Welche drei Werkzeuge laut Robert Dilts unsere Gefühlswelt und Wahrnehmung optimieren können

14. April 2017 en Psychologie 0 Geteilt

„Ein Gedanke ist wie ein Virus, resistent, hochansteckend, und die kleinste Saat eines Gedanken kann wachsen. Er kann dich aufbauen oder zerstören.“

Dieser Satz stammt vom der Protagonisten des Films Inception, der von Leonardo DiCaprio verkörpert wird. Interessanterweise könnte dieser Satz auch von einem Experten im Bereich des Neuro-Linguistischen Programmierens (NLP) stammen, weshalb wir ihn als Grundlage für diesen Artikel gewählt haben. Wir fragen dich hier: Bist du mit deinem Leben unzufrieden und hast das Gefühl, dass etwas nicht in deine Welt hineingehört? Vielleicht solltest du dann deine Gefühlswelt und deine Wahrnehmung optimieren, um eine Lösung für dieses Problem zu finden.

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir Gedanken, Erlebnisse und Situationen sofort verinnerlichen, und sie zu unseren eigenen Erfahrungen werden, sobald wir sie verarbeiten. In diesem Moment erschaffen wir unsere Realität. Wir erschaffen unsere eigene Realität in Hinblick darauf, wie diese Ereignisse verarbeitet und interpretiert werden.

Wir alle verfügen über ein Gedankensystem, welches uns definiert und uns dabei hilft, unsere eigene Welt zu erschaffen. Dadurch können wir uns mehr oder weniger mit einem Gedanken, einem Erlebnis oder einer Handlung identifizieren. Doch wenn sich etwas so ereignet, wie es uns persönlich nicht gefällt, muss das nicht bedeuten, dass wir in diesem Umstand verharren müssen. Die Tatsache, dass wir uns nicht gut fühlen, muss nicht zwingend heißen, dass wir keine andere Wahl haben.

Wenn wir glauben, dass wir etwas positiv verändern können, sollten wir das auch versuchen. Hier kommen die aus neurologischer Sicht hilfreichen Werkzeuge von Robert Dilts ins Spiel.

Dilts Werkzeuge, um unsere Gefühlswelt und Wahrnehmung zu optimieren

Robert Dilts empfiehlt eine Reihe von Strategien, die für uns sehr hilfreich sein können, damit wir uns in unserer eigenen Welt wohler fühlen. Er ist Schriftsteller und Berater und Experte im Bereich des NLP; er hat einige Ansätze definiert, die unsere Art, die Realität wahrzunehmen und uns selbst zu verstehen, verändern kann. Schauen wir uns diese Werkzeuge einmal genauer an.

Eine flexiblere Sichtweise entwickeln

Es liegt in der Natur des Menschen, sich besonders zu fühlen. Im Grunde genommen sind wir das auch, aber nicht alles, was uns widerfährt, widerfährt nur uns. Das heißt, dass viele der von uns erlebten Situationen auch bereits von anderen Menschen erfahren wurden. Wenn wir dazu in der Lage sind, an unserer Empathie zu arbeiten, wird sich unsere Sichtweise und unser Verständnis für unsere eigene Welt und auch für die anderer positiv verändern.

Damit ist gemeint, dass es als Teil unserer Welt dazu gehört, zu versuchen, andere zu verstehen und sich in ihre Lage hineinzuversetzen. Dank dieser Übung in Sachen Empathie erhalten wir eine flexiblere Sichtweise, die sich sehr positiv auf uns selbst auswirkt.

Ein Problem als Möglichkeit ansehen

Möchtest du dich selbst komplett neu erfinden? Dann sieh ab jetzt in jeder Hürde eine Chance. Das hört sich sicherlich leichter an, als es ist, aber es ist keinesfalls unmöglich und es gelingt jeden Tag immer mehr Menschen, das in die Tat umzusetzen.

In diesem Sinn hängt alles davon ab, wie wir eine Niederlage interpretieren. Wir können uns stundenlang über unsere eigene Unfähigkeit aufregen oder wir nutzen die Möglichkeit, etwas aus der gemachten Erfahrungen zu lernen. Bei letzterem sollten wir ausfindig machen, was uns weshalb widerfahren ist, und die gemachte Erfahrung für uns nutzen.

Denke daran, dass der Gedanke hinsichtlich einer Niederlage, dass du unnütz oder unfähig wärst, wie ein Virus sein kann. Abgesehen davon, dass er deinen Verstand immer wieder heimsuchen wird, überzeugst du dich tatsächlich irgendwann davon, nichts wert zu sein. In diesem Fall lernst du nichts aus der gemachten Erfahrung und fühlst dich in der Tat wie ein Versager.

„Wenn du sagst: ,Ich habe einen dummen Fehler gemacht, aber ich bin ein intelligenter Mensch‘, kannst du dich trotz dieses Fehlers gut fühlen und etwas aus ihm lernen.“

Robert Dilts

Sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart im Ganzen berücksichtigen

Ein viel zitierter Satz lautet:

„Ein Volk, das seine Geschichte nicht kennt, ist für immer dazu verdonnert, sie wieder und wieder zu erleben.“

Wenn wir die vergangene und gegenwärtige Realität nur wie einzelne Fotos betrachten, werden wir nicht dazu fähig sein, Fortschritte zu machen.

Dilts rät im Grunde genommen dazu, die Realität wie einen Film zu sehen und nicht wie einzelne Fotos in einem Album. Alles, was passiert, hat einen Grund, und wird durch eine bestimmte Situation hervorgerufen. Wenn wir also etwas aus Erlebnissen lernen und unseren Lernprozess ständig selbst vorantreiben, werden wir dadurch großartige persönliche Vorteile haben. Sieh deine Welt als ein Ganzes und nicht als einzelne, zusammenhanglose Erfahrungen an.

Erfinde dich mit Hilfe deiner Gedanken neu

Dilts setzt im Allgemeinen darauf, die Welt optimistischer zu betrachten. Seiner Meinung nach hätten Sätze, die „ich bin“ oder „du bist“ beinhalten, sehr viel Kraft. Im Hinblick auf das, was diese Sätze sonst ausdrücken, können wir uns entscheiden, den einen oder anderen Weg für uns einzuschlagen. Wenn wir uns beispielsweise vorsagen: „Ich bin unnütz“,  festigt sich dieser Gedanke in unserem Gehirn. So ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir uns davon überzeugen, tatsächlich unnütz zu sein. Doch wenn wir uns sagen: „Ich bin fantastisch“, erzeugen wir ein Selbstbild, das beschreibt, dass wir Charakter, eine optimistische Haltung und positive Gefühle haben.

„Jedes Mal, wenn wir das Verb ,sein‘ benutzen, verwenden wir ein kraftvolles Wort, weil wir etwas so definieren, als wäre es im Laufe der Zeit und hinsichtlich jeglicher Umstände eine Tatsache.“

Robert Dilts

Das ist also Dilts Meinung darüber, wie wir uns selbst neu erfinden können. Die Macht der Gedanken ist auf jeden Fall enorm. Wenn es uns gelingt, sie positiver zu gebrauchen, wird sich das auf unser Wohlbefinden auswirken. Und du besitzt bereits wunderbare Werkzeuge – möchtest du dich mit Hilfe dieser Werkzeuge besser fühlen?

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