Arbeitest du, um zu konsumieren oder um schöpferisch tätig zu sein?

17, Mai 2017 en Kuriositäten 2 Geteilt

Du schätzt dich glücklich, weil du arbeiten kannst. Und darum generierst du mit deiner Hände Arbeit ein Einkommen, das es dir erlaubt, deine dringendsten Bedürfnisse zu stillen. Wenn das Monatsende naht, bekommst du dein Gehalt und die Scheine flattern dir nur so aus der Hand, scheinen wie vom Winde verweht. Du beginnst, zu hinterfragen, was du tust und ob du wirklich damit zufrieden bist.

Du brauchst dir deswegen nicht gleich die Füße in Ketten zu legen. Du kannst dich jeden Monat zum Sklaven machen, der ausschließlich für die Kohle schuftet, die er für sein Konsumverhalten braucht. Und nicht, um damit schöpferisch tätig zu werden. Die Entdeckung an sich ist einfach schrecklich: Obwohl du für Geld arbeitest, wird es dir niemals gehören. Geld ist eine Illusion, die fast so schnell verpufft, wie sie erschienen ist.

“Erwarte ja nicht, dass deine Bestimmung vom Schicksal eines anderen abhängt.”
Brian Duarte

Die Sachlage wird langsam bedenklich. Je nach Art deines Vertrages wiederholt sich alle 15 oder 30 Tage derselbe Teufelskreis: Du gehst zur Arbeit, beziehst dein Gehalt, zahlst, was du anderen schuldest, und findest dich wieder zurück am Anfang. Mittlerweile fühlst du dich dadurch zunehmend frustriert und ängstlich. Schließlich sinkt dann auch noch dein Selbstwertgefühl so nach und nach in den Keller.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob es keine Alternative für dich gäbe. Gleichzeitig taucht jedoch eine Frage in dir auf: Lebe ich wirklich oder überlebe ich nur mit dem, was ich habe? Du du kannst für dich die Antwort geben. Das Problem liegt allerdings darin, dass du dir ein anderes Leben gar nicht vorstellen kannst, weil du ein Gefangener deiner alltäglichen Sorgen bist. Die Lösung liegt darin, deine Einstellung zu ändern.

Ist Arbeit ein notwendiges Übel?

Du musst ja von etwas leben – diese Wahrheit ist unbestreitbar. Dann steht also die Frage im Raum, ob es dir möglich ist, deine Arbeit zu lieben? Die Antwort lautet ja. Selbst wenn das, was du tust, nicht dein Traumjob ist. Selbst wenn es augenblicklich so aussieht, als ob du darin stagnierst. Wenn dir bewusst ist, dass du dort nicht dein ganzes Leben bleiben wirst und dass diese Arbeit sicher eine gute Erfahrung für dich ist, dann kannst du sie ganz bestimmt ausüben. Und fühlst dich deswegen auch nicht schuldig.

Es ist wichtig, dass deine neue Einstellung dir noch unbekannte Horizonte eröffnet. Damit das auch passiert, ist es notwendig, dass du aufmerksam studierst, was du gern magst. Dass du eine Arbeit identifizierst, die dir liegen könnte. Dass du eine Kunstform entwickelst, mit der du in Resonanz gehst. Oder dass du dir in jedem Fall Werkzeuge aneignest, damit dir dein Job nicht nur einen monetären Verdienst ermöglicht. Er soll auch zu deinem persönlichen Wachstum beitragen und dir dabei helfen, dein Potential zu entfalten.

Ob du jetzt für jemanden bestimmten oder für ein Unternehmen arbeitest: Wenn du das Gefühl hast, dass dabei mehr als eine Gehaltsüberweisung am Ende des Monats herauskommt, dann bist du an der richtigen Stelle. Wenn du dagegen der Ansicht bist, dass es an der Zeit ist, deinen eigenen Weg zu gehen, dann steht eine Beendigung dieses Arbeitsverhältnisses an. Die Zeit ist dann reif, um die Werkzeuge auszupacken, die du für deine selbständige Tätigkeit gestaltet hast. Die Erreichung der erstrebenswertesten Ziele mag vielleicht kein Spaziergang werden, aber es wichtig, dass du sie zumindest in Angriff nimmst.

Auf diese Weise werden sich mehr Gelegenheiten ergeben. Dann fühlst du dich nicht mehr an einen Bürostuhl gefesselt, der dir eine vorübergehende Sicherheit gibt. Du kannst deinen Job in eine Chance verwandeln, dich dort kennenzulernen und zu spüren, dass du dich selbst verwirklichst. Du wirst auch dazu in der Lage sein, den Kreislauf von „Ich muss arbeiten, damit ich konsumieren kann“  zu verlassen. Stattdessen betrittst du einen neuen Raum, nämlich den von „Ich arbeite, um schöpferisch tätig zu sein.“  Denke immer daran, dass die Dinge fließen werden, wenn du deine Einstellung änderst.

Bau dir dein Lebensprojekt auf

Hast du dich schon einmal gefragt, was du mit deinem Leben anstellen willst? Das sollte dir die nötige Motivation dazu verleihen, einen Plan für die Zukunft zu entwerfen. Als erstes gilt es, zu überprüfen, welche Werkzeuge du in deinem Arsenal hast. Das heißt, du lernst, was du ausbauen kannst, wie viel du bereit bist zu lernen und wie du auf die Herausforderung einer Gesellschaft antwortest, die nach Wettbewerb verlangt.

Es geht auch darum, dass du Prioritäten setzt. Denke dabei einfach an die Maslow’sche Bedürfnishierarchie. Abraham Maslow war ein amerikanischer Psychologe, der das Bild einer Pyramide benutzte, um menschliche Bedürfnisse in Kategorien einzuteilen:

  • Auf die unterste Stufe platzierte er die physiologischen Grundbedürfnisse wie Atmen, Essen, Trinken, Sex und Schlafen.
  • Auf der zweiten Stufe der Pyramide findet man die Sicherheitsbedürfnisse wie Wohnen, Bildung, Transport, soziale Sicherheit und Schutz des Eigentums.
  • Auf der dritten Ebene sind die sozialen Grundbedürfnisse wie Freundschaft, Familie, Teilnahme und Zugehörigkeit verortet.
  • Die vierte Ebene betrifft das Thema Wertschätzung. Die höhere Form von Wertschätzung hat mit dem Respekt für sich selbst zu tun, die niedrigere Form ist das Geltungsbedürfnis, das andere Menschen erfüllen können.
  • Und an der Spitze der Pyramide steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung oder die Entfaltung deines maximalen Potenzials.

Du kannst untersuchen, auf welcher Stufe dieses Modells du dich wiederfindest. Du kannst auch dein eigenes Modell erstellen. Das wäre sogar noch besser, weil es an deine persönlichen Vorgaben angepasst werden kann. Egal, wie du es angehst – das klare Ordnen deiner Prioritäten wird jeden Pfad wirksam verkürzen. Dies bildet die essenzielle Grundlage eines jeden Lebensprojektes.

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