Apiphobie: Die Angst vor schwirrenden Insekten

Wenn wir vor Bienen, Wespen und Hummeln Angst haben, leiden wir womöglich unter Apiphobie. In diesem Artikel gilt es, mehr über die Symptome, Ursachen und Folgen der Apiphobie herauszufinden.
Apiphobie: Die Angst vor schwirrenden Insekten

Letzte Aktualisierung: 21. April 2021

Die Apiphobie, also die Angst vor schwirrenden Insekten, ist eine Phobie, die in der Bevölkerung sehr weit verbreitet ist. Wenn wir nur den Flügelschlag von Bienen, Wespen oder Hummeln hören und sich sogar ein Exemplar im selben Zimmer mit uns befindet, kann das eine Reihe von äußerst unangenehmen Symptomen auslösen.

Trotz der Tatsache, dass Bienen für den Menschen ziemlich nützlich sind und eine wichtige Rolle im Naturkreislauf spielen, lösen sie bei einer Vielzahl von Leuten Panik aus. Studien deuten darauf hin, dass ungefähr drei Prozent der Gesamtbevölkerung unter dieser Phobie leidet. Lies weiter und finde mehr über die Symptome, Ursachen und Folgen einer Apiphobie heraus!

Apiphobie - Symptome, Ursachen und Wirkung.

Wie zeigt sich Apiphobie?

Apiphobie ist auch als Melissophobie bekannt. Sie tritt auf, wenn eine Person angesichts eines Reizes in Panik gerät – in unserem Falle handelt es sich dabei um schwirrende Insekten wie Wespen, Bienen oder Hummeln.

Die betroffene Person empfindet neben Angstgefühlen auch Unbehagen und Beklemmung. So sind die häufigsten physiologischen Symptome der Apiphobie Schwindel und Benommenheit. Es kann auch zu einer Erhöhung der Herzfrequenz, zu Hyperventilation oder Atemnot, Übelkeit, Zittern, Kopfschmerzen und dem Gefühl kommen, dass einem der Kreislauf versagt.

In ähnlicher Weise können die kognitiven Symptome sogar die mentalen Funktionen eines Menschen beeinträchtigen. Bei einer Person mit Apiphobie kann sich Folgendes zeigen:

  • Konzentrationsmangel
  • Gedanken, die sich nicht beruhigen lassen und darum kreisen, dass noch weitere Insekten auftauchen könnten
  • Gedanken an den Tod
  • verzerrte Gedanken über die Situation

Schließlich sind – wie bei den meisten Angststörungen – vor allem zwei Verhaltenssymptome zu beachten: Vermeidungs- und Fluchtverhalten. Diese Verhaltensweisen sind in einer bedrohlichen Situation vollkommen normal. Daher wird die von Apiphobie betroffene Person alles unternehmen, um schwirrende Insekten zu vermeiden. Wenn das nicht möglich ist, flieht sie beim ersten Anblick eines umherfliegenden Insekts.

Biene auf einer Blüte

Wo liegen die Ursachen?

Zwei mögliche Ursachen zieht man in Betracht, wenn es um Phobien geht. Zum einen könnte die betroffene Person bereits eine traumatische Interaktion mit einem dieser Insekten gehabt haben. Es kommt häufig vor, dass Wespen stechen. Ihre Stiche sind schmerzhaft. Dies ist mit Sicherheit eine Erfahrung, die niemand gerne macht.

Tatsächlich ist bei der Apiphobie weniger irrationale Angst involviert, als das bei anderen Tierphobien der Fall ist. Es ist richtig, dass die Stiche der Insekten ein Risiko für die Gesundheit darstellen können. Der Schweregrad eines Wespenstiches hängt jedoch davon ab, ob die Person allergisch darauf reagiert oder nicht. Auch kommt es darauf an, ob man von mehreren Insekten gleichzeitig gestochen wird.

Außerdem werden Phobien auch dadurch verursacht, dass man die Angst anderer Menschen nachempfindet. Mit anderen Worten: Wenn jemand, der uns nahe steht, an dieser Phobie leidet, ist es wahrscheinlich, dass sie auf uns übertragen wird. Vielleicht haben wir gelernt, dass wir die Anwesenheit von Insekten meiden sollten und deshalb negativ auf sie reagieren. Darüber hinaus haben die Menschen, die uns nahestehen, vielleicht unsere Angst verstärkt, indem sie uns ständig auf das Gefahrenpotential dieser Insekten aufmerksam gemacht haben.

Apiphobie ist eine Angststörung

Im Allgemeinen treten Tierphobien in der Kindheit auf. Im Laufe der Jahre verschwinden sie normalerweise wieder. Wenn die Angst jedoch nicht von selbst weggeht und weiterhin präsent bleibt, kann sie sich noch steigern und sich negativ auf das alltägliche Leben der betroffenen Person auswirken.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, den Unterschied zwischen einer Angst vor Bienen und einer Phobie herauszustellen. Eine Phobie ist eine Angststörung, die das Leben eines Menschen einschränkt. Wenn man unter einer Phobie leidet, kann sie zum Beispiel einen Einfluss darauf haben, wo man ein Haus kauft oder wo man im Park spazieren geht. Gewisse Orte vermeidet man sogar, selbst wenn man sonst gerne dort ist. Hauptsache, man entkommt den schwirrenden Insekten.

Wie wir sehen, reichen die Symptome der Apiphobie von einer leichten bis zu einer schweren Ausprägung – je nachdem, wie stark sie das Leben eines Menschen beeinflussen. Dennoch handelt es sich bei dieser Phobie um eine Angststörung, die behandelt werden muss.

Wie behandelt man eine Apiphobie?

Die effektivste Behandlungsmethode für Phobien ist eine kognitive Verhaltenstherapie. Konkret bedeutet das, dass Therapeuten in der Regel drei Interventionsstrategien anwenden: Entspannungsverfahren, Modifikation von phobischen und irrationalen Gedankenmustern und systematische Desensibilisierung.

Man sollte sich den Reizen schrittweise aussetzen, entweder durch systematische Desensibilisierung oder eine andere Strategie. Hier arbeitet man zum Beispiel mit Bildern. Die betroffene Person wird schrittweise an den realen Reiz herangeführt, bis sie in der Lage ist, sich diesem Reiz zu nähern, ohne dass sie extreme Angstgefühle verspürt.

Wenn wir kurz zusammenfassen, lässt sich sagen, dass die irrationale Angst vor schwirrenden Insekten eine Phobie darstellt, die man mit psychologischer Hilfe angehen muss. Das ist der beste Weg, die eigene Lebensqualität zu verbessern und Tätigkeiten auszuführen, an die man sich ansonsten nicht herangetraut hätte.

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