Arbeitsüberlastung und ihre Folgen

Wenn du die Zeit, die du deinem Job widmest, nicht begrenzt und dich nicht ausreichend um deine persönlichen Bedürfnisse kümmerst, wird dies negative Konsequenzen auf deine Lebensqualität haben. Daher ist es wichtig, dass du dir über die Folgen von Arbeitsüberlastung bewusst bist und versuchst, diese zu vermeiden.
 

Heutzutage ist Arbeitsüberlastung weit verbreitet, denn viele Menschen verbringen sehr viel Zeit bei der Arbeit. Manche Menschen arbeiten sogar so viel, dass sie praktisch kaum noch etwas anderes tun. Immer mehr Menschen verlassen ihr Zuhause sehr früh am Morgen und kehren erst spät abends wieder zurück. Das bedeutet, dass sie den Großteil ihres Tages am Arbeitsplatz verbringen.

Inwiefern wirkt sich dieses Übermaß an Arbeit negativ auf dein gesamtes Leben aus? Wenn du zu viel Zeit mit deinem Job verbringst, hast du schlichtweg nicht mehr genügend Zeit zur Verfügung, um dich anderen Aspekten deines Lebens zu widmen.

Daher ist es offensichtlich, dass eine massive Arbeitsüberlastung dazu führt, dass du deine persönlichen Bedürfnisse vernachlässigst und weniger Zeit mit deiner Familie und deinen Freunden verbringen kannst. Das sind nur einige der zahlreichen möglichen negativen Auswirkungen, wenn du zu viel arbeitest.

Arbeitsüberlastung - erschöpfter Mann

Arbeitsüberlastung beeinträchtigt deine Lebensqualität

Ana Alcayaga, Direktorin für Ingenieurwesen für Risikoprävention und Umwelt bei der USS, sagt, dass Arbeitsüberlastung ein Risiko darstellt, weil sie die Lebensqualität und Produktivität reduziert.

Diese Aussage wird durch die neuesten Zahlen des spanischen nationalen Systems für Arbeitssicherheit und Gesundheit (Sistema Nacional de Información de Seguridad y Salud en el Trabajo (SISESAT) gestützt. Darüber hinaus hebt diese Studie die physischen und psychischen Risiken hervor, die sich durch lange Arbeitstage und übermäßige Arbeitsbelastungen ergeben.

 

Kurz gesagt, Arbeitsüberlastung birgt viele gesundheitliche Risiken und reduziert die Lebensqualität. Dies liegt daran, dass dein psychisches und physisches Wohlbefinden gefährdet wird, wenn du die meiste Zeit deines Lebens mit Arbeiten verbringst, selbst dann, wenn du deinen Job wirklich sehr gerne ausübst. Darüber hinaus sinkt nachweislich auch die Produktivität, wenn du zu viele Stunden arbeitest. Durch zu viel Arbeit wird dein Gehirn also irgendwann gesättigt und du kannst weniger leisten.

Arbeitsüberlastung - erschöpfte Frau

Arbeitsüberlastung und Angststörungen

Ein anstrengender Arbeitstag ist ein Risikofaktor für Angststörungen. Der durch die Arbeitsüberlastung verursachte Stress führt zu einer übermäßigen Ausschüttung bestimmter Hormone wie beispielsweise Cortisol (auch als Stresshormon bekannt). Dieses Hormon bereitet dich auf die Bewältigung bestimmter Situationen vor. Daher ist es in kleinen Mengen auch nicht schädlich.

Wenn du allerdings aufgrund von anhaltendem Stress und Ängsten übermäßig viel Cortisol in deinem Körper hast, führt diese Situation irgendwann zu großem Unwohlsein. Dies könnte sich als unangenehmer Druck auf der Brust, Magenschmerzen oder Tachykardie manifestieren.

Schlafstörungen und Schlaflosigkeit

Es kommt relativ häufig vor, dass Menschen, die extrem viel arbeiten, irgendwann Schlafstörungen bekommen, die sich manchmal auch in eine chronische Schlaflosigkeit verwandeln können. Weil deine Arbeitslast so erdrückend groß ist, findet dein Geist keine Ruhe mehr und du kannst auch nicht abschalten, wenn du ins Bett gehst. Daher kannst du dich auch nicht mehr ausreichend erholen. Und dies wiederum führt dazu, dass der folgende Tag sowohl mental als auch physisch noch erschöpfender für dich werden wird.

 

Beeinträchtigung sozialer Beziehungen

Arbeitsüberlastung führt auch dazu, dass du deine Lieben nicht mehr häufig sehen kannst. Vielleicht siehst du deinen Partner, Freunde, deine Geschwister und deine Eltern nur noch sehr selten. Im Laufe der Zeit wirst du zu einem Menschen, der stets durch Abwesenheit „glänzt“ und von dem andere nicht viel mehr erwarten, als eine finanzielle Zuwendung.

Arbeitsüberlastung und das Burnout-Syndrom

Das Burnout-Syndrom ist jetzt offiziell von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt. Die WHO definiert es als eine Störung, die Menschen auf emotionaler und psychischer Ebene beeinträchtigt. Darüber hinaus sind viele Arbeitnehmer davon betroffen, da sie in einem fortwährenden Zustand von Stress und Ängsten leben.

Es gibt eine kontinuierlich steigende Anzahl von Fachkräften aus verschiedensten Bereichen, die an diesem Syndrom leiden. Aus den Ergebnissen einer kürzlich durchgeführten Studie geht hervor, dass ein hoher Prozentsatz der Ärzte angibt, an einem Burnout zu leiden. Tatsächlich gibt es im medizinischen Bereich einen hohen Prozentsatz von Burnout-Patienten. Darüber hinaus steigt auch die Anzahl von Fachleuten in vielen anderen Berufsgruppen, die unter einem Burnout leiden, täglich weiter an.

Daher solltest du unbedingt darauf achten, dass du deine Arbeitszeiten begrenzt. Andernfalls würde sich deine Lebensqualität verschlechtern. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen einer Arbeitsüberlastung zu erhöhen und zu versuchen, diese zu verhindern. Psychisches und physisches Wohlbefinden ist für jeden Menschen sehr wichtig.