Zähneknirschen: Ursachen, Symptome und Behandlung

· 1. Februar 2018

Das Zähneknirschen, von Fachleuten auch Bruxismus genannt, ist mehr als eine „nervige Angewohnheit“. Es kann sehr ernste Konsquenzen für deine Zähne und deine Hirn haben.

Zähneknirschen ist das Zusammenpressen von Ober- und Unterkiefer, und das Aufeinanderreiben der Zähne, wenn der Kiefer rhythmisch vor- und zurückbewegt wird. Meist tun wir das unbewusst, was Behandlung und Prophylaxe ziemlich kompliziert macht.

Zähneknirschen kann während des Tages oder in der Nacht auftreten. Nachts ist es ein größeres Problem, da es dann noch schwieriger zu kontrollieren ist. Es gibt keine einheitliche Ursache für den Bruxismus, doch es scheint, dass der alltägliche Stress ein wichtiger Auslöser ist.

Bruxismus betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Er kommt weniger oft vor, je älter wir werden, da 14% der Kinder bereits entsprechende Symptome zeigen, aber nur 12% der Jugendlichen und 8% der Erwachsenen mit den Zähnen knirschen. Eine frühe Diagnose ist grundlegend, um die Zahngesundheit zu erhalten und Schlafproblemen vorzubeugen.

Zähne

Ursachen und Symptome des Zähneknirschens

Wenn wir mit Schmerzen in unseren Gesichtsmuskeln oder mit Kopfschmerzen aufwachen, könnten das Symptome von Bruxismus sein. Das Zähneknirschen verursacht Zahnschmerzen, führt letztendlich gar zum vorzeiten Zahnverlust, nämlich durch das buchstäbliche Abtragen der Zähne und das Freilegen innerer Zahnstrukturen. Zusätzlich zerstört es den Knochen, der den Zahn hält, und verursacht damit Erkrankungen der Gelenken, z. B. eine temporomandibuläre Dysfunktion.

Menschen mit Bruxismus bemerken selten, dass sie mit den Zähnen knirschen. Sie bemerken auch die Symptome nicht immer, da zuweilen auftreten, während die Person schläft. Morgendliche Symptome treten nur auf, wenn das Zähneknirschen einen bestimmten Schweregrad erreicht. Manche Patienten klagen dann über Zahn-, Kiefer- und Gesichtsschmerzen, andere über Ohrenschmerzen. In manchen Fällen leiden Betroffene an starken Kopfschmerzen. Wenn das Zähneknirschen sich über eine lange Zeit hinzieht, können auch Verspannungen im Nacken und im Bereich der Schultern auftreten.

Die Ursachen des Bruxismus sind noch weitgehend unbekannt. Jedoch wurden einige prädisponierende Faktoren identifiziert:

  • Stress und Angst
  • Mangelhafte Ernährung
  • Auf dem Rücken schlafen
  • Nächtliches Aufwachen
  • Unzureichende Schlafhygiene
  • Zahnfehlstellungen

Dein Gehirn wird dir dankbar sein, wenn du gut schläfst.

Behandlung des Zähneknirschens

Eine angemessene Behandlung bekämpft die Ursache. Und es ist wichtig, das Problem an der Wurzel anzugehen und nicht nur die Symptome zu behandeln. Diesbezüglich können wir nur versuchen, die oben genannten Risikofaktoren zu vermeiden.

Entspannungstechniken können helfen, da Stress Bruxismus auszulösen scheint. Jede Initiative, die den Stress effektiv reduziert, kann helfen, wie Musik hören, lesen oder laufen. In Fällen, in denen die Ursache ein psychisches Leiden ist, z. B. Angst, empfehlen wir unbedingt, solche Entspannungstechniken zu erlernen, da sie bei der Heilung der primären Erkrankung eine ebenso wichtige Rolle spielen. Auch Hypnose wurde als Therapieansatz vorgeschlagen. Physiotherapie und medikamentöse Behandlung, z. B. mit Muskelrelaxanzien, können auch angemessen sein.

Zahnschmerzen durch Kälte

Den Bruxismus zu behandeln bedeutet, die Symptome zu lindern und unsere Zähne zu schützen. Wenn das Problem anhält, suche einen Spezialisten auf: einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt, einen Schlafspezialisten, einen Physiotherapeuten oder einen Psychologen.