4 Techniken gegen Prokrastination

· 16. Dezember 2018

Wenn die Worten von Kamal Ravikant reflektieren, der einst sagte: „Die Last, die ich trage, besteht aus meinen Gedanken. Sie sind meine einzige Last. Meine Gedanken bestimmen, ob ich frei und leicht oder schwer und gefangen bin“, erkennen wir, dass die Prokrastination, also das Aufschieben von Aufgaben, weitgehend von der Art und Weise bestimmt wird, was wir von einer Situation denken und wie wir sie angehen.

Wir Menschen neigen dazu, das Erledigen jener Aufgaben aufzuschieben, die wir für langweilig halten, die wir nicht mögen, die Stress erzeugen oder von denen wir sogar glauben, dass wir nicht dazu in der Lage seien, sie zu erledigen. Dieses Verhalten wird als Prokrastination bezeichnet und ist eine allgemeine Verhaltensweise, die wir alle irgendwann einmal an den Tag legen.

Aber in Wahrheit steckt dahinter ein Akt der Selbstsabotage. Denn abgesehen davon, dass wir eine unvermeidliche Aufgabe aufschieben, fühlen wir uns dazu auch noch schlecht wegen unserer Handlungsweise und hindern uns selbst daran, andere Aktivität, die uns eigentlich Spaß machen, in vollen Zügen zu genießen. Deshalb sollten wir unsere Denk- und Handlungsweise ändern. Und deswegen möchten wir dir in diesem Artikel ein paar Techniken gegen Prokrastination vorstellen.

„Unsere Gedanken formen uns und deshalb werden wir zu dem, was wir denken.“

Buddha

Erschöpfte Frau an ihrem Schreibtisch

Welche Techniken gegen Prokrastination sind hilfreich?

Umdenken: Eine Aufgabe nicht länger als Verpflichtung, sondern als Vergnügen betrachten

Vielleicht sehen wir unsere Arbeit als eine lästige Verpflichtung an und bestärken uns selbst noch in diesem Glauben. Vielleicht glauben wir, dass wir anstatt dessen etwas viel Schöneres tun könnten. Diese Denkweise kann zu einer regelrechten Tortur für uns werden. Sie führt dazu, dass wir die Arbeit mit einer unangenehmen Erfahrung verbinden, von der wir uns distanzieren wollen.

Das Ergebnis ist, dass wir immer wieder Aufgaben aufschieben, weil wir uns nicht dazu bereit fühlen und das Gefühl haben, eine Last mit uns herumzutragen. Das erzeugt Angst, Nervosität, Frustration und untergräbt unser Selbstwertgefühl.

Warum ignorieren wir nicht einfach das Negative, und zwar so, wie wir auch das Positive ignorieren? Warum schenken wir dem Positiven nicht genauso viel Aufmerksamkeit wie dem Negativen? Das ist kein einfaches Unterfangen, besonders dann nicht, wenn unser Blick schon seit einiger Zeit getrübt ist. Es geht darum, herauszufinden, was uns an unserer Arbeit am besten gefällt, die Bedeutung unserer Arbeit zu erkennen, neue Wege zu finden, um Aufgaben zu erfüllen, die wir am meisten mögen etc.

Aufgaben richtig durchstrukturieren

Versagensängste, persönliche Zweifel, ein geringes Selbstwertgefühl, Angst usw. sind psychologische Faktoren, die uns dazu bringen, etwas aufzuschieben. Wenn wir Ziele erreichen, wird unser Selbstvertrauen dadurch zunehmen und wir werden uns besser dazu in der Lage fühlen, die Aufgaben zu bewältigen, die uns am meisten Anstrengungen kosten.

Daher ist eine effektive Technik gegen Prokrastination, sich ein Ziel zu setzen, das nicht zu viel Aufwand erfordert, um dieses zu erreichen. Anstatt beispielsweise 10 Kilo verlieren zu wollen, ist es besser, unsere Essgewohnheiten schrittweise zu ändern. Wir können damit beginnen, mehr Obst und weniger Backwaren zu essen und am Monatsende vielleicht 2 Kilo weniger auf die Waage bringen zu wollen.

Eine progressive und realistische Zielsetzung ist der Schlüssel zur Bekämpfung der Prokrastination.

Der Ort, an dem wir unsere Aufgaben erledigen, sollte ein Wohlfühlort sein

Der Ort, an dem wir arbeiten oder Aufgaben nachgehen, die uns schwerfallen, spielt eine grundlegende Rolle. Je besser wir uns dort fühlen, desto weniger Zeit vergeuden wir. Gestalte und verändere daher deine Umgebung, um diese ungeliebten Aufgaben an einem Ort zu erledigen, an dem du gern bist, an dem du dich wohlfühlst! Mache sie zu einem Ort der Ruhe, der Inspiration und Konzentration. Mit deinen Lieblingsfarben, Pflanzen, bequemen Möbeln, Bildern, ohne unnötigen Firlefanz. Einen Ort, den du ordentlich hältst, der gut beleuchtet und belüftet ist … Alles hilft, was dir gefällt.

Wenn du dich wohlfühlst, wirst du deinen Aufgaben lieber nachgehen wollen. Und natürlich solltest du Ablenkungen vermeiden, die dich daran hindern, dich zu konzentrieren. Internet, Geräusche, Handy, soziale Netzwerke, etc. sind Faktoren, die dich von deinem Ziel abbringen. Belohne dich anstatt dessen lieber nach getaner Arbeit damit.

„Stress entsteht durch die Art und Weise, wie du dich mit Ereignissen oder Situationen verbindest.“

Chris Prentiss

Laptop steht auf einem aufgeräumten Schreibtisch

Auf unseren Körper achtgeben

Genug Schlaf, Sport treiben und sich gesund ernähren sind drei Grundpfeiler, auf denen ein Großteil unserer Gesundheit basiert. Wenn wir auf uns achtgeben, wird uns das mehr Energie geben, wir fühlen uns besser, sind weniger anfällig für Stress und emotional ausgeglichener, weil die Grundlage dafür gefestigter ist.

Unsere Denkweise zu ändern, ist mit diesen vier Techniken gegen Prokrastination möglich. Du wirst dich so viel besser und erfüllter fühlen. Du kannst es schaffen!