Wie man zwanghafte Gedankenmuster auflöst

· 28. Juli 2017

Denken ist eine Aktivität, die wir als rationale Wesen auf ganz natürliche Art und Weise ausüben. Unsere Gedanken können unsere besten Freunde sein, aber auch unsere schlimmsten Feinde. Ob sie problematisch werden oder nicht, hängt davon ab, wie sehr wir uns ihrer bewusst sind und wie wir mit ihnen umgehen.

Wenn wir Gedanken als Logik und Erkenntnis verstehen, die uns dabei helfen, Entscheidungen zu treffen und Handlungen auszuführen, dann können wir schlussfolgern, dass sie eine Menge Macht besitzen. Aber denke daran, dass Gedanken nicht stabil, nicht immer rational sind oder Sinn ergeben.

Unseren Gedanken in bestimmten Situationen zu viel Gewicht zu geben kann mehr schaden als nützen. Deshalb ist es wichtig, sich ihrer und anderer Einflüsse bewusst zu werden, die deine Gedanken beeinflussen könnten, wie beispielsweise dein emotionaler Zustand, deine Erfahrungen oder andere individuelle Umstände, wie der Genuss von Alkohol.

Es gibt viele Faktoren, die unsere Gedankenwelt mitgestalten und sich ihrer bewusst zu sein, wird dich davon abhalten, zu ihrem Sklaven zu werden.

Wenn Gedanken zu Angst führen

In bestimmten Situationen fühlt es sich so an, als könntest du nicht damit aufhören, immer und immer wieder die gleichen Gedanken zu fassen. Zwanghaft über dieselbe Sache nachzudenken, kann einen Großteil deiner Zeit und deiner Konzentration in Anspruch nehmen. Sich über etwas Sorgen zu machen, sich an vergangene Gegebenheiten zu erinnern und anhand derer eine negative Situation vorherzusagen, kann die Tür zur Angst öffnen.

Diese Angst kann dir das Gefühl geben, die Kontrolle zu verlieren. Du fühlst dich von deiner Unsicherheit bezüglich einer Sache, die noch nicht passiert ist, überrumpelt. Du glaubst, spüren zu können, dass etwas passieren wird. Wenn du dich nicht auf die Gegenwart konzentrierst, dann fühlst du dich verloren, orientierungslos und von dem abgelenkt, was gerade geschieht.

Zu versuchen, eine Erklärung für alles um dich herum zu finden, kann ebenfalls zu Angst führen.

Sich auf den gegenwärtigen Moment konzentrieren

Wenn deine Gedanken Angst auslösen, dann ist das Beste, was du tun kannst, all deine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu lenken. Wenn du im Moment lebst, dann kannst du sie kontrollieren und dich auf die aktuellen Erfahrungen konzentrieren. So kannst du dir deiner Umgebung besser bewusst werden und sie auf reelle Art und Weise interpretieren.

Wenn sich deine Gedanken auftürmen und du von Sorgen überrollt wirst, dann ist es eine gute Übung, diese Ideen aufzuschreiben und zu organisieren. Hebe auf, was du dir aufgeschrieben hast, sodass du Lösungen für die Probleme finden kannst, die tatsächlich existieren. Betrachte dazu deine Liste erneut, wenn du dich emotional etwas erholt hast. Auf diese Art und Weise tust du etwas mit deinen quälenden Gedanken und verwandelst sie in Entscheidungen und Lösungen.

Deine Art, zu denken, zu verstehen und zu akzeptieren, wird dich davon abhalten, dich verzweifelt und ungerecht behandelt zu fühlen. Wenn du verstehst, dass deine Gedanken ein Teil von dir sind und dass du sie zu deinem Vorteil nutzen kannst, dann stehst du auch nicht mehr im Konflikt mit ihnen, was tatsächlich ein Konflikt mit dir selbst ist.

Kontrolliere deine Gedanken

Ich bin nicht, was ich denke, sondern das, was ich denke, ist ein Teil von mir, und ich besitze die Macht, meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken.

Erkenne, dass du nicht das bist, was du denkst, sondern dass deine Gedanken ein Teil von dir sind. Das ist ein besserer Weg, um die Natur deiner Gedanken zu verstehen. Sie sind ein Teil von dir und deinen Erfahrungen und sie werden von deiner Einstellung und deiner Sicht auf die Dinge beeinflusst. Deshalb ist es nur eine Art, vor dir selbst davon zu laufen, wenn du dich ständig darüber beschwerst, was du denkst.

Du kannst deine Gedanken kontrollieren, besonders mit Übung und Konzentration. Du kannst deine Gedanken in eine bessere Richtung lenken. Oder du bleibst bei deiner alten Art, zu denken, und lässt dich dabei von der Welt der Möglichkeiten, die noch nicht eingetreten sind, kontrollieren.

Deine Einstellung bestimmt, wie du denkst und handelst. Du kannst in einer Welt endloser Optionen stecken bleiben oder du kannst eine Strategie vorschlagen, die eine dieser Möglichkeiten Form annehmen lässt, indem du eine Entscheidung triffst.

Auch wenn Gedanken automatischer Natur sind, heißt das nicht, dass du ihnen gegenüber nicht aktiv werden kannst. Wenn du als Zuschauer deiner Gedanken sitzen bleibst, dann gehst du davon aus, dass es unmöglich sei, sie zu kontrollieren, und so wirst du schließlich von ihnen dominiert. Wenn du dir selbst sagst, dass du sie kontrollierst, dann nimmst du ihnen gegenüber aber schon eine weniger passive und vorteilhaftere Einstellung ein.