5 Schritte, um mit der Selbstsabotage aufzuhören

· 8. November 2018

Es ist nicht einfach, sich die Selbstsabotage wieder abzugewöhnen. Viele Leute geraten genau in dem Moment ins Wanken, wenn sie kurz davor sind, ihr Ziel zu erreichen. Johann Wolfgang von Goethe sagte einst, dass „die Schwierigkeiten wachsen, je näher man dem Ziele kommt.“  Aber nicht alle Schwierigkeiten kommen von außerhalb; einige stammen aus unserem tiefsten Selbst.

Du versuchst, etwas in deinem persönlichen Leben zu ändern. Vielleicht auch in deinem Beruf oder in deinem gesellschaftlichen Umfeld? Sagen wir, du entscheidest dich dazu, mit dem Rauchen aufzuhören. Eine Beförderung zu bewirken. Oder dich mit deiner Familie zu versöhnen. Egal, welches Ziel du verfolgst – wenn du für Selbstsabotage anfällig bist, dann sei auf der Hut vor Stolperfallen, die dich von deinen Vorhaben abbringen könne. Fange am besten bei dir selbst an.

Warum du zur Selbstsabotage greifst

Es ist niemals leicht, die Komfortzone zu verlassen. Es macht Angst. Du betrittst schließlich neue Wege, auf denen du noch nie gegangen bist. Du wirst zu einer Person, die du zuvor noch nie gewesen bist. Darum sabotierst du dich selbst – aus Angst.

Ein wichtiger Grund, so die Psychologin und Coachin Marta Torres Mena, ist dein Selbstverständnis, die Art und Weise, wie du dich siehst. Was denkst du darüber, wer du bist? Es mag nicht einfach sein, das Bild, das du von dir gezeichnet hast, zu verändern. Aber ganz gleich, wie es aussehen mag – wenn es dir nicht zusagt, dauert es nicht lange, bevor du zur Selbstsabotage greifst.

Dein mangelndes Selbstvertrauen und der mangelnde Glaube an dich selbst bringen dich zur Annahme, dass du nicht dazu in der Lage seist, deine Ziele zu erreichen. Wenn du dich jedoch nicht als Durchschnitt abstempelst, wenn du dich als wertvolles Individuum mit festen Überzeugungen ansiehst, dann biegst du auf die Straße Richtung Erfolg ab.

Frau steht im Getreidefeld und betrachtet sich im Spiegel

5 Schritte, um Selbstsabotage zu vermeiden

Schauen wir uns nun praktische Tipps an, um mit der Selbstsabotage aufzuhören. Wenn du dich dabei ertappen solltest, Ausreden dafür zu finden, etwas nicht zu tun – wie zum Beispiel, dass du keine Zeit hättest oder wichtigeres erledigen müsstest – ist vielleicht die Selbstsabotage am Werk. Wenn du eine sofortige Belohnung annimmst und eine langfristige aufgibst, dann schaue noch einmal genau hin! Du bist vielleicht schon mitten drin in der Selbstsabotage.

Wie Coachin Marta Torres Mena sagt, ist der erste Schritt im Kampf gegen die Selbstsabotage, sich selbst gut zu kennen. Damit kannst du ganz hervorragend schädliche Glaubenssätze auf den Punkt bringen. Dann kannst du sie angehen, etwas gegen sie zu unternehmen.

1. Sei dir sicher, dass du es schaffst

Barack Obama machte den Satz „Yes, we can!“  weltberühmt. Daraufhin haben sich andere politische und gesellschaftliche Bewegungen Obamas Slogan angeeignet. Warum? Die erste Sache, über die du dir klar sein musst, wenn du mit der Selbstsabotage aufhören willst, ist, dass deine Ziele erreichbar sind. Das heißt, du musst an dich und deine Fähigkeiten glauben.

Nur wenn du damit anfängst, negative Glaubenssätze aus deinen Gedanken zu verbannen und feststellst, dass du in der Lage bist, alles Mögliche zu tun, kannst du mit der Selbstsabotage aufzuhören. Aber denke daran: Deine Ziele sollten realistisch und vernünftig sein. Sonst siegt am Ende nur der Frust.

2. Motiviere dich

Nur motivierte Menschen stellen fest, dass sie ihre Träume wahr werden lassen können. Wenn du dir also ein Ziel setzt, denke darüber nach: Will ich das wirklich? Welche anderen Möglichkeiten habe ich? Verfüge ich über eine ausreichende Motivation, es zu tun?

Wenn du nicht weißt, wie du dir Motivation verschaffen kannst, versuche es einmal mit einem Aktionsplan. Dieser sollte kleinere Zwischenzielen beschreiben, die du auf dem Weg umsetzt, auf dem du schließlich dein Endziel erreichst. Führe Tagebuch über dein persönliches Projekt und schreibe deine Fortschritte auf. Und sprich über deine Pläne mit den Menschen, denen du vertraust. Dadurch fühlst du dich deinem Ziel auch deutlicher verpflichtet.

 

Frau im Feld

3. Sei geduldig

Nur geduldige Menschen erreichen ihre Ziele. Warum? Weil sie wissen, dass der Weg lang sein kann. Dass du Babyschritte gehen und jeden einzelnen davon genießen musst. Weiter zu beschleunigen, wenn du dein Ziel verfehlt hast, lässt dich nur mit einem Gefühl der Frustration zurück. Und verschlimmert wahrscheinlich auch noch das Bild, das du von dir selbst hast.

4. Denke daran, dass nichts leicht ist

Dieses Bewusstsein ist essenziell: Nichts, das von Wert ist, ist leicht.  Deshalb musst du auf jede Herausforderung, jeden Rückschlag vorbereitet sein, der deines Weges kommt. Bist du bereit, einem jeglichen Problem mit einer positiven und konstruktiven Grundhaltung zu begegnen?

5. Vergiss nicht, das der Schlüssel in der Balance liegt

Ganz wichtig ist das Thema Stabilität, wenn du dir deine Selbstsabotage abgewöhnen willst. Wenn du in allen drei Bereichen – Körper, Geist und Gefühl – Stabilität erreichst, dann hast du die Ausdauer, die du brauchst, um dein Leben zu leben.

Gehe diese fünf Schritte und du begib dich auf den richtigen Weg. Dann wird die Selbstsabotage bald ein fernes Echo der Vergangenheit sein. Die Wahrheit ist, sobald du ein gutes Selbstbild hast, wird das Ganze gar nicht mehr so schwer erscheinen. Mit Geduld, Ausdauer und Entschlossenheit wird es kein Hindernis geben, das dich aufhalten könnte.

„Wird es offensichtlich, dass deine Ziele nicht erreicht werden können, solltest du nicht die Ziele korrigieren, sondern deine Einstellung und dein Verhalten.“

Konfuzius