Welche Persönlichkeit hat dein Kind?

Ganz unabhängig vom Persönlichkeitstyp deines Kindes solltest du nicht vergessen, dass es grundlegend ist, mit gutem Beispiel voranzugehen. 
Welche Persönlichkeit hat dein Kind?

Geschrieben von Redaktionsteam

Letzte Aktualisierung: 04. März 2022

Du hast dich auch schon gefragt, woher dein Kind seinen Charakter hat? Ist er angeboren oder anerzogen? Wenn du mehrere Kinder hast, kannst du beobachten, dass jedes eine andere und einmalige Persönlichkeit aufweist.

Bereits ab der Geburt ist bei Kindern ein gewisses Temperament zu beobachten, das sich dann jedoch im Laufe der Zeit durch Erfahrungen und Erziehung entwickelt. Es gibt Möglichkeiten, dieses Temperamente zu kanalisieren, zu stärken oder zu korrigieren. Kinder lernen dadurch, ihre Emotionen richtig zu managen und sich an ihr Umfeld anzupassen.

Dieser Prozess ist komplex und erfordert Hingabe, Anstrengung, Liebe, Geduld und grundlegende Psychologie. Doch das Abenteuer lohnt sich!

Welche Persönlichkeit hat dein Kind?

1. Der Erbfaktor

Du bist vielleicht manchmal überrascht, da dein Kind nervös ist, unerwartet reagiert oder ein unbezähmbares Temperament zur Schau stellt. Du selbst hast einen völlig anderen Charakter. Woher kommt das? Der Erbfaktor spielt beim Charakter auf jeden Fall eine Rolle. Du wirst dich auch in vielen Gesten deiner Kinder wiedererkennen, doch du selbst hast dich im Laufe der Jahre durch Erfahrungen und Erlebnisse verändert und bist reifer geworden.

Bereits bei Babys können wir bestimmte Tendenzen beobachten: Manche Kinder sind ruhig oder introvertiert, andere nervös, schnell gereizt oder bewegungsfreudig. Bestimmte Charaktereigenschaften werden vererbt, doch auch die äußeren Umweltfaktoren spielen eine wesentliche Rolle. Das bedeutet, dass der Charakter mit der Zeit geformt wird, auch wenn die Gene vorprogrammiert sind.

Wenn dein Kind zum Beispiel oft Wutanfälle hat und du keine Grenzen setzt, wird es diese Strategie weiterhin nutzen. Dadurch verstärken sich negative Aspekte seines Charakters. Erziehst du dein Kind hingegen auf der Grundlage des gegenseitigen Vertrauens und die Verstärkung seiner positiven Eigenschaften, kann es eine gesunde Persönlichkeit entwickeln. 

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2. Das kindliche Temperament

Hat dein Kind ein umgängliches Temperament?

Das Temperament eines Kindes ist in der Regel bereits im Säuglingsalter zu erkennen. Kinder mit einfachem Temperament sind fröhlich und anspruchslos, sie passen sich leicht an Routinen an. Normalerweise sind ihre Emotionen und Reaktionen moderat und keinesfalls kapriziös, dramatisch oder aggressiv.

Diese Kinder sind fügsam und einfach im Umgang. Dies bedeutet allerdings nicht, dass sie keine Unterstützung in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit benötigen. Sie können introvertiert sein und haben die Tendenz, ihre Gefühle zu verbergen. Wenn sie ein Geschwister mit komplizierterem Charakter haben, konzentrieren sich die Eltern häufig darauf, diesen zu bändigen und glauben, dass ruhige Kinder weniger Aufmerksamkeit benötigen. Doch dies ist ein Fehler, sie brauchen ebenfalls Unterstützung, Liebe und Hingabe.

Du solltest immer darauf achten, dass sich dein Kind integriert fühlt und seine Gefühle ausdrückt. Nur weil es ruhig und brav ist, solltest du ihm nicht mehr erlauben oder geben.

Braucht dein Kind für Anpassungen Zeit?

Es handelt sich um eher zurückhaltende Kinder, die sich nicht gut an Veränderungen anpassen können. Sie sind etwas ängstlich und hängen sehr an ihrem Vater und ihrer Mutter. Im Allgemeinen sind sie eher passiv und etwas langsam, schüchtern und brauchen viel Zeit, um Dinge zu tun: aufstehen, sich anziehen, die Schuhe binden…

Experten weisen jedoch darauf hin, dass dies kein Grund zur Sorge sein sollte, denn zwischen 6 und 8 Jahren machen viele Kinder einen Sprung und verbessern sich. Es kann eine Weile dauern, bis sie sich das Lesen und Schreiben aneignen, aber im Allgemeinen entwickeln sie sich gut und haben keine Probleme.

Wenn dein Kind in diese Gruppe gehört, gib ihm Zeit, ermutige es und sei geduldig. Wenn du dich über seine Langsamkeit aufregst und ständig darauf hinweist, kann dein Kind ängstlich und unsicher werden. Es braucht Vertrauen und Unterstützung.

Ist dein Kind kämpferischer Natur?

Als Säuglinge sind sie oft weinerlich, reizbar und temperamentvoll. Es fällt ihnen schwer, zu schlafen und sich an Veränderungen anzupassen. Diese Kinder werden meist schnell nervös. Sie sind anspruchsvoll und übertreiben häufig mit traurigen Gefühlen.

Kämpferische Kinder neigen zu Extremen. Sie können einen Wutanfall bekommen oder sich auf der Suche nach Zuneigung auf dich stürzen. Sie lieben und hassen dich gleichzeitig. Wie verhältst du dich in diesem Fall am besten? Lege klare Richtlinien, Routinen und Regeln fest. Ignoriere Wutanfälle, denn dein Kind muss lernen, dass es damit nichts erreicht.

Sei anspruchsvoll, zeige deinem Kind jedoch Nähe und Verständnis, indem du häufig mit ihm sprichst. Begründe, warum du Regeln festlegst und was passiert, wenn diese nicht eingehalten werden. Dein Kind muss lernen, mit Ärger und Wut umzugehen und vor dem Handeln zu denken. Es handelt sich größtenteils um sehr kreative und unabhängige Menschen.

Ist dein Kind sehr aktiv?

Zuletzt sprechen wir über unruhige Kinder, die keine Sekunde innehalten, die sich für alles interessieren und die tausend Fragen stellen. Sie können auch leichtsinnig sein und kleine Unfälle erleiden, wenn sie ihre Grenzen überschreiten. 

Im Alter von drei Jahren nimmt ihre Aktivität zu. Sie können gefügig oder kämpferisch sein, deshalb ist der Umgang mit dieser Persönlichkeit oft nicht einfach. Manche leiden an ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit oder ohne Hyperaktivität). Es muss jedoch nicht unbedingt eine Störung vorliegen. Diese Kinder sind häufig einfach unruhig und benötigen deshalb geduldige Eltern.

Ganz unabhängig vom Persönlichkeitstyp deines Kindes solltest du nicht vergessen, dass es grundlegend ist, mit gutem Beispiel voranzugehen. Versuche immer ausgeglichen und ruhig zu sein, Geduld zu zeigen und dein Kind auf seinem Weg zu unterstützen. 

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