5 Verhaltensweisen, die das Leben schwerer machen

Wir legen uns oft selbst Steine in den Weg. Kleine Veränderungen und positive Verhaltensweisen bringen dich schneller zum Ziel.
5 Verhaltensweisen, die das Leben schwerer machen

Letzte Aktualisierung: 02. August 2021

Die Kunst des Lebens besteht darin, schwierige Situationen zu überwinden und freudige Momente zu genießen. Gute Zeiten helfen dir, deinen Zielen näherzukommen, schlechte Zeiten schenken dir Erfahrung, die dein persönliches Wachstum ermöglicht. Allerdings gibt es Verhaltensweisen, die dein Leben unnötig erschweren. Andere wiederum erleichtern dein Dasein sogar in den härtesten Lebenssituationen.

Oft bist du dir über die Verhaltensweisen, die dein Leben viel komplizierter machen, als nötig, gar nicht bewusst. Sie sehen harmlos aus, begünstigen jedoch Unwohlsein und Unzufriedenheit, sowohl in guten, als auch in schlechten Tagen.

Du solltest deshalb lernen, diese Verhaltensmuster zu identifizieren und zu ändern. Zum Teil handelt es sich um einfache Gewohnheiten, die dich fesseln und zurückhalten. Lies weiter, wir analysieren nachfolgend einige dieser negativen Verhaltensweisen.

Das größte Lebenshemmnis ist das Warten, das sich an das Morgen klammert und das Heute verliert.

Séneca

Frau denkt

1. Unrealistische Erwartungen

Die meisten von uns haben irreale Wünsche, doch das Leben führt uns zurück in die Realität, obwohl oder gerade weil wir uns manchmal bemühen, das Offensichtliche zu ignorieren. Unsere Motivation entsteht oft durch die Tatsache, dass das Leben in einer Landschaft ohne Dekoration sehr öde sein kann. Manchmal wehren wir uns auch einfach gegen die Unmöglichkeit, etwas zu erreichen, das wir uns so sehr wünschen.

Unrealistische Erwartungen sind Hoffnungen ohne Anker. Sie sind oft mit magischen Vorstellungen verbunden: Es wird passieren, ich werde es erreichen… Träume, Ehrgeiz und der Wunsch, weit zu kommen, sind sehr positiv. Negativ ist allerdings, keinen realistischen Fahrplan dafür zu haben oder diesen nicht umzusetzen. Das Ergebnis kann eine enorme Frustration sein.

2. Verhaltensweisen, die dein Leben schwer machen: der Wunsch nach Anerkennung

Der Wunsch nach Anerkennung ist eine der Verhaltensweisen, die das Leben sehr kompliziert gestalten können. Dieses Verhalten tritt auf, wenn der Wunsch besteht, es allen recht zu machen. Was auf der Prioritätenliste ganz unten steht, sind die eigenen Wünsche und Bedürfnisse.

Hinter dieser Art von Verhalten steht oft eine tiefe Unsicherheit und das Bedürfnis, zu geben, um Zuneigung zu erhalten. Beides wird nicht durch übermäßige Bereitwilligkeit gelöst, die sogar dazu führen kann, dass du deine eigene Persönlichkeit verlierst. Dieses Verhalten stößt bei anderen sogar zum Teil auf Ablehnung. Du musst lernen, dich selbst zu lieben und zu behaupten.

3. Mangelnde Selbstfürsorge

Selbstfürsorge ist ein Zeichen von Selbstliebe und Selbstverantwortung. Der Schutz der körperlichen und geistigen Gesundheit sowie des allgemeinen Wohlbefindens macht das Leben leichter. Du bist mit dir selbst im Einklang, kennst dich, kannst auf dich hören und dich weiterentwickeln.

Wenn du dich allerdings nie mit dir selbst beschäftigst, erkennst du die Signale deines Geistes und deines Körpers nicht. Deine authentischen Wesensmerkmale werden damit schwächer und dein Leben weniger interessant.

Mangelnde Selbstfürsorge trägt zur allgemeinen Verschlechterung der Lebensumstände bei.

4. Verhaltensweisen, die dein Leben erschweren: Angst

Angst ist eine der stärksten Antriebskräfte des Menschen. Sie zu erleben, verursacht großen Unmut, sich ihr zu stellen, führt jedoch zu wichtigen Veränderungen im Leben. Angst kann zu großen Taten führen, aber gleichzeitig auch zu starken Handlungsblockaden.

Begründete Angst ist unbestritten, denn sie ist eine Schutzkraft. Die aus der Ungewissheit geborene Angst sollte zur Vorsicht mahnen, aber nicht zur Untätigkeit. Andererseits ist die Angst, die aus irrationalen Vorstellungen entsteht, ein Gefühl, dem man sich stellen und das man überwinden muss. Andernfalls wird das Leben schwieriger.

Verhaltensweisen, die das Leben schwerer machen: Traurigkeit

5. Mangel an Gelassenheit

Mäßigung ist eine Tugend, die gerade in den heikelsten Momenten Bedeutung erlangt. Obwohl manche Menschen ein ruhigeres Temperament haben, ist es wahr, dass Gelassenheit auch erlernt werden kann.

Der Ausgangspunkt für dieses Maß an Selbstbeherrschung ist die Selbstkenntnis. Erstelle eine Liste mit unangenehmen Situationen, die auftreten könnten, und überlege dir, wie du reagieren könntest, noch bevor diese Momente eintreten.

Es gibt viele Situationen, in denen uns Leidenschaften oder Impulse zu Fehleinschätzungen und unangemessenen Handlungen verleiten. Außerdem leiden wir oft unnötig, weil wir nicht in der Lage sind, die inneren Stürme zu beruhigen, die wir alle irgendwann einmal erleben. Mit guten Werkzeugen für das emotionale Selbstmanagement wird alles einfacher.

Oft verfestigen sich Verhaltensweisen ganz unbewusst, machen jedoch das Leben schwerer. Wenn du dich von diesen einschränkenden Faktoren befreist, wird der Weg klarer und die Reise weniger beschwerlich.

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  • Fervenza, M. (2014). Mentalidad Antidepresiva. Kairós, 220, 20×14.