Alles was wir haben sind Augenblicke

23. Dezember 2017 en Emotionen 389 Geteilt
Vogel, der eine Uhr und eine Frau trägt

Wir bestehen aus Augenblicken, flüchtigen Momenten, und einer Reihe von Erinnerungen. Wir sind Zeitreisende in einem Bruchteil der Welt, in der wir unser Leben so aufbauen, als würde es ewig währen. Doch in Wahrheit sind wir zeitlich begrenzt. Wir sind wie Spuren im Sand, die die Wellen jeden Moment wegspülen können. Doch trotzdem glauben wir weiterhin, dass wir aus Zement sind.

Wir fixieren uns an den Dingen, die uns verletzt haben, beklagen uns über die Dinge, die wir nicht haben, und nehmen die Dinge, die wir haben, für selbstverständlich. Wir lassen die Zeit an uns vorbeiziehen und vergessen, dass nichts ewig ist. Nicht einmal die Dinge, die du liebst, oder die Dinge, die dich verletzt haben. Denn in Wahrheit sind wir nur eine Reihe von flüchtigen Momenten.

Wir wollen alles auf einmal. Wir geben uns nicht die Zeit zum Atmen. Alles ist schnelllebig und nichts wird genossen. In der Welt von Fast Food, Speed Dating und arbeitsreichen Zeitplänen, haben wir die Perspektive auf den Wert der Zeit verloren. Wir machen uns mehr Sorgen darüber, zu leiden, als uns über die einfachen Dinge im Leben zu erfreuen.

„Man lebt nur einmal, doch wenn man es richtig macht, ist einmal genug.“

Mae West

Wir wissen nicht, wie man im Hier und Jetzt lebt

Wir sind verrückte Menschen, die nicht wissen, wie man im Hier und Jetzt lebt. Wir ziehen es vor vorüberzurasen und auf den Boden zu sehen, statt zu genießen, wo wir sind. Wir bevorzugen es, zu unserem Ziel zu rennen, statt in unserer Umgebung zu gehen und zu atmen. Wir ziehen es vor, dass die Zeit durch unsere Fingerspitzen rinnt, statt an dem Moment festzuhalten und ihn ohne Angst wahrzunehmen.

Frau, die sich in einer Flasche befindet

Wir wollen alles in Eile, weil es immer etwas wichtigeres gibt, etwas, das sich jenseits des Genusses des gegenwärtigen Moments befindet. Wir vergessen das, was wir haben, zu genießen, weil wir nie lange genug anhalten, um es zu genießen. Und wir leben in einem Zeittunnel. Einem dunklen Tunnel mit einem einzigen Licht am Ende, das uns davon abhält, unsere Umgebung zu sehen und uns blind in die ungewisse Zukunft treibt.

„Alles was wert ist getan zu werden, ist es wert langsam zu tun.“

Mae West

Wir sind Augenblicke, die denken, dass wir ewig während sind. Wir sind Augenblicke, die nicht das genießen, was wir um uns haben. Und wir handeln so, als ob uns genug Zeit bleibt, um die guten Dinge zu genießen. Doch in Wahrheit macht sie sich langsam davon.

Masochistischer Inhalt zum Leiden

Stattdessen werden wir, wenn wir verletzt sind, zu Masochisten, und klammern uns an das Leiden. Wir machen uns mit dem Schmerz gründlich vertraut, und beschweren uns, als ob es in der Welt nichts anderes gäbe, als unsere eigenen Probleme. Der Schmerz macht uns blind, und hindert uns dabei, all das zu sehen, was es für uns da draußen gibt.

Wir stochern auf unsere Wundern, statt nach Lösungen zu suchen. Unsere Gespräche werden monoton, weil wir uns in das, was uns verletzt, hineinsteigern. Wir sind weniger vergänglich, wenn wir leiden; wir werden ewig während und geschädigt sein.

Mädchen, das einen verletzten Baum berührt

In diesem schwarzen Loch des Leidens, indem wir zufrieden verweilen, verschließen wir unsere Augen vor dem Licht, das uns aus unseren Problemen führt. Wir tun dies, weil wir alle dazu in der Lage sind, zu fühlen, da wir die guten Dinge immer entwischen lassen. Und wir vergessen uns daran zu erinnern, dass wir flüchtig sind, und dass der Schmerz genauso flüchtig ist.

Wenn alles, was wir haben, Augenblicke sind, lass sie uns ohne Angst leben

Daher ist es besser uns daran zu erinnern, dass wenn alles, was wir haben, Augenblicke sind, es besser ist, diese völlig und ohne Angst zu leben. Wir entscheiden, wie wir jeden Moment verbringen. Wir können sagen, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist. Beide Standpunkte sind richtig, doch der optimistischere ist der, der dich dein Leben mehr genießen lässt.

Denke daran, dass alles abläuft, sich alles verändert, und dass alles verändert werden kann. Du kannst wählen, wie du deine eigenen Situationen erleben möchtest, sowohl die guten als auch die schlechten. Du kannst jeden gegenwärtigen Moment genießen, ohne ihn entwischen zu lassen. Und du kannst dich von dem Leiden befreien, ohne dass es dich einfängt. Akzeptiere beide einfach, wie sie sind.

Du entscheidest, wie du jeden Moment verbringst, wie du jede Erinnerung malst, und wie du jede Erfahrung akzeptierst. Du lebst dein Leben, und formst deine Gegenwart. Nur du kannst entscheiden, ob du jeden Schritt der Reise genießen möchtest, oder dich an deine Ängste klammerst.

Nur du kannst dich davon abhalten, am Ende nach mehr Zeit für die Dinge fragen zu müssen, die du nicht getan hast. Niemand kann deiner Uhr mehr Zeit hinzufügen. Momente vergehen, und du wählst, ob du sie dir zunutze machst, oder sie entwischen lässt. Jede Sekunde zählt, also lebe sie und schau nicht zurück. Lebe sie, oder du wirst es bereuen.

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