Dankbarkeit und wie sie gegen tiefgründige Traurigkeit hilft

4. Juni 2018 en Emotionen 0 Geteilt
Dankbarkeit vermittelt durch Frauenhände, die eine Rose halten.

Dankbarkeit ist eine Tugend, die von der modernen Gesellschaft gern vergessen wird. Dieses Vergessen steigert sich in dem Maße, in dem man uns dazu bringt, selbstsüchtig zu handeln, alles für selbstverständlich zu halten und nicht wertzuschätzen, was wir haben. Je egozentrischer wir werden, desto weniger können wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Wir sind immer weniger dazu fähig, die Einfachheit und Schönheit der Welt und ihrer Bewohner zu sehen..

Wenn wir unseren Blick nur nach innen wenden, verlieren wir die an Perspektive. Wir ignorieren die Nuancen unserer Existenz. Oft vergessen wir sogar unseren menschlichen Zustand. Wir verlieren uns in dem langweiligen Tanz der Routinen, in den konkreten Schritten zum normalen Leben, in Studium und Arbeit. Wir vergessen, dass wir in dieser Welt leben und an ihr teilhaben können.

Die neueste Version des perfektionierten, praxisbasierten Autopiloten steuert unsere Leben und leitet unsere Schritte. Wir werden blind und ignorant gegenüber realer Schönheit. Wir haben vor einer Weile entschieden, dass diese unsere Zeit nicht wert sei, ohne überhaupt bemerkt zu haben, dass wir diese Entscheidung getroffen haben. Wir haben ja keine Zeit. Es gibt immer irgendetwas zu tun. Es gibt immer einen Ort, an dem wir sein müssen.

Müde Frau streckt den Arm aus dem Bett, um den Wecker auszuschalten.

Dankbarkeit bereichert unsere Existenz

Wir neigen dazu, die Natur zu vergessen sowie die Lektionen, die sie uns bietet. Daher existieren wir nur, um eine Reihe von zuvor etablierten und synchronisierten Schritten zu tätigen. Es gibt Menschen, die in diese Spirale geraten und es nicht einmal merken. Es ist, als ob hätten einen Knopf gedrückt und allen Lärm abgestellt, der sie mit dem Leben verbunden hatte.

Zeichen der Dankbarkeit: Ein Mädchen umarmt einen Baum.

Oft hat tiefe Traurigkeit mit einem Mangel an Dankbarkeit in Bezug auf die kleinen Geschenke, die uns das Leben macht, zu tun. Sie hat mit einer Perspektive zu tun, die von außen nach innen gekehrt wurde. Mit einem Blick, der nichts außer sich selbst einfängt. Aus diesem Grund ist der erlittene Schmerz sehr intensiv, denn wir können nicht auf die äußere Welt zählen, um uns weiterzuentwickeln.

Etwas für selbstverständlich zu halten, oder anzunehmen, dass alle Menschen um uns herum zu uns stehen würden, egal wie wir uns verhalten, anzunehmen, dass das, was unsere Eltern für uns tun einfach „von Eltern getan werden müssen“ und es nicht wertschätzen – die Perspektive nach innen erlaubt uns nur einen sehr beschränkten Tunnelblick.

Durch Undankbarkeit verkümmern unsere Sinne und unsere Unzufriedenheit steigt

Wenn wir feststellen, dass wir uns in dieser Spirale der Undankbarkeit befinden, dann können wir uns bereits eine bessere Vorstellung von ihrer zerstörerischen Kraft machen. Es ist, als befänden wir uns in einem Hurrikan, der alles zerstört, was er berührt. Undankbarkeit verwandelt uns in Menschen, die egoistisch und unsensibel gegenüber der Güte anderer sind.

Wenn wir entsprechende Gedanken nähren, dann wird sich das Gefühl der Unzufriedenheit, das wir für unser Leben empfinden, steigern. Unsere Sinne verkümmern, wenn für selbstverständlich halten, ohne wertzuschätzen oder dankbar zu sein. Wir neigen dazu, uns mehr darauf zu konzentrieren, was wir nicht haben, als zu schätzen, was wir haben. Wir glauben nur an das, was uns das Leben geben „sollte“.

Foto aus einem Zimmer heraus mit offenem Fenster, draußen sieht man eine Landschaft

Die Traurigkeit wird leichter zu ertragen sein und sogar verschwinden, wenn wir eine einfache Übung durchführen. Sie besteht in der Dankbarkeit für das, was wir haben, und für das, von dem wir annehmen, sie seien unsere, weil wir ein Recht auf sie hätten. Zwei gute Beispiele sind die freundlichen Gesten unserer Mitmenschen und Botschaften der Natur.

Die Traurigkeit wird verschwinden, wenn wir wertschätzen, was uns das Leben gibt

Lass keinen einzigen Tag verstreichen, ohne zu reflektieren, was um dich herum ist. Wir sprechen über die Einfachheit, die unser tägliches Leben auf stillen Wegen pflegt. Dinge, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ein Lächeln der Neugier oder eines, das durch Albernheit verursacht wurde, aber nichtsdestotrotz ein Lächeln. Von der Wärme, die direkt ins Herz schießt, wenn unser Hund glücklich ist, uns zu sehen. Zur Bewunderung des Wachstums eines Samens, den wir in einem Blumentopf gepflanzt haben.

Dankbarkeit rettet unsere Leben. Sie sensibilisiert uns und verwandelt uns in wundervolle Gefährten. Gefährten, die uns die Schönheit und Güte der Welt um uns herum zeigen. Wenn du das Leben so annimmst, wie es ist, nimmst du auch Dankbarkeit an. Und Dankbarkeit wird selbst die gequälteste Seele beruhigen.

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