Das Geheimnis deines Erfolgs liegt im Galatea-Effekt

14. Januar 2019

Der Galatea-Effekt ist ein kognitiver Faktor, der dich dazu veranlasst, Ergebnisse zu erzielen. Die beiden mythologischen Figuren Pygmalion und Galatea standen bei der Namensgebung Pate. In Donizettis gleichnamiger Oper sucht Pygmalion, der König von Kreta, nach der idealen Frau. Da er sie nicht findet, stellt er selbst eine Skulptur her, die alle Attribute besitzt, die er sich bei einer Frau wünscht.

Diese Skulptur steht dabei nicht nur für körperliche Attribute, sondern auch für bestimmte Werte. Sie verkörpert Schönheit, Zärtlichkeit, Noblesse, Empfindsamkeit und viele weitere Tugenden. Dabei ist sie so vollkommen, dass sich Pygmalion unsterblich in die von ihm geschaffene Statue verliebt. Er tauft sie auf den Namen „Galatea“.

„Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts.“

Samuel Butler der Jüngere

Die Göttin Aphrodite ist tief bewegt, als sie sieht, welche Liebe Pygmalion für Galatea hegt, und erweckt die Statue zum Leben. Der König von Kreta hat somit seine ideale Gattin gefunden und sie leben glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. Pygmalions heftiges Verlangen hatte also bewirkt, dass die Statue zum Leben erwachte. Und diese Willenskraft, Erfolg zu haben, wird als Galatea-Effekt bezeichnet.

Wie definiert sich der Galatea-Effekt?

Der Galatea-Effekt legt Folgendes nahe: Je mehr wir an unsere Fähigkeiten glauben, an ein bestimmtes Ziel zu gelangen, desto wahrscheinlicher werden wir dieses auch erreichen. Je weniger wir allerdings an unsere Fähigkeiten glauben, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass wir zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Unser Erfolg hängt also von unserer Überzeugung ab, dass wir unsere Ziele erreichen können.

Ein zahmer Vogel mit Frauengesicht steht für den Galatea-Effekt.

Der Galatea-Effekt betrifft nicht nur unser eigenes Selbst und unseren Glauben an den Erfolg. Er hat auch Einfluss auf andere. Wenn wir überzeugt sind, dass wir in der Lage seien, etwas zu erreichen, führt dies zu einer „imaginativen Vorstellung“ bei anderen Menschen. Das funktioniert auch umgekehrt. Wenn wir unsere Fähigkeiten anzweifeln, werden das andere sehr wahrscheinlich auch tun.

Wir können also behaupten, dass eine Person sehr viel wahrscheinlicher Erfolg haben wird, wenn sie gedanklich auf ihr Ziel hinarbeitet. Viele Top-Athleten nutzen den Galatea-Effekt bewusst aus, indem sie besonders vor Wettkämpfen das gewünschte Resultat oder Spielergebnis visualisieren.
Menschliche Hände halten Zahnräder.

Aktiviere den Galatea-Effekt

Der Galatea-Effekt kann vorteilhaft für uns sein. Oder eben auch nicht. Im Idealfall sollten wir ihn zu unserem Vorteil nutzen. Einige Selbsthilfeansätze betonen, dass die Visualisierung, wo wir in Relation zu unserem Ziel stehen, sehr wichtig sei. Dieser Ansatz geht mit dem Galatea-Effekt Hand in Hand, entsprechend der Aussage, dass unsere Gedanken einen Einfluss auf unsere Fähigkeit haben, ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Möglichkeit, Leistungsfähigkeit und Wert sind Mittel, um den Galatea-Effekt zu aktiveren:

  • Möglichkeit bedeutet, dass die Absicht realistisch sein muss.
  • Leistungsfähigkeit steht dafür, eigene Kenntnisse und Fertigkeiten auf das höchste Maß zu bringen.
  • Wert hingegen bezieht sich auf eine positive Grundhaltung.

Erforderliche Schritte

Einige Ziele sind schwierig, andere hingegen unmöglich zu erreichen. Stelle zuerst einmal sicher, dass deine Pläne überhaupt realisierbar sind. Wenn du unsichtbar werden willst, aber nicht die Grundvoraussetzungen mitbringst oder die Gesetzmäßigkeiten kennst, um die gängigen Gesetze der Physik auf die Probe zu stellen, kannst du dein Ziel unmöglich erreichen.

Zur Begabung gehört aber auch, dass wir genau die Kenntnisse und Fertigkeiten bestimmen und fördern, die uns schließlich dabei helfen, an unser Ziel zu kommen. Jeder Mensch kann am Himmelszelt anklopfen, solange er weiß, wie er dort hinkommt.

Der zweite Schritt besteht darin, dass du deinen eigenen Fähigkeiten vertraust. Setze deiner Leistungsfähigkeit keine Grenzen, glaube schlichtweg an sie.

Zwei Kinder am Start von einem Seifenkistenrennen

Bedenke abschließend auch, dass dein Selbstverständnis und dein Selbstwertgefühl mit deiner Selbstwahrnehmung eng verwandt sind. Glaubst du, dass du es wert bist, erfüllt und glücklich zu leben? Gibt es etwas, was dich an dir selbst zweifeln lässt? Wenn du etwas Großes erreichen willst – gibst du sogar schon vor dem ersten Versuch auf, weil du dich nicht für eine erfolgreiche Person hältst?

Schätze dich richtig ein und finde heraus, wer du bist, was du kannst und was du verdienst. Wenn du nicht daran glaubst, dass du etwas erreichen kannst und dies verdienst, kommst du wahrscheinlich nirgendwo an. Genau das besagt der Galatea-Effekt.