5 interessante Methoden, um dein Gedächtnis zu optimieren

· 24. Dezember 2016

Das Gedächtnis ist faszinierend. Jene Mechanismen, die Erinnerungen auslösen oder dazu führen, dass wir uns erinnern oder Dinge erlernen, sind unberechenbar und können manchmal nicht begründet werden. Vergesslichkeit kann uns hier und da Schwierigkeiten bereiten. Einige von uns versuchen, diese Neigung zur Vergesslichkeit zu überlisten, indem sie unterschiedlichste Hilfsmittel anwenden.

Hast du dir jemals einen Alarm am Telefon eingestellt, um dich an etwas zu erinnern, was du erledigen sollst oder Notizzettel geschrieben, sodass du es ja nicht vergisst? Wir verwenden verschiedene Strategien, um uns zu erinnern und um uns Dinge zu merken, auch wenn sie möglicherweise zusammenhanglos zu dem erscheinen, das wir versuchen, in unser Gedächtnis zu rufen.

Sonderbarerweise können bereits kleine Gesten äußerst hilfreich sein, um das Gedächtnis zu stimulieren und zu verbessern.

Ein kurzes Nickerchen machen

Die Forschung sagt, dass ein kurzes Schläfchen sehr effektiv sein kann, um das Gedächtnis anzuregen. Eine Studie belegt, dass jene Teilnehmer, die ein 45-60 minütiges Nickerchen vor einer Gedächtnisaufgabe hielten, eine signifikant bessere Leistung zeigten.

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Viele Studien bekräftigen auch, dass Schlaf für die Abläufe im Gedächtnis eine wesentliche Rolle spielt. Während des Schlafes werden Erinnerungen konsolidiert und das Gehirn sozusagen gereinigt.

Forscher haben ebenfalls entdeckt, dass der Schlaf direkt nach dem Wissenserwerb das Gedächtnis beeinflusst.

Die Augen von einer Seite zur anderen bewegen

Die Augen von einer Seite zur anderen zu bewegen, wird das Gedächtnis anregen, wenn du etwas lernen möchtest. Obwohl die Ursachen dafür nicht völlig klar sind, legen Forscher nahe, dass horizontale Augenbewegungen beide Hemisphären des Gehirns aktivieren und verbinden.

In einer Studie konnten Forscher belegen, dass jene Teilnehmer, die jeden Morgen für 30 Sekunden ihre Augen von Seite zu Seite bewegten, ihre Aufgaben um durchschnittlich 10% besser bewältigten als die Kontrollgruppe. Sie haben ebenfalls berichtet, dass diese bilateralen Augenbewegungen falsche Erinnerungen in den Gedächtnisaufgaben um 15% reduzierten.

Fäuste ballen

Das Zusammenballen der Fäuste kann dir dazu verhelfen, dein Gedächtnis verstärkt zu kontrollieren. Eine Studie zeigte, dass jene Personen, die folgenden Vorgang anwendeten, neu Erlerntes wirksamer in das Gedächtnis einprägen konnten: Bevor die Teilnehmer etwas Neues lernten, spannten sie die Faust ihrer dominanten Seite an. Sie ballten die andere Hand zur Faust, während sie den neuen Input im Gedächtnis abriefen.

Begründungen für diese Wirkung konnten bislang nicht gänzlich dargelegt werden, dennoch gehen Forscher davon aus, dass das Zusammenballen der Fäuste die Gehirnbereiche hinsichtlich Gedächtnis und Erinnerungsabruf aktiviert.

Kaugummi kauen

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Kaugummi kauen ist ein kleiner Trick, der deinem Gedächtnis einen bedeutsamen Auftrieb verschaffen kann. In einer Studie konnten Forscher darlegen, dass jene Teilnehmer, die während eines Erinnerungs- und Aufmerksamkeitstests Kaugummi kauten, beinahe ein um 25% höheres Testergebnis erzielten als jene, die keinen Kaugummi kauten. Darüber hinaus hat eine weitere Studie gezeigt, dass das Kaugummi kauen unmittelbar vor einem Test den Teilnehmern verhalf, sich um bis zu 50% besser zu erinnern als jene, die dies nicht taten.

Dieses Phänomen ist nicht erklärbar. Forscher spekulieren, dass durch das Kauen des Kaugummis der Sauerstoffgehalt im Hippocampus, ein Gehirnbereich der zur Erinnerung und Erhaltung der Aufmerksamkeit gebraucht wird, erhöht werden kann.

Musik hören

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Die Forschung erkannte, dass bestimmte Musikrichtungen besonders nützlich sein können, um Erinnerungen im Gedächtnis abzurufen. Die Information, die du aufnimmst, während du einem Lied lauschst, kannst du leichter wieder abrufen, indem du an das Lied denkst oder es in deinem Kopf „abspielst“.

Professor und Forscher Antonio Matas Terron, von der Universität in Málaga (Spanien), weist darauf hin, dass Musik die Schulleistung fördern kann, selbstverständlich abhängig von Tempo, Musikstil und Musiklautstärke. Matas Terron zufolge bedingt der musikalische Rhythmus eine Veränderung des Zeitgefühls.

Ferner ist es wichtig, keine Musik mit Text zu verwenden, denn letzterer kann für die Aufmerksamkeit kontraproduktiv sein. Des Weiteren sollte die Musik lediglich in Einheiten von 20 Minuten gehört werden, da die Aufmerksamkeit nach dieser Zeitdauer abnimmt.