Atemtechniken für Schwangere

5. März 2019

Die Geburt ist wahrscheinlich die gefürchtetste Phase der Schwangerschaft, insbesondere wenn es sich um Mütter handelt, die zum ersten Mal ein Kind kommen. Glücklicherweise gibt es Schulungs- und Vorbereitungskurse, in denen schwangere Frauen lernen können, ihre Atmung zu kontrollieren, um die Schmerzen zu reduzieren, und realistische Informationen darüber erhalten, was während der Geburt passieren kann.

In diesem Sinne sind Atemtechniken für die Geburt sowohl für die Mutter als auch für das Baby von großem Nutzen. Es wurde gezeigt, dass Entspannungs- und Atemtechniken dazu beitragen können, den Stress und die Wahrscheinlichkeit einer nicht natürlichen Entbindung zu reduzieren. Darüber hinaus helfen sie, sicherzustellen, dass das Baby während der Geburt mit genügend Sauerstoff versorgt wird: Rhythmisches Atmen während der Geburt maximiert die Sauerstoffmenge, die der Mutter und dem Baby zur Verfügung steht.

Tatsächlich ist es so, dass die Atemtechnik für alle werdenden Mütter von grundlegender Bedeutung ist. Viele Ärzte und Hebammen sind zudem überzeugt, dass diese Übungen helfen können, Angstzustände in Schach zu halten, und dass sie somit den Prozess für zukünftige Mütter weniger schwierig und beängstigend machen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Ansicht, dass Atemtechniken eine nebenwirkungsarme Möglichkeit für Frauen seien, weniger Schmerzen zu haben und Spannungen abzubauen. Atemtechniken seien demnach eine gesunde Strategie, damit die Mutter mit Wehenschmerz besser fertig werde, der sonst fast unerträglich sein könne.

Wir sind uns bewusst, dass das Atmen zunächst sehr einfach und offensichtlich erscheinen mag. Tatsächlich ist es kaum zu glauben, dass es einen so großen Einfluss auf die überwältigenden Empfindungen haben kann, die eine Frau während der Geburt erfährt. Zur Überraschung aller kann richtiges Atmen jedoch dazu beitragen, dass die Kontraktionen während der Geburt erträglich werden.

Eine schwangere Frau übt Atemtechniken auf der Couch.

Atemtechniken zum Üben

Atemtechniken können der Mutter helfen, den Schmerz zu kontrollieren, den sie zu einem bestimmten Zeitpunkt empfindet. Zuerst muss die werdende Mutter ein Atemmuster finden, das für sie gut funktioniert. Auf diese Weise wird sie, wenn sie einmal in Übung ist, wirklich auf die Geburt vorbereitet sein.

Die Kerze ausblasen

Wenn du Wehen verspürst, atme tief ein und lindere dann den Schmerz in kurzen Zügen des Ausatmens. Stelle dir vor, dass du mit deinem Atem eine Kerze ausbläst, die sich direkt vor dir befindet.

Der goldene Faden

Beginne, indem du tief durch die Nase einatmest, sobald eine Kontraktion einsetzt. Atme dann sanft durch deinen Mund aus und visualisiere den Atem, den du dabei ausstößt, als einen goldenen Faden, der sich beim Ausatmen von dir wegbewegt. Denke daran, dass dieser goldene Faden den Schmerz darstellt, der verschwindet.

Beim Ein- und Ausatmen zählen

Zähle beim Einatmen bis drei. Zähle beim Ausatmen bis fünf. Das Ziel dieser Technik ist es, deine Atmung zu regulieren und dir etwas zu geben, worauf du dich konzentrieren kannst. Frauen, die noch weitere Ablenkung brauchen, können in einer Fremdsprache sprechen oder wie bei einem Countdown herunterzählen.

Hyperventilation vermeiden

Wenn du zu schnell atmest oder zu viel Kohlendioxid ausstößt, mag das Schwindel und ein Kribbeln in deinen Fingern und Zehen verursachen. Und damit bist du nicht allein: Viele werdende Mütter neigen dazu, bei intensiven Wehen zu hyperventilieren. In solchen Fällen brauchen sie Menschen, die sie daran erinnern, ihre Atemfrequenz zu reduzieren und sich zu entspannen.

Wenn du zu hyperventilieren beginnst, stelle sicher, dass du nur durch die Nase einatmest und dann so langsam wie möglich durch den Mund ausatmest.

Die Entspannungstechnik

Diese Technik hat sowohl psychologische als auch körperliche Auswirkungen.

Du sollten das englische Wort für „entspannen“ bei jedem Atemzug wiederholen, denn es hat zwei passende Silben. Sage daher immer wieder „re“ und „lax“, während du atmest: Wenn du einatmest, denke an die Silbe „re“ und behalte sie im Kopf. Mache dann dasselbe mit der Silbe „lax“ beim Ausatmen. Konzentriere dich besonders auf die zweite Silbe und verlängere die Zeit des Ausatmens über die des Einatmens.

Wir sind überzeugt, dass diese Technik dir dabei helfen wird, Spannungen abzubauen.

Eine hochschwangere Frau macht Atemübungen.

Versichere dich der Unterstützung deines Partners

Du solltest in diesem besonderen Moment unbedingt auf die Hilfe deines Partners zählen können (oder einer anderen Person, die du liebst und der du vertraust). Stelle sicher, dass er bereit ist, dir bei diesen Atemtechniken zu helfen. Eine seiner wichtigsten Aufgaben ist es, dich daran zu erinnern, dass du langsamer werden musst, wenn du bei einer zu starken Wehe zu schnell atmest. Er sollte dir helfen, langsame und entspannte Atemzüge zu nehmen.

Zum Schluss empfehlen wir, dass du die Atemtechniken, die du anwenden möchtest, mit deinem Partner besprichst. Auf diese Weise weiß er, was du tun möchtest, und er erinnert dich jedes Mal an das von dir gewählte Atemmuster, wenn du es aufgrund einer starken Kontraktion aus Versehen änderst.