Weißt du, welche Auswirkungen Marihuana auf das Gehirn hat?

· 16. März 2018

Eine gute Frage: Welche Auswirkungen hat Marihuana auf das Gehirn? Ein paar Minuten nachdem man Marihuana geraucht hat, schlägt das Herz schneller, die Blutgefäße weiten sich, die Augen werden rot und der Blutdruck sinkt. Es ist offensichtlich, dass der Konsum von Marihuana gewisse Veränderungen im Organismus hervorruft.

Aber nicht nur auf physischer Ebene werden durch den Marihuanakonsum Veränderungen eingeleitet, sondern auch auf mentaler Ebene. Es sind bereits viele Auswirkungen von Marihuana auf das Gehirn bekannt. Wir gehen davon aus, dass es heutzutage nur noch wenige Menschen gibt, die nicht wissen, was Marihuana ist. Dennoch sollten wir kurz darauf zu sprechen kommen und uns ins Gedächtnis rufen, was genau diese Substanz ist.

Was ist Marihuana?

Marihuana oder Cannabis ist eine Mischung aus grünen oder grauen trockenen Blüten und Blättern der Hanfpflanze. Es gibt mehr als 200 Begriffe, um ihr einen Namen zu geben. Unter ihnen finden wir Bezeichnungen wie Marihuana, Gras, Weed, etc. Marihuana ist dabei der Name, den die Mexikaner dem indischen Hanf gaben. Dabei handelt es sich um eine Art Maulbeergewächs, das wie eine dünne Brennnessel aussieht. Es misst etwa einen 1,80 m und kann überall gezüchtet werden, wo es heiß ist.

Die Eigenschaften von Cannabis haben es zu einer Pflanze mit vielen Verwendungszwecken und einer langen Tradition gemacht. Es wird als Entspannungsmittel, für medizinische und industrielle Zwecke als Rohstoff verwendet. Ursprünglich stammt Cannabis aus Mittel- und Südasien. Das assyrische Volk verwendete es während seiner religiösen Zeremonien und taufte es auf den Namen „Qunubu“.  Tatsächlich hat Marihuana eine sehr lange Tradition bei religiösen Ritualen weltweit.

Marihuana

Tetrahydrocannabinol: der hauptsächlich rauschbewirkende Bestandteil von Cannabis

THC ist die wichtigste psychoaktive Komponente von Cannabis und eines der mehr als 80 verschiedenen Cannabinoide, die diese Pflanze enthält. 

Der hauptsächlich rauschbewirkende Bestandteil in Marihuana ist THC (delta-9-Tetrahydrocannabinol). THC ist die wichtigste psychoaktive Komponente von Cannabis und eines der mehr als 80 verschiedenen Cannabinoide, die diese Pflanze enthält. THC ist das Cannabinoid, das in höchster Konzentration in der Cannabispflanze vorkommt.

Wenn Marihuana konsumiert wird – sei es geraucht, eingeatmet oder in anderer Weise eingenommen – interagieren die Cannabinoide mit verschiedenen Gehirn- und Körperrezeptoren, die Teil des Endocannabinoid-Systems sind. Auf diese Weise erzeugt der Konsum beim Verbraucher unterschiedliche Symptome oder Auswirkungen.

Die Membranen einiger Nervenzellen enthalten Rezeptoren, die das THC binden. Durch die Interaktion mit diesen Rezeptoren wird eine Vielzahl an Effekten vermittelt, wie Euphorie, Freude, Entspannung und viele mehr. Doch es gibt auch Cannabisvarianten, die zur Herstellung von Industriehanf verwendet werden. Diese Stämme enthalten weniger als 1 % THC und sind nicht für den Konsum mit dem Ziel der Entspannung geeignet.

Hauptauswirkungen von Marihuana

Die Auswirkungen von Marihuana auf das Gehirn beinhalten eine Veränderung der Wahrnehmung.

Cannabis wird bereits seit vielen, vielen Jahren aufgrund seiner physischen und psychischen Wirkung eingesetzt. Die Auswirkungen von Marihuana auf das Gehirn sind u.a. eine allgemeine Veränderung der Wahrnehmung, das Gefühl der Euphorie und eine bessere Gemütslage. Außerdem steigert der Konsum von Marihuana den Appetit und erzeugt das Gefühl, „high“ zu sein. Sofortige Nebenwirkungen schließen einen Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, Mundtrockenheit, rote Augen, verringerte motorische Fähigkeiten und Angstgefühle mit ein.

Auf lange Sicht kann Marihuana die geistigen Fähigkeiten verringern und zur Sucht führen. Die unmittelbaren Auswirkungen von Marihuana dauern zwischen zwei und acht Stunden an und treten ein paar Minuten, nachdem es konsumiert wurde, ein.

Süchtige Frau am Boden

Das Amotivationssyndrom

Eine dieser Folgen, die für gewöhnlich nicht gerade für wichtig genommen werden, ist das Amotivationssyndrom.

Oft wird behauptet, dass Marihuana eine harmlose Droge sei. Doch Marihuana kann viele negative Auswirkungen haben, die man unbedingt beachten sollte. Eine dieser Folgen, die für gewöhnlich nicht gerade für wichtig genommen werden, ist das Amotivationssyndrom. Das Wort Amotivation beinhaltet all das, was dazu führt, dass ein Cannabissüchtiger als ein wahrhafter „sozial kranker Mensch“ betrachtet wird.

Laut Meinung des spanischen Psychiaters Vallejo-Nájera würde das Amotivationssyndrom die folgenden vier Phasen durchlaufen:

  • Euphorie: Entspannungs- und Glücksgefühl. Es wird viel gesprochen und die Fantasie wird angeregt.
  • Impulsive Halluzination: Aus Fantasien werden Halluzinationen, die mit dem Verlust des Gefühls für Raum und Zeit einhergehen. In dieser Phase gibt es starke affektive Belastungen. Stimmungsschwankungen sind extrem intensiv. Falls Alkohol dazu getrunken wird, wird diese Phase noch intensiver.
  • Glückseligkeit: Angenehmes Gefühl von Ruhe und Frieden. Weder Wunsch noch Angst. Die Person schläft langsam ein.
  • Benommenheit und Erstarrung: Phase unmittelbar danach. Die Person ist für einige Stunden vollkommen unfähig zu handeln.

Die Auswirkungen von Marihuana auf das Gehirn laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Im Allgemeinen hängen die Auswirkungen von Marihuana auf das Gehirn davon ab, wie es dem Körper zugeführt wird, sowie von der Menge des THC. Tetrahydrocannabinol ist nicht wasserlöslich, sodass die Droge nur durch Schlucken oder Rauchen eingenommen werden kann.

Die subjektiven Auswirkungen beginnen eine Minute, nachdem Marihuana eingeatmet wurde. Die stärksten Effekte treten nach etwa 30 Minuten auf, aber das empfindet jeder Raucher etwas anders. Diese Effekte dauern ca. vier Stunden an, wenn Cannabis geraucht, und acht Stunden, falls es oral eingenommen wird.

Die häufigste von Konsumenten genannte Folge ist die Veränderung des Zeitgefühls: Die Zeit scheint langsamer vorbeizugehen, als es in Wahrheit der Fall ist. Auch wird eine gesteigerte Hörempfindlichkeit und eine lebendigere Wahrnehmung von Musik genannt. Manche Menschen geben auch den Eindruck eines intensiveren Tast-, Geschmack- und Geruchsinns an.

Ernste Reaktionen nach dem Konsum von Marihuana

Die Auswirkungen von Marihuana auf das Gehirn können sich bei einer akuten Vergiftung durch Halluzinationen sowie paranoide und wahnhafte Vorstellungen äußern.

Bei einer akuten Intoxikation können paranoide Vorstellungen, Illusionen, Halluzinationen, Bewusstseinsspaltungen, Wahnvorstellungen, Verwirrtheit, Erregung und Aufregung auftreten. Es kann auch zum Delirium und zur Benommenheit mit phasenweiser Aufregung und heftiger Erregung kommen. Diese Effekte halten einige Stunden an.

Auch die Persönlichkeit des Konsumenten nimmt Einfluss. Bei Menschen, die unter starker Angst und Panik leiden, kann man eine andere Art der akuten psychotoxischen Reaktion beobachten. Diese Menschen reagieren normalerweise unruhig und deprimiert, und sind manchmal auch sehr still.

Mann halluziniert

Wir dürfen den Drogenkonsum nicht auf die leichte Schulter nehmen, auch wenn wir hier von einer Droge sprechen, die es schon sehr lange gibt: Marihuana. Der Konsum von Cannabis hat dazu geführt, dass immer mehr Jugendliche mental erkranken. Das ist eine besorgniserregende Tatsache, wenn wir bedenken, dass dadurch das Risiko erhöht wird, dass der Konsument eine psychotische Störung entwickeln kann. Darüber hinaus geht man davon aus, dass der regelmäßige Konsum dazu führt, dass immer mehr Menschen an Angst-und Panikattacken leiden.