3 Schlüsselfaktoren, um zu lernen, sich selbst zu schätzen

13. August 2018 en Psychologie 0 Geteilt
Lernen, sich selbst zu schätzen - Frau schaut eine kleine Glasflasche an

Du hast bestimmt schon tausendmal gehört, dass es wichtig sei, zu lernen, sich selbst zu schätzen. Wenn deine Lebensumstände günstig waren, dann ist es für dich wahrscheinlich kein Problem, dir diesen Selbstwert zuzuschreiben oder zu verstehen, wie sich das in der Praxis zeigt. Falls du aber Erfahrungen gemacht hast, die dich an deinem Selbstwert haben zweifeln lassen, weißt du vielleicht nicht, was du tun musst, um dich selbst wieder schätzen zu können.

Zu lernen, sich selbst zu schätzen, bedeutet, einen Weg zu finden, um den Gedanken zu fassen, anzunehmen und zu verinnerlichen, dass du ein Mensch bist, der genauso viel wert ist wie jeder andere Mensch. Dass niemand mehr wert ist als du und dass du genauso wie jeder andere dazu in der Lage bist, das zu erreichen, was du dir vornimmst. Auch dass du keine Techniken und Strategien brauchst, um dich zu verstecken, zu verteidigen oder deinen Mitmenschen die Stirn zu bieten, um deinen eigenen Wert zu wahren.

„Du, so wie jeder andere Mensch im Universum, verdienst deine Liebe und Zuneigung.“

Buddha

Es ist nicht einfach, aus einem schlechten Selbstwertgefühl ein gutes Selbstwertgefühl zu machen. Es braucht Zeit, Mühe und Geduld. Die gute Nachricht ist, dass es möglich ist. Es ist keinesfalls so, dass man an einen Punkt gelangen kann, an dem man sich mit dem, was man ist und war, vollkommen zufrieden gibt. Man hat auch nicht irgendwann ein Niveau erreicht, auf dem man keine Zweifel mehr hat. Es geht darum, einige Aspekte wiederherzustellen, damit der mangelnde Selbstwert nicht unser Leben einschränkt. Deshalb möchten wir uns nachfolgend drei Schlüsselfaktoren anschauen, um zu lernen, sich selbst zu schätzen.

Tipps, um zu lernen, sich selbst zu schätzen

1. Sei du selbst

Der Satz Sei du selbst!  ist in keinster Weise eigenartig. Aber wie stellen wir das an? Wie können wir uns mit unserem Inneren verbinden, um uns so zu zeigen, wie wir sind? Wir möchten dir weder ein Geheimrezept mit auf den Weg geben, noch falschen Optimismus erzeugen. Man selbst zu sein ist in Wahrheit nicht einfach, vor allem wenn man Erfahrungen gemacht hat, bei denen die einzige Möglichkeit, zu überleben, darin bestand, nicht man selbst zu sein. Sehr einschränkende Umfelder wollen genau das erreichen: Sie wollen mit unserem Willen brechen, wir selbst zu sein.

Mann mit Bart bei Sonnenuntergang

Wenn man beispielsweise in einem zu kritischen Umfeld aufgewachsen ist oder lange von einem solchen umgeben war, fällt es nicht leicht, Selbstvertrauen zu entwickeln, und natürlich auch nicht, zu lernen, sich selbst zu schätzen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Du bist davon überzeugt, dass das, was du bist, nichts oder wenig wert wäre. Deshalb willst du dein wahres Wesen verneinen oder minimieren.

Die einzige Möglichkeit, damit zu beginnen, man selbst zu sein, besteht darin, authentisch zu sein. Anders gesagt hilft es sehr, nicht allzu lange nachzudenken, bevor man handelt oder spricht. Du bist bereits darauf programmiert, etwas lieber nicht zu tun oder nicht zu sagen. Das bedeutet, dass du dieser kleinen Stimme nicht Folge leisten sollst. Dass du das Risiko eingehen sollst, einfach zu handeln, ohne vorher bis ins kleinste Detail geplant zu haben, was als nächstes kommt. Dass du dich beim Sprechen von all dem treiben lassen sollst, was dir nach und nach in den Kopf kommt. Fange mit einfachen Situationen an und gehe Schritt für Schritt zu schwierigeren über. Du erreichst nichts, wenn du in einer Sache nicht beständig bist.

2. Stelle dich Ängsten und vor allem der Angst davor, zu versagen

Eine Niederlage ist ein überdimensioniertes Konzept, besonders bei Menschen, die nicht wissen, wie sie lernen sollen, sich selbst zu schätzen. Wenn wir uns das einmal genauer ansehen, fällt uns auf, dass sich jeder Mensch tausende Male irrt und wir im Vergleich nur wenige Male richtig liegen.

Fehler und Niederlagen sind unser tägliches Brot. Heutzutage ist man so auf Erfolg aus, dass viele unter Versagensängsten leiden. Diese Menschen vergessen, dass es nur sehr selten vorkommt und es wahnsinnig außergewöhnlich ist, dass ein großer Erfolg ohne unzählige gescheiterte Versuche erreicht wird.

Frau umgeben von Vögeln im Morgengrauen

Wenn du dich von deiner Angst übermannen lässt, besonders von der Angst, zu versagen, ist es unmöglich, zu lernen, dich selbst zu schätzen. Wenn jemand seine größten Stärken hervorheben sollte, dann genau in dem Moment, in dem er scheitert, und nicht in den Momenten, in denen er erfolgreich ist.

3. Akzeptiere Grenzen, ohne dich zu beschweren

Nichts ist besser als einsichtig zu sein, um zu lernen, sich selbst zu schätzen. Einsicht heißt nicht, bei allem zu resignieren, sondern zu verstehen, wie verletzlich die menschliche Würde ist. Auch zu akzeptieren, dass wir Teil dieser Menschheit sind, die voller Fehler, Schwächen und Leeren ist. Wenn wir eine starke Eigenliebe besitzen, macht uns das keine Angst und wir fühlen uns deswegen auch nicht minderwertig.

Es gibt nun einmal persönliche Grenzen und Grenzen, die uns die Realität vor die Nase setzt. Niemand ist davon ausgenommen. Das oder die Tendenz, Schwierigkeiten zu leugnen, die immer dann auftauchen, wenn wir uns unseren Ziele nähern, ist eine typische Haltung von Narzissten. Warum sollte uns die Realität einen besonderen Platz in ihren Plänen einräumen, damit es uns leichtfällt, das zu bekommen, was wir wollen?

Dieser Narzissmus bedeutet nicht, sich übermäßig selbst zu schätzen. Es ist eher so, als würde man sich selbst falsch einschätzen. Ein narzisstischer Mensch betrachtet sich selbst von außen und will bewundern, was er sieht. Eigenliebe bedeutet aber, von innen heraus zu bestätigen, was wir im Ganzen sind, mitsamt den besten und allen anderen Seiten unserer selbst.

Es geht nicht darum, wie du dich von außen siehst, sondern wie du dich von innen fühlst.

Frau mit pinkem Kleid fliegt in den Himmel

Zu lernen, sich selbst zu schätzen, ist eine Aufgabe, der wir uns alle annehmen sollten. Dabei handelt es sich nicht um einen Trend. Ein Großteil unseres Wohlbefindens hängt von dem Gefühl ab, uns selbst zu bestätigen. Wenn die Wertschätzung der eigenen Person nicht vorhanden ist, ist es an der Zeit, innezuhalten und unseren Weg zu überdenken.

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