen davon hast. Führe eine Selbstbetrachtung durch und denke über die Dinge nach, die du gerne tust. Suche dabei nach ehrlichen Antworten. Denn wenn du nicht ehrlich mit dir bist, wird dieser Tipp nicht hilfreich sein.

Die Art und Weise, wie du mit dir selbst kommunizierst, ist ein Schlüsselfaktor für die Verbesserung des Selbstwertgefühls.

Ändere deinen inneren Dialog

Die Art und Weise, wie du mit dir selbst kommunizierst, ist ein Schlüsselfaktor für die Verbesserung des Selbstwertgefühls. Wenn dein innerer Dialog auf ständiger negativer Kritik, Selbstzensur oder Bestrafung beruht, ist dein Selbstwertgefühl eines der ersten, das die Konsequenzen trägt.

Nimm dir etwas Zeit und denk kurz darüber nach. Wenn du deine Zeit damit verbringst, andere zu kritisieren und ihm Dinge wie „Du kannst nicht“, „Du bist wertlos“ und „Du bist für nichts gut“ zu sagen, wie werden sie sich wohl fühlen? Glaubst du, sie würden es mögen? Die Antwort ist nein. Warum also, würdest du diese Dinge dann zu dir selbst sagen?

In gewisser Weise ist dieser interne Dialog irrational. Denn manchmal interpretieren wir Situationen so schlimm wie möglich, auch wenn die Beweise, die unsere Schlussfolgerung stützen, schwach sind. Angesichts dieser negativen Gedanken ist es wichtig:

  1. Diese zu identifizieren. Ist das, was du dir da sagst, rational oder irrational? Hilft es dir, ein besserer Mensch zu werden oder belastet es dich?
  2. Führe Strategien ein, die die Macht dieser negativen Gedanken untergraben.

Eine Möglichkeit, um Änderungen in der internen Kommunikation vorzunehmen, könnten Fragen sein wie beipsielsweise: „Würde ich dies zu einem Freund sagen?“ oder „Würde dies einen Freund dazu ermutigen, besser zu werden?“ Wenn die Antwort nein lautet, ist es an der Zeit, den Dialog zu ändern. Denke daran, stets auch ein Freund für dich selbst zu sein.

Gönne dir die gleiche Liebe und den gleichen Respekt, mit dem du einen Menschen behandelst, den du liebst.

Um das Selbstwertgefühl zu verbessern, geht es um Akzeptanz und Vergebung

Es ist schwierig, alles an sich zu mögen, weshalb Selbstakzeptanz ein langer Weg ist. In Schuld zu ertrinken kann dein Selbstwertgefühl stark beeinträchtigen. Indem du dir nicht vergibst und dich nicht akzeptierst, nährst du nur Selbstmitleid und Selbstverachtung.

In diesem Sinne erklärt Kristin Neff in ihrer Studie zum Selbstwertgefühl an der University of Texas, dass du dein Selbstwertgefühl auf gesündere Weise steigern kannst, wenn du in der Lage bist, dich selbst mit mehr Freundlichkeit zu behandeln.

Daher ist eine Verbesserung des Selbstwertgefühls möglich. Um es jedoch zu verbessern, musst du dir selbst vergeben, indem du akzeptierst, dass du auch nur menschlich bist und dass es Teil des Lebens ist, Fehler zu machen. Setze dich nicht aufgrund von vergangenen Fehlern herab.  

Gönne dir die gleiche Liebe und den gleichen Respekt, mit dem du einen Menschen behandelst, den du liebst. Unterstütze dich selbst und verstehe vor allem deine Gefühle und Gedanken, anstatt sie ständig zu kritisieren. Hör auf, dich jedes Mal zu bestrafen, wenn du einen Fehler machst.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Hindernis für die Verbesserung des Selbstwertgefühls darin besteht, Ziele festzulegen, die für dich zu schwer zu erreichen sind. Wenn du dies tust, wird dies nur zu Frustration führen und infolgedessen ein negatives Selbstverständnis nähren.

Es ist wichtig, verschiedene Ziele in deinem Planer zu kombinieren. Große Herausforderungen helfen dir beim Wachstum. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, kleine Ziele im Auge zu behalten, damit du das Gefühl hast, auf dem richtigen Weg zu sein.

„So wie du dich liebst, lehrst du andere, dich zu lieben.“

Rupi Kaur