Was tun bei häufigen Schwindelanfällen aufgrund von Angst?

15. September 2018 en Psychologie 0 Geteilt
Schwindelanfälle aufgrund von Angst

Man hat herausgefunden, dass Angst neben vielen weiteren Symptomen Schwindelanfälle auslöst. Diese Schwindelanfälle sind sehr unangenehm. Betroffene haben das Gefühl, dass keine Kontrolle mehr über ihren Körper zu haben, dass sie plötzlich unheimlich schwach wären und jeder Zeit in Ohnmacht fallen könnten.

Angst ist eines der häufigsten Probleme, das keine Grenzen kennt. Sie ist zum ständigen Begleiter vieler Menschen geworden. Sie bringt nicht nur großes emotionales Unbehagen, sondern auch viele physische Probleme mit sich: Angst kann zu Schwindelanfällen führen, die oftmals von Übelkeit und sogar Erbrechen begleitet werden. Auch das Verdauungssystem wird dadurch beeinträchtigt, genauso wie unsere Atmung und der Kreislauf. Das Problem dabei ist, dass wir sehr oft nicht bemerken, dass diese unangenehmen Zustände das Ergebnis unserer Angst und nicht irgendeiner organischen Störung sind. Deshalb ergreifen wir die falschen Maßnahmen, um uns von diesem Übel zu befreien.

„Kein anderes Gefühl nimmt dem Geist so effektiv die Fähigkeit, zu handeln und klar zu denken, wie die Angst.“

Edmund Burke

Frau mit Schwindelanfall

Wodurch sich Schwindelanfälle aufgrund von Angst auszeichnen

Bevor wir uns der Frage widmen, warum Angst Schwindelanfälle auslöst, wollen wir zuerst den Begriff „Schwindel“ genauer unter die Lupe nehmen. Der Duden definiert dieses Wort folgendermaßen: „Benommener, taumeliger Zustand mit dem Gefühl, als drehe sich alles um einen, als schwanke der Boden o. Ä.“. Wenn uns schwindelig ist, haben wir also das Gefühl, als würde sich der Boden unter unseren Füßen bewegen.

Bei einem Schwindelanfall überkommt uns ein plötzliches Schwindelgefühl, so als würden wir unser Gleichgewicht verlieren. Darüber hinaus haben wir das Gefühl, als wären wir nicht voll bei Bewusstsein oder als würden wir eine Art Unwirklichkeit erleben. Wir fühlen uns nicht vollkommen im Hier und Jetzt, sondern eher wie in Trance.

All das wird begleitet von Muskelschwäche. Oftmals sehen wir auch nicht deutlich, denken langsamer und fühlen uns im Allgemeinen unwohl, wenn uns schwindlig ist. Manchmal hat ein Schwindelanfall auch einen Ohnmachtsanfall zur Folge.

Angst kann zu Schwindelanfällen führen

Wir sollten nicht vergessen, dass Angst ein psychischer Zustand ist, der sich auch auf physiologischer Ebene äußert. Es handelt sich hierbei um eine Reaktion, die sich zeigt, wenn wir fühlen, dass wir einer Gefahr ausgesetzt sind oder Opfer eines Angriffs sein können. Solch eine Reaktion erscheint, ohne dass diese Gefahr oder Bedrohung tatsächlich existieren würde. Trotzdem nehmen wir sie als real war.

Generell sind wir Menschen heutzutage so ängstlich, weil unser Umfelt zu große Forderungen an uns stellt. Man erwartet von uns noch mehr oder genau das, was wir maximal geben können. Es wird von uns erwartet, dass wir uns an Bedingungen oder Parameter anpassen, die unsere Reaktionsfähigkeit überfordern oder ihrem Limit entsprechen. Der Mensch fühlt sich von dieser Überbelastung angegriffen, insofern als er auf das antworten will, was von ihm verlangt wird, und dafür muss er sich sehr anstrengen. Dadurch entsteht Angst.

Manchmal sind Schwindelanfälle ein Zeichen dafür, dass wir Angst empfinden und sie gerade aktiv ist. Sie entstehen erst nach einer relativ langen Zeit, in der wir Stresssituationen ausgesetzt waren. Meistens kommen sie sehr plötzlich und erwischen uns ohne Vorwarnung. Sie stehen nicht unbedingt im Zusammenhang mit einem aktuellen Stressereignis.

Wie wir dieses Problem erkennen und lösen können

Das Schwierige dabei ist, dass Schwindel ein Symptom ist, das bei verschiedenen Krankheiten und Zuständen auftritt. Woher wissen wir, ob Angst unsere Schwindelanfälle verursacht oder ob ein anderer Faktor der Auslöser ist?

Schaubild, wie unsere Atmung funktioniert

Nervlich bedingte Schwindelanfälle weisen einige Merkmale auf, die sie erkennbar machen. Normalerweise ist das Erste, was wir bemerken, ein starkes Gefühl von Muskelverspannungen. Sowohl die Atemfrequenz als auch der Blutdruck steigen beträchtlich an. Das kommt daher, dass der Körper mehr Sauerstoff benötigt. Bleibt dieser physiologische Zustand bestehen, schwächt er den Körper jedoch innerhalb kurzer Zeit. Der Muskeltonus lässt nach, das Gehirn arbeitet langsamer und Schwindel tritt auf.

Folglich lösen diese vorherigen Zustände, in denen unsere Muskeln, ohne einen offensichtlichen Grund, stark angespannt sind und unsere Beweglichkeit eingeschränkt ist, Schwindelanfälle aus. Der beste Weg, um die zugehörigen Beschwerden zu vermeiden oder besser mit ihnen umzugehen, besteht darin, unsere Atmung zu kontrollieren. Sehr hilfreich ist es in dieser Hinsicht, in unser Zwerchfell zu atmen.

Auch die Kontrolle über unsere Gedanken zurückzugewinnen schafft Abhilfe, um nicht in jeder Situation eine drohende Krise zu sehen. Enorm große Angst verursacht, wie wir nun wissen, Schwindelanfälle.

Wenn du wissen möchtest, was eine Panikattacke ist, empfehlen wir dir, den nachfolgenden Artikel zu lesen.

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