Wie wir uns vor toxischen Menschen beschützen können

21. Juli 2016 en Psychologie 46 Geteilt
Mädchen hält eine Katze im Arm und genießt deren Zuneigung

Es gibt viele Arten von toxischen Menschen: eifersüchtige, neidische, besitzergreifende, pessimistische, autoritäre, manipulative… und wir müssen mit ihnen jeden Tag aufs Neue leben, auf der Arbeit, in unserem Freundeskreis oder in unserer Familie. Aber es sind unsere Einstellung und unsere Fähigkeit, mit ihnen umzugehen, was bestimmt, ob toxische Menschen uns negativ beeinflussen.

Sie in unser Herz vordringen und uns davon abhalten zu lassen, zu atmen, oder es erlauben, dass sie Unwohlsein in uns auslösen, ist etwas, das wir vermeiden können, wenn wir wollen. Lerne es, dich vor toxischen Menschen zu beschützen.

„Oft lassen wir es zu, dass lästernde, eifersüchtige, autoritäre, psychotische, arrogante und niveaulose Menschen in unseren engsten Kreis eintreten. Wir lassen die falschen Leute herein, die Leute, die unaufhörlich das bewerten, was wir sagen oder tun, oder was wir nicht sagen oder tun.“

Bernado Stamateas

Dunkelheit und toxische Menschen

Von toxischen Menschen in uns geweckte Gefühle

„Ich fühle mich so schlecht, wenn ich bei ihr bin. Sie gibt mir ein unangenehmes Gefühl; ich bin nicht ich selbst. Ich sehe immer einen verdächtigen Blick in ihrem Gesicht. Wenn ich auch nur den kleinsten Triumph in meinem Leben erwähne, selbst wenn er in der Vergangenheit liegt und ich keinen großen Hehl daraus mache, kann ich ihre Eifersucht, ihr Unbehagen, ihre Verärgerung sehen und spüren. Ich hab das Gefühl, sie ist nie glücklich mit den guten Dingen, die mir passieren. Ich glaube, dass sie immer in einer Art Wettbewerb mit mir lebt. Und ich beginne, mich mit dieser Einstellung anzustecken.
Die Wahrheit ist, dass ich mich zutiefst erleichtert fühle, wenn sie nicht da ist. Ich bin ich selbst, ich fühle mich glücklich, ich muss weder verstecken, wer ich bin, noch die guten Dinge verbergen, die mir heute passiert sind. Was kann ich nur tun?
Sie tut mir nicht gut, aber es gibt noch Gemeinsamkeiten, die uns verbinden, und es ist nicht einfach, mich von ihr zu distanzieren. Sei es auf die eine oder auf die andere Art, sie ist in meinem Leben immer präsent. Ich glaube, dass ich von dieser Situation sogar besessen bin.“

Das ist die Geschichte von einem Menschen, der eine Beziehung mit jemandem hat, der toxisch für ihn ist. Angst, Unsicherheit, Unbehagen, Machtlosigkeit und Traurigkeit sind Emotionen, die von toxischen Menschen in uns geweckt werden.

Im Allgemeinen werden Menschen, die sich von toxischen Personen beeinflussen lassen oder mit ihnen zusammen leben, von chronischem Stress, dauerndem Drang und Unbehagen gequält, wenn sie mit ihnen Zeit verbringen. Mitunter führt die Beziehung auch in eine Abhängigkeit.

„Lass die Leute ziehen, die nur kommen, um ihre Beschwerden, Probleme, Angst und Urteile über andere zu teilen. Wenn jemand nach einem Mülleimer sucht, um seinen Abfall loszuwerden, dann stelle sicher, dass er deinen Geist nicht mit einem verwechselt.“

Dalai Lama

Wie man verhindert, dass toxische Menschen uns beeinflussen

  • Höre damit auf, ihnen so große Wichtigkeit zuzuschreiben. Es gibt toxische Menschen, okay, aber wirst du ihnen erlauben, dich verbittern zu lassen? Wenn du realisierst, dass sie keinen Einfluss auf dein Inneres haben, dass du die Situation unter Kontrolle hast, dann wirst du dich mit dir selbst wieder glücklich fühlen können.
  • Distanziere dich, wenn es möglich ist. Vergiss diese Menschen, wenn du dich von ihnen distanzieren kannst. Führe dein Leben und mach das Beste draus.

Frau verteidigt sich vor toxischen Personen

  • Wenn Distanz keine Option ist, gewöhne dich daran, mit diesen toxischen Personen zu leben. Sie sind da, na und? Kümmere dich um deine eigenen Sachen, lass dich nicht in hitzige Diskussionen verwickeln und versuche nicht, ihre Gnade zu erhalten. Lass sie sagen, was sie sagen wollen, tun, was sie tun wollen… und gehe auf die guten Menschen zu, die sich ebenfalls in deinem Umfeld befinden. Du darfst nicht vergessen, dass es diese auch noch gibt.
  • Sei vorsichtig mit ihnen. Erzähle ihnen nicht deine Geheimnisse. Spar dir das für die Leute auf, denen du vertraust und mit denen du gern Zeit verbringst.
  • Sprich nicht über sie, wenn sie nicht da sind. Je mehr du über sie sprichst, desto mehr Zeit gestattest du ihnen, in deinem Kopf zu sein, desto mehr Platz und Zeit verschwendest du auf sie. Glaubst du, dass sie das wert wären?
  • Verzeihe ihnen. Kennst die Vorzüge des Vergebens? Es ist gut möglich, dass manche deiner Kopf- oder Bauchschmerzen verschwinden, wenn du vergibst. Denkst du nicht, dass es an der Zeit ist, nach dir und deiner Gesundheit zu schauen? Glaubst du nicht, dass du dich albernerweise selbst bestrafst?
  • Übe dich in der Meditation und anderen Formen von Selbstfindung. Meditiere, laufe, höre Musik – das sind mächtige Waffen, die unseren Geist von negativen Gedanken befreien.
  • Analysiere, was negative Menschen mit dir machen, und versuche, es zu ändern. Wut, Verdacht, Hass, Angst? Sei dein eigener Psychologe, erkenne deine Gefühle und erlaube es ihnen nicht mehr, dich zu lenken. Du selbst bist schließlich derjenige, der leidet und eine schlechte Zeit hat.

Wenn du spürst, dass toxische Menschen dich nicht mehr beeinflussen, dann wirst du es schaffen, glücklich mit dir selbst zu sein, und das ist es, worauf es wirklich ankommt.

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