5 Erkenntnisse des Dalai Lama zum Nachdenken

5. Januar 2016 en Psychologie 526 Geteilt

„Denke daran, dass etwas, was du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.“

Dalai Lama

Die Gesellschaft bringt uns bei, dass Glückseligkeit nicht nur schwer zu erlangen, sondern auch  – sollten wir es schaffen sie zu empfinden – von viel zu kurzer Dauer ist. Uns wurde ein Verständnis für das Leben und unser Glück eingetrichtert, das uns gleichmütig macht. Wir warten darauf, dass das Glück uns irgendwann findet, da wir glauben, dass wir sowieso nicht ohne Weiteres glücklich sein können.

Einer der kompliziertesten Aspekte im Lernprozess zur Glückseligkeit ist der, dass uns nicht beigebracht wird, wie man Glück erkennt und als solches wertschätzt. Hierbei begeben wir uns in eine Endlosschleife, in der wir immer wieder frustriert sind, ohne unsere innere und existenzielle Vielfältigkeit überhaupt anzutasten.

Dank der Positiven Psychologie und der uralten Philosophien des Buddhismus, können wir das für den Menschen unentbehrliche Gefühl der Glückseligkeit als etwas Greifbares und Mögliches in unserem Leben wahrnehmen.

Um sich persönlich zu entwickeln und zu erweitern, nehmen wir uns heute ein Beispiel an einer der Philosophien, die dem Empfinden der Vielfältigkeit und des inneren Friedens am nächsten kommt und präsentieren euch 5 Erkenntnisse des Dalai Lama.

– Der Sinn des Lebens besteht darin, glücklich zu sein.

Ihr werdet uns zustimmen, dass es das primäre Ziel des Menschen ist, sein materielles Vermögen auszubauen, statt seinen spirituellen Besitz zu erweitern. Es scheint, als sei ersteres unerlässlich und dringlich, letzteres hingegen wird mit Müßiggang vollbracht, in den meisten Fällen aber dann doch eher auf morgen verschoben.

Wenn wir unser Leben darauf beschränken, auf diese Art und Weise zu fühlen und die Welt zu verstehen, ist es leicht, nur danach zu streben unsere Reichtümer anzuhäufen. Wir suchen nach materieller Sicherheit, die aber niemals real werden kann, da wir uns immer wieder irgendeine weitere hypothetische Situation vorstellen können, in der wir noch mehr Geld brauchen.

Dennoch kann diese Erkenntnis des Dalai Lama dazu beitragen, unseren Geist zu öffnen und uns die Möglichkeit bieten, unsere Existenz und unsere Ziele so zu verstehen, wie wir es vorher nicht konnten, weil es uns anders beigebracht wurde.

– Möchtest du, dass andere glücklich sind, übe dich in Mitgefühl. Möchtest du glücklich sein, übe dich in Mitgefühl.

Eine der schwersten Regeln des Lebens bildet gleichzeitig den Eckpfeiler der Freude an uns selbst und an anderen: das Ausüben von Mitgefühl. Eine mitfühlende Person zu sein bedeutet, alles Mögliche zu tun, um das Leid der Anderen und demnach sein eigenes zu lindern.

Mitgefühl entsteht durch Verständnis, Akzeptanz und Veränderung. Dank dieser Überlegung des Dalai Lama fällt es uns leichter zu verstehen, dass ein mitfühlendes Verhalten, uns selbst und auch unseren Mitmenschen gegenüber, dazu verhelfen könnte, Glückseligkeit zu erlangen.

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Wenn wir eine Tragödie erleiden, haben wir zwei Möglichkeiten: entweder wir verlieren die Hoffnung und entwickeln selbstzerstörerische Gewohnheiten, oder wir nutzen die Herausforderung um innere Stärke zu entwickeln.

Oftmals umgeben wir uns mit Menschen, die dazu neigen, in Selbstmitleid zu versinken: sie scheinen ein Leben voller Misserfolge zu haben, beschweren sich kontinuierlich und scheinen keine Möglichkeiten im Leben zu haben.

Sie nehmen nicht wahr, dass sie sich immer wieder an ihre Vergangenheit klammern und nutzen diese als Entschuldigung, sich selbst im Weg zu stehen und in Gegenwart und Zukunft nicht voranzukommen. Natürlich macht jede Person andere Lebenserfahrungen, aber wenn wir uns selbst an die Vergangenheit ketten und unsere Tage damit verschwenden, darüber nachzudenken, was wir getan haben, oder was wir hätten verwirklichen können, dann können wir das hier und jetzt nicht bewusst erleben.

Die Gegenwart ist entscheidend, um sich weiterhin in jeglicher Hinsicht zu verbessern, um zu wachsen und Glückseligkeit erlangen zu können.

Durch einen ausgeglichenen Geisteszustand erlangen wir körperliches und geistiges Glück.

Wenn wir fähig sind, unseren Geist zu dominieren, können wir auch dazu fähig sein, glücklich zu sein. Warum? All unsere Gedanken und Ängste, die uns daran hindern, Dinge zu vollbringen, die uns der Glückseligkeit näher bringen, wurzeln in unserem Geist. Wenn wir es schaffen, unseren Geist harmonisch und gelassen zu halten, könnten wir unsere Energien umkehren und ohne Probleme den besten Weg finden, innere Konflikte zu lösen und auf gesunde und ausgeglichene Art und Weise zu überwinden.

Wenn wir mit einem unkontrollierbaren Geist leben, rufen wir Probleme und Hürden hervor, die gar nicht existieren und die es uns schwer machen, unser Glück zu finden.

Der Großteil unserer Probleme hat seinen Ursprung in der Verbundenheit zu Dingen, von denen wir irrtümlicherweise dachten, dass sie von Dauer seien.

Der Verzicht stellt einen der wichtigsten Hauptprinzipien des Buddhismus dar. Oftmals basiert unser Leid auf der Zuneigung zu materiellen Dingen, bestimmten Situationen oder Personen.

In unserem Inneren entsteht dann eine Verbundenheit, von der wir glauben, dass wir leiden und uns schlecht fühlen, wenn wir sie verlieren. Für den Buddhismus bedeutet Verzicht, keine Notwendigkeit nach einer emotionalen Verbindung zu verspüren, in der das Glück nicht von der Güte anderer Menschen, sondern von unseren Besitztümern abhängt. 

Den Dingen für den Anfang ihren Lauf zu lassen ist eines der besten Übungswerkzeuge, wenn es dir in einem bestimmten Moment schwer fällt einfach loszulassen.

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