9 Gewohnheiten, die die Partnerschaft stärken

· 14. August 2016

Die Liebe ist nicht einfach etwas, das man findet und das für ewig währt, wenn beide Partner eine passive Einstellung einnehmen. Daher sind Gewohnheiten, die die Partnerschaft stärken, sehr wichtig. Seine bessere Hälfte zu kennen, ist ein faszinierender Prozess, der verschiedene Etappen durchläuft.

Ein Streit, der ausartet und in Vorwürfen endet, gegenseitige Bedürfnisse oder ein zu unabhängiger Lebensstil, den beide pflegen, kann der emotionalen Gesundheit der Beziehung schaden.

Vielleicht stehst auch du an einem Punkt in deiner Partnerschaft, an dem du sehr verwirrt bist und keinen Ausweg siehst. Dennoch möchtest du die Beziehung nicht beenden, weil du insgeheim weißt, dass es noch positive Aspekte gibt, die es wieder zu beleben gilt.

Die Mehrheit der Paartherapien zielt darauf ab, die verloren gegangene Verbindung zwischen den Partnern wiederherzustellen. Deshalb geht es bei einer Paartherapie darum, den Partnern die benötigten Werkzeuge mit auf den Weg zu geben, damit sie ihre Probleme lösen können, bevor sie diese Verbindung zueinander nicht mehr finden können und ihre Konflikte zu Hürden werden, die irgendwann noch schwieriger zu überwinden sind.

Der Psychiater Mark Goulston belegte durch eine Forschungsarbeit, welche Gewohnheiten von Partnern entwickelt werden sollten, um eine glückliche Beziehung zu führen. Die gesammelten Erkenntnisse möchten wir in diesem Artikel zusammenfassen, um dir eine Liste mit konkreten Gewohnheiten mit auf den Weg zu geben, damit das Feuer der Liebe nicht erlischt, damit du und dein Herzblatt weiterhin aufregend füreinander bleiben, und es beim Anderen immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Denkt immer daran, dass Intimität die größte Leidenschaft aber auch die meisten Schwierigkeiten entstehen lassen kann.

1. Zur gleichen Zeit dasselbe Buch lesen

Allein ein Buch zu lesen, lässt uns in die Welt unserer Vorstellungskraft eintauchen. Das gleiche Buch wie der Partner zu lesen, kann zwischen uns und unserer besseren Hälfte eine sehr aufregende Verbindung und ein gemeinsames Wissen entstehen lassen.

Dasselbe Buch zu lesen, ist eine der Gewohnheiten, die die Kommunikation innerhalb der Partnerschaft stärken.

Du und dein Partner könnt euch für irgendein Buch entscheiden, das euch beiden gefällt. Jegliches Thema kann nützlich sein, um die Kommunikation zu festigen (das Bereden und Austauschen von Gedanken über etwas Allgemeines, das für die Beziehung an sich nicht von Bedeutung ist), die unter Umständen etwas eingeschlafen ist. Ihr könnt euch über die brisantesten Passagen austauschen, darüber diskutieren, ob sich die Protagonisten richtig verhalten haben oder was ihr an ihrer Stelle tun würdet.

Man kann sich beispielsweise großartig über das wunderbare Buch Anna Karerina  von Leo Tolstoi oder über ein wenig amüsantere und spannendere Bücher, wie Das böse Mädchen  von Mario Vargas Llosa unterhalten.

Magisches Buch voller Schmettelinge

2. Zusammen duschen

Für einen Menschen ist es einer der intimsten Momente, unter der Dusche zu stehen. Und wenn du das zusammen mit deinem Partner tust, weicht das intime einem sinnlichen Gefühl. Unter dem auf uns herab prasselnden Wasser vergessen wir den Stress des Alltags, wir schließen die Augen und unser Taktsinn wird angeregt.

Auf diese Art und Weise kannst du dich deinem Partner öffnen, Schüchternheit überwinden und ihm zeigen, dass sogar ein so persönlicher Raum geteilt werden kann. Wenn anstatt dessen ein gemeinsames Bad eingenommen wird, ist das noch besser.

3. Gemeinsam eine Fernsehserie schauen

Zusammen eine Fernsehserie zu schauen, ist eine der Gewohnheiten, die die Partnerschaft festigen, und das nicht nur, weil durch das gemeinsame Sehen von Episoden mit dem Partner eine gewisse Routine entsteht, sondern auch ein emotionales Band. Es gibt eine Unmenge an Serien in allen Genres, die uns zum Nachdenken bewegen und an denen wir uns erfreuen können: The Wire, House of Cards, Fringe,  usw. – ihr müsst nur noch eine Serie auswählen.

4. Zur gleichen Zeit ins Bett gehen

Im Laufe einer Beziehung entwickeln beide Partner unabhängig voneinander eine Routine, was ihre Arbeit und ihre Freizeit anbelangt. Daher kommt es häufig vor, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten schlafen gehen. Doch das ist für die Erhaltung der Intimität und des gegenseitigen Verlangens innerhalb der Partnerschaft nicht gerade förderlich.

Zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen hilft dabei, das sexuelle Verlangen aufrechtzuerhalten: „Wenn sie sich berühren, kribbelt es immer noch am ganzen Körper; es sei denn, einer der Partner oder sogar beide sind so erschöpft, dass sie nicht erregt werden.“

5. Sich eine „Gute Nacht“ und einen „Guten Morgen“ wünschen, ganz unabhängig davon, wie man sich fühlt

Man sagt, dass das freundliche Miteinander in einer Beziehung manchmal verloren geht und dass das für das Einschlafen einer Beziehung verantwortlich ist. Aber diese kleinen Wörter können dafür sorgen, dass Druck verschwindet, oder um einfach den Tag voller Respekt und Wärme beginnen oder zu Ende gehen zu lassen.

Außerdem kann ein liebevolles Nachfragen den Partner dazu bewegen, über etwas zu sprechen, dass ihm auf dem Herzen liegt. Auf diese Weise können wir erfahren, wie es unserem Herzblatt geht, und das noch viel früher als andersherum, wenn wir diese alltägliche Frage nicht gestellt hätten.

Eine der Gewohnheiten, die die Beziehung festigen, ist es demnach, den Partner am Morgen zu begrüßen, ihm am Abend eine „Gute Nacht“ zu wünschen oder ihn einfach zu fragen, wie er sich fühlt.

6. Den Partner im Laufe des Tages anrufen oder ihm eine Nachricht schicken

Dass ihr eure Unabhängigkeit bewahren wollt, ist die eine Sache – dass ihr nichts voneinander wissen wollt, ist die andere. Paare, die sich für gewöhnlich im Laufe des Tages Textnachrichten schicken oder sich anrufen, fühlen sich aufgehobener und geschätzter.

Sie wissen, dass sie sich jeden Tag auf etwas freuen können und dass sie von ihrem Partner emotional unterstützt werden, weshalb sie kleine Streitigkeiten auch nicht zu ernst nehmen.

Sich umarmendes Paar schaut über das Feld zum Haus

7. Sich umarmen

Eine Umarmung kann unsere körpereigene Energie und unseren Gemütszustand positiv verändern, wenn wir gerade eine schwierige Zeit durchmachen oder uns allein gelassen fühlen. Eine Umarmung ist die beste Medizin und eine der Gewohnheiten, die die Partnerschaft stärken, wenn sie ehrlich gemeint ist und von Herzen kommt.

„Ganz gleich, ob am Morgen nach dem Aufstehen oder wenn man sich nach dem Arbeitstag wieder zusammenfindet: Unsere Haut erinnert sich an ,gute Streicheleinheiten‘ (Liebe), ,schlechte Streicheleinheiten‘ (Misshandlung) und ,keinerlei Streicheleinheiten‘ (Missachtung). Paare, die sich mit einer Umarmung begrüßen, baden ihre Haut in einem Meer guter Streicheleinheiten.“

Mark Goulston

8. Sich vertrauen und verzeihen

Es hat überhaupt keinen Sinn, mit einem Menschen zusammen zu sein, dem wir nicht vertrauen, oder ihm nach einem Betrug zwar zu verzeihen, wenn das Herz ihm nicht vergeben konnte. Dieser Groll wird dich auf ewig begleiten und immer dann zum Vorschein kommen, wenn du es am wenigsten erwartest, und das löst Schuldgefühle bei dir aus. Auch dein Partner muss dir vertrauen und dir auf ehrliche Weise vergeben können.

9. Händchen halten

Wenn wir Händchen halten, fühlen wir uns verbunden, bilden physisch gesehen ein Team und laufen gemeinsam Hand in Hand auf unserem Lebensweg. Haut auf Haut zu spüren, hilft dabei, die Energie fließen zu lassen und sie weiterzugeben.