5 meditative Visualisierungsübungen

30. Januar 2019

Wenn wir unserem Geist eine Pause gönnen, hat das unzählige Vorteile für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Es ermöglicht uns, unser inneres Gleichgewicht wiederzuerlangen, indem wir auf uns selbst hören. Denn wir finden so Harmonie zwischen Körper und Seele. Was wäre, wenn wir diese Vorteile durch unsere Vorstellungskraft nutzen könnten? Genau dabei helfen uns meditative Visualisierungsübungen. Dies ist eine kreative Art, mentale Übungen auszuführen und unser Wohlbefinden zu steigern.

Die Imagination beschreibt das Schaffen von und das Eintauchen in eine Welt, die wir noch nie zuvor betreten haben. Dabei überschreiten wir unsere Grenzen. Dank der Kraft unserer Vorstellung können wir unsere eigene Realität gestalten und deshalb ist die Verwendung von meditativen Visualisierungsübungen so vorteilhaft. Tatsächlich wird diese Technik von vielen Profis verwendet, von Athleten über Künstler bis hin zu Geschäftsleuten, um ihre Ziele zu erreichen.

„Balance. Das ultimative Ziel.“

Ricky Lankford

Meditative Visualisierungsübungen, um Angst zu verringern

Visualisierung ist eine Technik, mit der wir Angst lindern können. Kurz gesagt, sie ist ein Werkzeug, mit dem wir uns entspannen können, indem wir körperliche Erregung und Reizempfinden mindern können, wenn wir nervös sind.

Eine Frau genießt die Sonnenstrahlen und hat ihre Augen dabei geschlossen.

Die folgenden meditative Visualisierungsübungen ermöglichen es uns, zur Ruhe zu kommen und das Gefühl des Friedens zu empfinden, das uns manchmal fehlt. Darüber hinaus helfen sie uns, neuen Herausforderungen, Möglichkeiten, Empfindungen und zukünftiger Freude gegenüber aufgeschlossener zu sein.

Das Erste, was wir tun sollten, ist, einen komfortablen Ort aufsuchen, an dem wir uns ruhig fühlen und zur inneren Balance kommen können. Sobald wir diesen Zufluchtsort gefunden haben, atmen wir tief durch die Nase ein und langsam durch den Mund wieder aus. Führen wir dann eine der folgenden Übungen aus:

Farben

Farben können unsere Empfindungen, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen repräsentieren. Wenn wir uns also vorstellen, dass unser Körper voller Licht sei, dann ist dies eine gute Möglichkeit, Einfluss auf unsere Emotionen zu nehmen.

Diese Übung besteht darin, tief einzuatmen und uns vorzustellen, dass wir von einem Licht umgeben seien, das seine Farbe ändere. Dabei sollten wir uns auf jene Empfindungen konzentrieren, die entstehen, wenn wir uns unseren Körper in unterschiedlichen Farben vorstellen. Was fühlen wir mit jeder Farbe? Stellen wir uns vor, wir sind von Grün umgeben, und wir befinden uns in vollkommener Harmonie. Oder von Blau …

Knoten lösen

Wir kommen oft von der Arbeit nach Hause und haben das Gefühl, dass uns alles wehtue. Um unsere Schmerzen zu lindern, können wir diese meditative Visualisierungsübung anwenden: uns auf den Boden setzen oder legen und uns auf die angespannten Muskeln konzentrieren.

Stellen wir uns vor, wir haben einen Knoten, der uns in unseren Bewegungen einschränkt. Aber durch Einsatz unseres Verstandes können wir ihn lösen. Fokussieren wir uns auf jeden Abschnitt des Knotens, während wir tief durchatmen. Visualisieren wir, wie sich der Knoten lockert. Langsam lösen sich die Fasern auf, bis sich der Knoten vollständig gelöst hat.

Wir können diese Übung beliebig wiederholen, um Anspannungen in unseren Muskeln zu lösen.

Aktives Erinnern

Wir hatten einen anstrengenden Tag, an dem viel passiert ist. Diese Übung kann uns helfen, danach zur Ruhe zu kommen. Schließen wir unsere Augen, atmen wir tief ein und kehren wir zum Beginn unseres Tages zurück. Stellen wir uns vor, wie wir geschlafen haben, was wir zum Frühstück gegessen haben, wie wir unsere Familie begrüßt haben.

Wenn wir uns an jeden Moment so aktiv wie möglich erinnert haben, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf mögliche schmerzhafte Momente, um unseren Geist zu helfen, sie loszulassen. Konzentrieren wir uns danach auf den gegenwärtigen Moment, auf das Hier und Jetzt.

Ein Mädchen lächelt, während sie an einer Pusteblume riecht.

Blasen

Diese meditative Visualisierungsübung ist eine der umfassendsten, da sie zwei Sinne miteinander verbindet: Sehen und Hören. Stellen wir uns vor, wir befinden uns an einem ruhigen, einsamen und dunklen Ort. An diesem Ort seien wir von einem Gefühl der Ruhe umgeben.

Nach einer Weile hören wir einen leichten und angenehmen Ton, das Geräusch einer kleine Blase, die direkt neben uns aufgetaucht war und zerplatzt ist. Gleich danach hören wir zu unserer Linken eine weitere Blase bersten. Dann noch eine über unserem Kopf …

Mit der gleichen Intensität und Feinheit platzen Blasen nach und nach um uns herum. Das wird dazu führen, dass wir uns immer entspannter fühlen.

Dem Unbekannten begegnen

Was liegt jenseits unseres Wissens? Wie wird unsere Zukunft aussehen? Was gestaltet sich uns unser Leben in einigen Jahren? Diese Ungewissheit zu bewältigen kann einfacher sein, wenn wir uns vorstellen, wir seien in einem dunklen, geschlossenen Raum in einem Wald.

Draußen weht der Wind und es ziehen hungrige Tiere durch den Wald. Der nächste Schritt ist, unsere Augen zu schließen, und uns auf die Gefühle zu konzentrieren, die wir empfinden. Angst? Furcht? Betrachten wir diese Gefühle für einen Moment und lassen wir sie dann langsam los.

Stellen wir uns jetzt eine Tür vor, die uns einen Weg aus dem dunklen Raum weist. Wir rennen darauf zu und finden uns plötzlich im Wald wieder. Welche Gefühle haben wir jetzt? Nachdem wir diese identifiziert haben, können wir einen Pfad sehen, der sich vor uns öffnet. Wir beschließen, diesen Weg zu gehen und zu fliehen. Allmählich fühlen wir uns weniger angespannt. Wir fühlen uns sicher und ruhig. Das Einzige, was wir noch tun müssen, ist, dieses Gefühl zu genießen und eins damit zu werden.

Weg in einem Wald

Wir können diese einfachen meditativen Visualisierungsübungen jederzeit und überall durchführen. Wir müssen uns nur konzentrieren und unsere kreativen Fähigkeiten entwickeln, um die Entspannung zu finden, die wir sooft brauchen.