5 Filme, von denen du etwas über dich selbst lernst

30. Dezember 2016 en Filme 0 Geteilt

Der großartige Schriftsteller und Dramatiker Arthur Miller versichert, dass das Theater nicht verloren geht, denn es ist die einzige Kunstrichtung, in welcher sich die Menschheit selbst konfrontiert. Gibt es etwas Schöneres als Filme zu genießen, von denen man etwas über sich selbst lernen kann, das man zuvor nicht wusste?

Film, Theater und jede Art von darstellender Kunst kann unterhalten, kann dich aber auch zum Nachdenken anregen und Emotionen aufleben lassen. Sie bringt dich zum Lachen, Weinen, Erzittern, Fürchten … Kurz gesagt, sie lässt dich ein komplettes Spektrum an Emotionen fühlen.

Nun, du kannst Filme als bloße Unterhaltung durch dein Leben ziehen lassen, um eine gute Zeit zu verbringen. Du kannst sie aber auch in deinen Geist, dein Herz, deine Gefühle und deine Emotionen eindringen lassen. Dann lernst du möglicherweise etwas Neues über dich selbst, was dir zuvor nicht bewusst war.

Filme, die dir etwas über dich selbst beibringen

Menschen erleben eine Reihe von Emotionen, wenn sie einen Film anschauen. Autoren wie Jean Mitry oder Andrei Tarkovsky haben hervorragende Arbeiten über die Bedeutung des Films und seine Wirkung auf die Menschen verfasst.

Wenn du dir einen Film ansiehst, kommen deine Emotionen entsprechend deiner Stimmung an die Oberfläche. Liebe, Wut oder Traurigkeit können jederzeit aufkommen, genauso wie Gefühle der Freundschaft oder das Verlangen nach Veränderung und Verbesserung. Es gibt unzählige mentale Auswirkungen, die als Folge auftreten können.

„Der Film ist ein gemalter Spiegel.“

Ettore Scola

Pretty Woman  und Liebe

Gehörst du zu jenen Menschen, die glauben, sie seien unfähig, Liebe zu finden? Vielleicht dachte Edward Lewis, meisterhaft von Richard Gere gespielt, genau das Gleiche. Und als er es am wenigsten erwartete und wo er es am wenigsten vermutete, traf er Vivian Ward, gespielt von Julia Roberts.

Mit Pretty Woman  wurde eine Art Märchen geschaffen, welches nicht real oder realistisch sein musste. Gleichwohl ist die Thematik ‚unwahrscheinliche Liebe‘ während des gesamten Films präsent. Er unterstreicht eine wertvolle Lektion, die wir alle kennen, aber manchmal vergessen.

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Ein ganz normaler Tag  und Wut

Glaubst du, dass du eine ruhige und gelassene Person bist? Fällt es dir schwer, aus deinem Schneckenhaus herauszukommen? Hast du je über deine Grenzen nachgedacht? Wie weit würdest du wohl an einem schlechten Tag gehen? Ein ganz normaler Tag  ist eine erstklassige Reflexion über die Gefahren von Wut.

Vielleicht betrachtest du dich selbst nicht als eine wütende oder rachsüchtige Person. Wenn wir jedoch an unsere Grenzen stoßen, kommt es schon mal vor, dass wir „explodieren“. „D-Fens“ Foster, dargestellt von Michael Douglas, machte auch den Anschein, ein ziemlich ausgewogener Mann zu sein, bis bestimmte Umstände ihn explodieren ließen. Glaubst du, ein kleiner Teil davon könnte auch in dir stecken?

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Der Pianist  und Traurigkeit

Bist du ein glücklicher Mensch? Glaubst du daran, dass du niemals deine gute Laune verlieren wirst, egal was kommen mag? Ist dein Leben voller Freude und vollkommen und nichts kann das ändern? Womöglich dachte Wladyslaw Szpilman in Der Pianist  genau dasselbe, aber die Umstände haben seine Hoffnungen und Überzeugungen untergraben.

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Adrien Brody spielt einen talentierten jüdischen Pianisten, der dabei zusehen muss, wie sein Leben aufgrund Hitlers Ambitionen nach Herrlichkeit und Wahnsinn, zerstört werden. Traurigkeit hat ihn ergriffen, als er alles verlor, was er besaß. Dieser Film liefert eine wertvolle Lektion über das Leben, die uns daran erinnert, wie sensibel und zerbrechlich wir sind.

Freedom Writers  und das Überwinden von Hindernissen

So zerbrechlich wie wir sind, sind wir auch in der Lage, das Beste von uns zu geben. Du könntest mit Hilfe dieses Films etwas über dich selbst lernen, mit Hilfe dieses grandiosen Films, in dem Hillary Swank die Lehrerin Erin Gruwell spielt, eine Frau mit einem starken Willen, zu kämpfen.

Auf einer wahren Begebenheit beruhend, erzählt dieser Film die Geschichte von einer Frau, die Angst, Gewalt und Missverständnisse überwindet, um ihre Schüler mit wirkungsvollen Waffen zum Kampf auszurüsten: Bücher, Freiheit und Bildung. Dieses Beispiel zeigt, dass wir alle in der Lage sind, unser Bestes zu geben, wenn wir wollen und einen Weg zu finden wissen, wie.

Million Dollar Baby  und Freundschaft

Vielleicht denkst du, dass Freundschaft eine Schwäche ist. Wenn du niemandem nahe bist, kann dich auch niemand verletzen. Nichtsdestotrotz, wenn du es am wenigsten erwartest, triffst du möglicherweise jemanden, der dein Leben völlig verändern wird. Wenn du nicht glaubst, dass das geschehen kann, frag doch Frankie Dunn, den pensionierten Boxer, gekonnt gespielt vom großartigen Clint Eastwood in Million Dollar Baby.

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Diese Geschichte erzählt von einer tiefen Freundschaft, die sich zwischen einem altgedienten Sportler und der jungen Maggie Fitzgerald, gespielt von Hillary Swank, entwickelt. Diese Verbindung wird so bedeutend und stark, dass beide Menschen wahrhaftig zusammenwachsen. Glaubst du, das könnte dir passieren?

„Ein guter Wein ist wie ein guter Film: Er währt nur einen Augenblick, hinterlässt einen Geschmack von Herrlichkeit und wird mit jedem Schluck neu geboren.“

Federico Fellini

Obwohl die Filme zum größten Teil fiktiv sind, kannst du von jedem von ihnen etwas über dich selbst lernen. Der Prozess der Selbsterkenntnis dauert ein Leben lang an, somit ist es nie zu spät, etwas Neues über dich selbst zu erfahren. Ein Film, ein Song, ein Buch, ein Gespräch … der Auslöser ist nicht so wichtig wie die Lektion, die man lernt.

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