Diese 8 Botschaften übermitteln wir, wenn wir die Arme verschränken

21. Dezember 2015 en Emotionen 0 Geteilt

Wahrscheinlich hat man dir auch schon gesagt: „Verschränke nicht die Arme, denn durch diese Haltung verschließt du dich vor anderen!“  Wenn du das schon einmal gehört hast, dann lade ich dich dazu ein, diesen Artikel weiterzulesen, um zu erfahren, dass hinter dem Arme verschränken mehr als nur diese eine Bedeutung steckt.

Welche Botschaften übermitteln wir, indem wir unsere Arme verschränken?

1. Sich selbst umarmen. Wir verschränken unsere Arme in der Öffentlichkeit öfter als in unserem privaten Umfeld. Weißt du wieso das so ist? Die Erklärung hierfür ist ganz einfach: wir realisieren diese Geste in Situationen, in denen wir von vielen Menschen umgeben sind, um uns selbst zu umarmen, da wir uns somit selbst jederzeit ein Gefühl von Wohlbefinden vermitteln können.

Mit dieser Haltung zielen wir nicht darauf ab, uns von anderen zu distanzieren, sondern wir wollen uns selbst in gewissen Momenten nur etwas Nähe spenden. Mach doch einfach mal die Probe und frage jemanden aus deinem Bekanntenkreis, der „sich selbst umarmt“, ob er sich in diesem Moment gerade geborgen und wohl fühlt.

Doch wie können wir diese Art der Geste richtig deuten? Uns selbst zu umarmen, ist eine automatische Reaktion, ein häufige eingenommene Körperhaltung, die uns Wohlbefinden vermittelt. Wenn wir uns also in diesem Moment wohl fühlen, dann ist das auf diese Art der Umarmung zurückzuführen.

2. Stress reduzieren. Wenn wir uns gestresst fühlen, ist das Arme verschränken eine ideale Art und Weise, unsere Händen und somit Sicherheit zu spüren, sie in eine entspannte Körperhaltung zu bringen und so ein Gefühl von Ruhe zu erzeugen.

Dieses Gefühl verspüren wir auch, wenn wir unsere Hände ineinander legen. In diesem Fall hat das nichts mit abblocken oder wohl fühlen, sondern mit einem Gefühl von Angst zu tun.

3. Sich selbst wärmen. Oftmals denken wir, dass eine Person, die die Arme vor uns verschränkt, nicht mit dem was wir denken oder sagen einverstanden ist. Doch manchmal ist die einfachste Erklärung die richtige: uns ist schlichtweg kalt.

Wie können wir darauf schließen? Wenn wir unsere Arme der Kälte wegen verschränken, so ziehen wir unsere Schultern und unseren Oberkörper nach oben. Dann verschränken wir nicht nur unsere Arme, wir ziehen auch unsere Schultern zusammen und behalten diese angespannte Körperhaltung bei, um uns selbst warm zu halten.

4. Unsicherheit verstecken. Frauen, die sich unsicher fühlen und sich beschützt fühlen möchten, verschränken ihre Arme, um das nicht zu zeigen. Auch nehmen Menschen diese Körperhaltung ein, wenn sie sich von jemandem bedroht oder wegen ihm unwohl fühlen – eine Art der Abwehrhaltung.

Diese Bedeutung des Armeverschränkens ist daran zu erkennen, dass die Schultern nicht nach oben gezogen, sondern nach vorn gerichtet werden, um dem Körper eine „angriffslustigere“ Haltung zu geben.

5. Ein extremes Gefühl von Angst. Die Arme zu verschränken kann bedeuten, dass diese Person gerade ein schreckliches Gefühl von Angst durchlebt oder sich große Sorgen über etwas macht. Durch diese Körperhaltung will derjenige seine inneren Organe schützen, was gleichzeitig ein Zeichen dafür ist, dass jemand sich selbst beschützen will.

Diese Art der Umarmung wird noch von weiteren Gesten begleitet: sich ins Gesicht und an den Hals fassen, ein geschlossener Mund und einen leicht veränderten Gesichtsausdruck, der Angst signalisiert.

6. Selbstkontrolle. Oft verschränken wir unsere Arme, wenn wir verärgert oder mit etwas nicht einverstanden sind. Hiermit möchten wir uns dabei helfen, unsere Selbstbeherrschung nicht zu verlieren.

Ein typisches Beispiel für diese Art der Selbstumarmung sind kleine Kinder, wenn wir sie darum bitten, etwas zu tun, das sie nicht tun möchten. Mit dieser Geste können wir außerdem ausdrücken, dass wir mit etwas nicht einverstanden sind, ohne Worte zu benutzen. Wir Erwachsene nehmen diese Körperhaltung ein, wenn wir frustriert sind und uns in diesem Moment selbst kontrollieren wollen. Aber wir tun das nicht, weil wir uns von einer Person distanzieren oder eine Barriere aufbauen möchten.

7. Ein Gefühl von Macht vermitteln. Weißt du, wie wir nur allein mit unserer Körpersprache ein Gefühl von Macht vermitteln können? Indem wir eine Körperhaltung einnehmen, bei der wir unsere Ellenbogen nach außen drehen und unsere Arme verschränken. Diese Haltung ist ein Ausdruck von starker Persönlichkeit.

Seine Arme auf diese Art und Weise zu verschränken, bewirkt, dass man größer und kraftvoller wirkt. Du kannst es daran erkennen, dass sich die Arme mehr über dem Brustkorb, als über dem Solarplexus befinden.

8. Die Arme verschränken, um sich zu distanzieren. Diese Bedeutung ist die am weitesten verbreitete und jeder von uns denkt bei dieser Geste als erstes daran. Aber die Arme zu verschränken will nicht nur allein dieses emotionale Bedürfnis körperlich ausdrücken, sondern diese Haltung dient auch dazu, um sich einen Moment lang in einen introspektiven Zustand zu begeben. Somit bauen wir sowohl eine physische, als auch psychische Barriere zwischen uns und unserem Umfeld auf.

Die Körpersprache ist für die meisten in unserer Gesellschaft noch ein unbekanntes Pflaster. Viele Menschen kennen die Bedeutungen, die sich hinter unserer Körpersprache verbergen, nicht, und deshalb wird sie oft falsch interpretiert. Wie wir nun gesehen haben, muss beispielsweise das Arme verschränken nicht automatisch bedeuten, dass wir zwischen uns und unserem Umfeld eine Mauer aufbauen. Uns kann genauso gut kalt sein, wir möchten uns selbst umarmen oder Stress reduzieren.

Auch dürfen wir nicht vergessen, dass jedes menschliche Wesen einzigartig ist. Für uns mag diese Geste vielleicht sehr wichtig erscheinen, doch unser Gegenüber möchte bei sich damit nur ein Gefühl von Wohlbefinden erzeugen. Auch wenn wir selbst vielleicht damit ausdrücken möchten, dass wir uns distanzieren wollen, muss das nicht heißen, dass das auch in 100% der anderen Fälle so sein wird.

Hiermit möchte ich euch dazu einladen, diese doch sehr unbekannten Bedeutungen dieser Geste einmal näher zu untersuchen, um die Qualität eurer Beziehungen zu verbessern.

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