Bist du in deiner Partnerschaft in der Komfortzone angekommen?

· 9. November 2016

Zu Beginn einer Beziehung bemühen sich beide Partner, die beste Version ihrer selbst zu zeigen, und das so sehr, dass Liebe und Intimität ganz selbstverständlich erscheinen. Doch im Laufe der Zeit, je näher sich ein Paar kommt und sich kennenlernt, desto wohler fühlen sich beide in der Gegenwart des anderen und sie beginnen, ihr „wahres Ich“ zu zeigen.

Wenn wir an diesem Punkt angekommen sind, erlauben uns Vertrauen, das Gefühl von Sicherheit und Bequemlichkeit, die Partnerschaft auf einer anderen Ebene zu erleben. Für manche kann dieser Schritt eine unschöne Entdeckung, eine wahre Enttäuschung sein. Für andere hingegen bedeutet es, dass sie die Beziehung auf eine tiefgründigere und authentischere Art und Weise erleben.

Doch wann genau erreichen wir diese Komfortzone in einer Partnerschaft? Was zeigt uns an, dass wir uns darin befinden?

Die Komfortzone in einer Beziehung

„Komfortzone“ kann ein wenig negativ klingen. Es mag bedeuten, sich zu langweilen, in der Beziehung festzustecken; es mag sich nach fehlenden Gefühlen anhören. Jeder möchte doch das Gefühl vom Verliebtsein und der Schmetterlinge im Bauch, der ersten Treffen oder der ersten wichtigen Ereignisse der Partnerschaft verspüren und erhalten.

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Doch die Zeit vergeht. Wir können uns aber auch sehr an Momenten voller Vertrauen erfreuen, wenn wir entdecken, dass wir uns bei unserem Partner fallen lassen und uns vollkommen frei fühlen können. In der Tat ist es sogar so, dass es schwierig ist, die Beziehung zu vertiefen und sie auf das nächste Level zu bringen, wenn die Komfortzone nicht erreicht wird.

Wenn du weißt, ob du in deiner Partnerschaft in dieser Komfortzone angekommen bist, kann dir das dabei helfen, fundamentale Aspekte deiner Beziehung zu bewerten und wichtige Entscheidungen hinsichtlich der Zukunft zu treffen, sowohl in Bezug auf deine eigene Person als auch in Bezug auf deine Partnerschaft.

Wie du herausfindest, ob du bereits in der Komfortzone verweilst

Eine neue Studie hat gezeigt, dass Beziehungen im Schnitt nach elf Monaten und 24 Tagen die Komfortzone erreichen. Nachdem 2000 heterosexuelle Paare befragt wurden, fanden die Forscher heraus, dass es ungefähr ein Jahr dauert, bis man sich daran gewöhnt hat, sein Leben und seinen Freiraum mit einem anderen Menschen zu teilen.

Laut dieser Studie sind einige der Indikatoren dafür, dass wir uns in der Komfortzone befinden, beispielsweise dass wir unserem Partner erlauben, uns ungeschminkt, krank oder im Bad zu sehen. Doch das sind noch nicht alle Anzeichen, die dafür sprechen.

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Man fand außerdem heraus, dass ein Mensch, der mit seinem Partner die Komfortzone erreicht hat, dazu in der Lage ist, mit ihm offen über schwierige Themen zu sprechen, zum Beispiel darüber, dass sein Atem schlecht riecht oder dass es nicht schlecht wäre, wenn er ein bisschen mehr Deo benutzen würde, und das wird geklärt, ohne dass sich der andere beleidigt fühlt. Das sind zweifellos Themen, für deren Diskussion wir viel Vertrauen benötigen.

Die Forschungsarbeit gab ebenfalls Aufschluss darüber, dass bei einem beachtlichen Teil der studierten Paare (ungefähr einem Drittel) einer der beiden Partner ziemlich früh in der Komfortzone ankommt, was dazu führte, dass der Vorhang frühzeitig fällt und somit die Illusion einer perfekten Beziehung verloren geht. Dabei ist die perfekte Beziehung jene Partnerschaft, von der wir wissen, dass sie nicht existiert, aber von der wir auch nicht aufhören möchten zu träumen. Darüber hinaus stellte man fest, dass es größtenteils Männer waren, die es sich in der Partnerschaft schneller bequem gemacht haben.

Gemäß dieser Studio sind weitere Anzeichen, die darauf schließen lassen, dass sich die Partner in der Komfortzone befinden, das Tragen bestimmter Kleidung (z.B. im Trainingsanzug herumlaufen oder ständig die gleiche Unterwäsche tragen), und damit in Verbindung stehende persönliche Aspekte (sich nicht zu sehr darum zu sorgen, immer rasiert zu sein, oder sich darüber Gedanken zu machen, sich vom Partner rasieren zu lassen).

Wir befinden uns in Beziehungen ebenfalls in der Komfortzone, wenn wir unserem Partner heikle Gesundheitsaspekte anvertrauen, wir mit ihm über unsere geheimsten Sehnsüchte sprechen oder es uns nichts mehr ausmacht, vor dem anderen zu weinen. Auch andere aufkommende Gesprächsthemen, wie die Meinung des Partners über eine Hochzeit, Kinder oder Freiheiten und Bequemlichkeiten in früheren Beziehungen sind Indikatoren dafür, dass eine Partnerschaft auf einem guten Weg ist.

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Sich wohl fühlen, um eine langfristige Beziehung aufzubauen

Die Forschung sagt, dass diese Anzeichen nicht nur dafür stehen, in der Komfortzone angekommen zu sein, sondern sie sind auch ein eindeutiges Indiz dafür, dass die Beziehung lange halten wird.

Nach Angaben der Forscher könnten manche Menschen der Meinung sein, dass diese Aspekt das Ende einer Romanze signalisieren könnten, aber es ist ein gutes Zeichen, dass du dich in Gegenwart deines Partners wohlfühlst und du jede Thematik oder Sorge mit ihm bereden oder teilen kannst, ohne Angst zu haben, verurteilt zu werden. Ist das nicht genau das, was wir alle suchen? Wenn du dich nach einiger Zeit mit deinem Partner nicht mehr wohlfühlst, ist es vielleicht an der Zeit, einige Dinge zu überdenken.

Was zeichnet eine gesunde Beziehung aus? 

Wir alle wissen, dass dieses „…und wenn sie nicht
gestorben sind, dann leben sie noch heute“
  nicht existiert… >>>Mehr