7 Dinge von denen wir glauben, dass sie uns glücklicher machen würden

· 19. Dezember 2017

Glücklich zu sein ist kein Zustand der dauerhaften Freude, den einige Privilegierte verspüren und nicht mal wissen, warum. Das Glück ist eine bewusste Haltung gegenüber dem Leben, eine Wahl, die wir treffen. Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. definierte der griechische Philosoph Aristoteles das Glück als „Konsequenz aus dem korrekten Verhalten; das Ergebnis daraus, zu wissen, wie wir unsere Möglichkeiten, unsere Bestimmungen, unsere Talente und Möglichkeiten, die uns das Leben bietet, nutzen können“.

Manchmal haben wir das Gefühl, dass glücklich zu sein von Faktoren wie dem Schicksal oder materiellen Sachen abhängt. Aber das ist nicht der Fall. Wir sollten nicht vergessen, dass selbst der größte Pechvogel sehr glücklich und der größte Glückspilz sehr unglücklich sein kann.

Geld

Wir sollten uns nicht täuschen lassen. Es gibt ein paar notwendige Situationen, in denen Geld wichtig ist. Doch sobald Tiefs überwunden sind, hat ein steigendes Einkommen wenig mit der empfundenen Zufriedenheit zu tun. Viel zu arbeiten, um eine Menge Geld zu verdienen, steigert unser Glück nicht.

Vielleicht denken wir, dass wir glücklicher sind, wenn wir ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung haben und uns nicht jeden Tag zur Arbeit zwingen müssen, vor allem wenn der Job nicht unseren Vorstellungen entspricht. Aber auch das ist nicht ganz richtig, denn die „Glücklichen“, die in der Lotterie gewonnen haben, fühlen sich nach den ersten Glücksmomenten nicht glücklicher als andere Menschen.

Viel Freizeit haben

Zu viel Freizeit und fehlende Verantwortung können eine negative Stimmung hervorrufen und diese sogar noch verschlimmern. Daher ist es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Verpflichtungen und erfreulichen Aktivitäten zu finden. Die innere Leere, Langeweile, fehlende Träume und das ausbleibende Gefühl, sich nützlich zu fühlen, führen dazu, dass wir mit unserem Leben unzufrieden sind.

Besorgte Frau

Unsere Gemütsverfassung kann mit einer Waage verglichen werden, bei der zu viele Verpflichtungen den einen Teller sinken lassen und lohnende Aktivitäten das wieder ausgleichen. Um gut gelaunt zu sein, muss es ein ausgewogenes Gleichgewicht geben.

Selbst wenn die Hauptursache unseres Unbehagens die Arbeit ist, ist es realistischer, uns Werkzeuge anzueignen und Fähigkeiten zu erlernen, um die sich auftuenden Schwierigkeiten zu überwinden, anstatt vor Situationen zu fliehen, die das Problem verursachen.

Erfolg

Es ist nicht bewiesen, dass der berufliche Erfolg dazu beiträgt, dass wir glücklicher sind. Wenn dieser plötzlich kommt, kann das dazu führen, dass wir das Gefühl bekommen, die Kontrolle über unser eigenes Leben zu verlieren, da wir nicht dazu in der Lage sind, die neuen Erfahrungen zu verdauen, sowie die eigenen Erwartungen und die anderer, die der Erfolg mit sich bringt, zu erfüllen.

Die Erwartungshaltung anderer zu erfüllen, muss nicht automatisch dazu führen, dass wir glücklicher sind. Allerdings trägt das Erreichen unserer eigentlichen Ziele zu unserem Glück bei.

Wir sollten den Erfolg genießen, der das Ergebnis unseres Wachstums dank unserer Fähigkeiten und Grundsätze ist, auch wenn andere der Meinung sind, dass wir in ihren Augen kein erfolgreicher Mensch sind. Es gibt viele Unterschiede zwischen beiden Arten, Erfolg zu definieren, und beide zu verstehen, hilft dabei, uns die erforderlichen Werkzeuge anzueignen, um den Erfolg zu erzielen, der für uns wirklich funktioniert – der persönliche und nicht übertragbare Erfolg.

Unterstützung aus dem sozialen Umfeld: Glückliche Menschen haben für gewöhnlich ein zufriedenstellenderes Sozialleben

Ein glücklicher Mensch verbringt weniger Zeit allein, pflegt gute soziale Beziehungen zu Freunden und wird von ihnen geschätzt. Aber was war zuerst da? Das Ei oder das Huhn? Mit anderen Worten: Pflegen glückliche Menschen ihr Sozialleben bewusster oder erscheinen sie attraktiver und haben deswegen mehr Freunde? In jedem Fall ist die Unterstützung aus dem sozialen Umfeld sehr wichtig.

Freunde am Strand

Ganz gleich, welche Krise wir überstehen müssen, mit einer handfesten Unterstützung aus dem sozialen Umfeld gelingt es gleich viel einfacher. Aber es ist auch wichtig zu wissen, wie man allein für sich sein kann. Zu viele soziale Aktivitäten, ohne Zeit für Hobbys und für sich selbst zu haben, können ein eindeutiges Hindernis für unser Glück sein. Auf diese Weise kann man auch vermeiden, sich mit sich selbst und dem eigenen Leben auseinanderzusetzen.

Sozialer Stellenwert

Einen höheren sozialen Stellenwert anzustreben liegt in der Natur des Menschen, aber das bringt uns kein Glück und trägt nicht dazu bei, glücklicher zu sein. Anzugträger sind keinesfalls glücklicher als Arbeiter im Blaumann, was bestätigt, dass der soziale Stellenwert im Verhältnis zum Glück irrelevant ist.

In einer mit Kindern und Jugendlichen durchgeführten Studie gaben die Befragten aus der sozialen Unterschicht an, glücklicher zu sein, und die der Oberschicht hingegen sagten, sie würden sich unglücklicher fühlen. Das Ergebnis ist genau entgegengesetzt unserer eigentlichen Vorstellung.

Unglückliche und glückliche Situationen

Viele unglückliche Situationen zu erleben, muss uns nicht daran hindern, glücklich zu sein. Unsere größten Freuden sind manchmal das Ergebnis, uns von unseren schlimmsten Ängsten befreit zu haben. In Kriegszeiten gibt es wesentlich weniger psychische Probleme.

Während des Krieges nehmen psychische Erkrankungen in der Regel ab und es gibt nur wenige psychische Probleme. Der Mensch passt sich schnell an, um zu überleben, und psychische Probleme sind ein „Luxusgut“, an das niemand denkt.

Unglückliche Frau

Das Geschlecht

Frauen erleben doppelt so viele emotionale Probleme wie Männer, aber sie verspüren auch positivere und intensivere Gefühle. Deshalb gibt es psychische Störungen, die häufiger bei Frauen auftreten als bei Männern, und umgekehrt.

Die Art und Weise, wie Frauen und Männer ihre Trauer bekämpfen, ist anders. Frauen sprechen mehr darüber, sie treten öfter an einen Psychologen heran und können im Allgemeinen eher um Hilfe bitten.

Was können wir also tun, um glücklicher zu sein?

Externe Faktoren bestimmen unser Glück gerade einmal zu 15 %. Eine der großartigen Regeln, um glücklich zu sein, ist, sich selbst und seinen eigenen Zielen treu zu bleiben, sowie einen Sinn in unsrem Leben zu finden. Beides sind Gewohnheiten, die wir erlernen können.

Es scheint also klar zu sein, dass uns weder Geld noch die soziale Stellung oder unser Status, und auch kein Erfolg oder die Anerkennung anderer glücklicher machen werden. Alles, was uns glücklicher machen kann, kommt von innen heraus und hängt davon ab, wie wir das Leben interpretieren und wie wir mit unseren Gedanken umgehen.