Wie man mit einem ängstlichen Menschen zusammenlebt

21. Dezember 2015 en Emotionen 3 Geteilt

„Ängstlichkeit ist, wenn es die Gedanken eiliger haben als das Leben.“

Claudio María Dominguez

Ängstlichkeit ist ein schwieriges Problem, nicht nur für die Person, die unter ihr leidet, sondern auch für die Personen in ihrem Umfeld. Man kann einer ängstlichen Person keine Krankheit zuschreiben, aber es ist wichtig, zu wissen wie man mit ihr zusammenleben kann.

Zweifellos kann es etwas anstrengend sein, es kann viel Energie kosten und nicht alle sind wir bereit, unser Leben mit jemand so Forderndem zu verbringen, der schnell wütend wird und frustriert ist, der auf Dinge, die nicht so laufen, wie geplant, negativ reagiert, und der uns eventuell sogar die Schuld an allem gibt, was passiert.

Ängstliche Menschen sind häufig sehr impulsiv, reden ohne nachzudenken, planen die Dinge nicht im Voraus und haben Probleme in intimen Beziehungen wie Liebesbeziehungen, aber auch freundschaftlichen oder familiären.

Schmetterlingsgesicht

Wenn du mit einer Person zusammenlebst, deren Ängstlichkeit den Rahmen des Normalen übersteigt, begehe nicht den Fehler, dich zurückzuziehen und sie mit ihrem Problem allein zu lassen. Wenn dir diese Person wichtig ist, kannst du ohne größere Probleme an ihrer Seite bleiben, indem du einige der Tipps, die wir dir in diesem Artikel vorstellen, umsetzt.

Das bedeutet nicht, dass du immer „Ja“ zu ihr sagen musst, aber es wird dir helfen, zu verstehen, dass eine ängstliche Person aus einem bestimmten Grund ein Ungleichgewicht hat, und dass ihre Reaktionen nicht immer rational sind. Sich in sie hineinzuversetzen wird dir ermöglichen, ihr zu helfen, sich zu beruhigen.

Wie verbessere ich das Zusammenleben mit einer ängstlichen Person?

Der Schlüssel liegt darin, wie in jeder Beziehung, einen Sinn für Verständnis zu entwickeln. Beachte folgende Ratschläge, die dir helfen können, mit einer ängstlichen Person zusammenzuleben:

Bedenke, dass immer etwas hinter der Ängstlichkeit steckt

Mit Sicherheit hat dein Partner, dein Freund oder dein Kind viele schöne Seiten, die ihrer Ängstlichkeit entgegenwirken können.

Alle können wir Momente erleben, in denen wir unter Druck stehen oder nervös sind, aber uns danach wieder beruhigen und liebevoll werden. Es ist also wichtig über die Ängstlichkeit hinwegzublicken und die positiven Qualitäten der Person zu schätzen.

Suche immer nach Ruhe

Wenn man ängstlich ist, ist das Gehirn unfähig, sich zu entspannen und abzuschalten. Alles, was um uns herum passiert, beschäftigt uns und wir können uns nicht beruhigen. Dieser Zustand ist mehr als erdrückend. Wenn man zudem noch in einem gehässigen Umfeld lebt, macht es das sicherlich nicht besser. Wieso verbringst du mit deinem Partner nicht mal ein Wochenende zu zweit auf dem Land oder am Strand?

Wütende Frau Verstörter Mann

Sorge dafür, dass sie sich verstanden fühlt

Hör auf zu sagen „Ich verstehe dich, du hast Angst.“  Es ist wichtig, dass du deinem Partner auf aktivere Weise beistehst. Das bedeutet, dass du ihm helfen musst, rationaler zu denken, wenn er sich in einer ängstlichen Phase befindet. Zusammen könnt ihr zu besseren Schlüssen kommen und viele Probleme lösen. So wird die Ängslichkeit verschwinden!

Setze sie nicht unter Druck

Sie hat schon genug mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Wenn die Person, mit der sie zusammenlebt, ihr zusätzlich zu der Belastung durch die eigenen Nerven und der eigenen Ängstlichkeit noch mehr Verantwortung gibt oder sie dazu drängt, sich zu beruhigen, werden die Dinge nicht laufen. Hör auf zu sagen „vergiss es“, „entspann dich“, „geh schlafen“,  denn je mehr Befehle du ihr geben wirst, desto schlechter wird es ihr gehen.

Freue dich über kleine Veränderungen

Wenn du es schätzt, dass sich die andere Person anstrengt, um ihre Ängstlichkeit zu reduzieren, und auch wenn das Ergebnis minimal ist, gratuliere ihr und sag ihr, dass sie das sehr gut macht. Sorge dafür, dass sie sich unterstützt und für ihre Anstrengungen anerkannt fühlt.

Hab Geduld, vor allem, wenn die Fortschritte langsam sind. Alle Veränderungen zum Besseren sind willkommen,  Hauptsache sie finden statt.

Sprich mit der betroffenen Person über das Thema

Für eine ängstliche Person gibt es nichts Befreienderes als über das, was vor sich geht, zu sprechen. Eventuell lässt die Ängstlichkeit bereits allein dadurch nach, dass ihr darüber redet.

Wenn die Person dich um ein Gespräch bittet, verweigere es ihr nicht, denn es kann ihre Oase in der weiten Wüste sein.

Du kannst sie auch gelegentlich fragen, ob sie gern mit dir sprechen würde, um eure Beziehung zu stärken. Wenn sie es annimmt, Glückwunsch! Und wenn sie es gern auf einen anderen Zeitpunkt verschieben möchte, akzeptiere ihre Entscheidung. Denke daran, dass aktives Zuhören in solchen Fällen sehr hilfreich sein kann.

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