Von Menschen, die uns das Leben schwer machen

· 8. Dezember 2018

Jeder von uns hat seine eigene Art, sich mit anderen zu verbinden. Das ist ein charakteristisches Verhaltensmuster, das allerdings auf äußere Umstände reagiert. Daher können wir von Menschen sprechen, die sich sehr um uns bemühen, und von Personen, die auf ihren eigenen Vorteil aus sind. Menschen, die anderen schnell vertrauen, und Menschen, denen das nicht so leichtfällt. Entweder sind es Menschen, die uns das Leben versüßen, oder Menschen, die uns das Leben schwer machen.

Im Rahmen einer Beziehung zu ersteren bekommen wir ständig nette Worte zu hören. Sie behandeln uns gut und wissen, wie sie ihre Worte weise auswählen, um uns nicht zu verletzen, wenn es darum geht, Kritik zu äußern. Sie sind ehrlich, aber auf eine sensible Art und Weise. Im Grunde genommen sind sie genau das Gegenteil von den Menschen, die uns das Leben schwer machen.

Vertraue nicht auf schöne Worte, denn viele schmieren sie uns wie Honig um den Mund, tragen aber Gift in ihrem Herzen.

Wie sind Menschen, die uns unterschwellig das Leben schwer machen?

Es gibt Menschen, die uns glauben lassen, dass sie das Beste wären, was uns im Leben je passiert sei. Der Grund dafür ist, dass sie das sagen, was wir hören wollen. Oftmals zielen sie mit ihrem Lob auf unsere Bestätigung oder aber darauf ab, dass wir uns gut fühlen. Es kann sogar sein, dass sie beide Ziele zur gleichen Zeit verfolgen. Ihre Taten verraten allerdings, dass sie nicht ehrlich zu uns sind.

Zerstrittenes Paar

Das heißt, dass uns jemand beispielsweise sagt, dass wir uns sehr gut um Kinder kümmern könnten, dieser Mensch uns aber niemals mit seinen eigenen Kindern spielen lässt. So gut gemeint seine Worte auch sind, seine Handlungen geben uns ein ganz anderes Gefühl. Ab und an fällt es uns schwer, einfach nicht auf ihn zu hören: Trotz der Tatsache, dass wir wissen, dass seine Worte unehrlich sind, tappen wir unter Umständen doch in die Falle und glauben ihm wieder.

Es ist gerade so, als würden wir einen Moment lang diesen Schmerz vergessen, den er uns zugefügt hat, weil uns seine Worte ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen geben, sodass es uns nicht leichtfällt, in die Realität zurückzukehren und zu verstehen, dass sie uns im Grunde genommen nur anlügen.

Welche Eigenschaften haben diese Menschen?

Wenn die Worte von jemandem etwas anderes sagen als seine Taten, kann es gut sein, dass uns das irgendwann belastet. Menschen, die uns das Leben schwer machen, weisen in der Regel folgende Eigenschaften auf:

  • Sie sind unehrlich: Zu lügen ist kompliziert; dafür bedarf es einer guten Gedächtnisleistung und viel Kontrolle über sich selbst. Deshalb fallen Lügen irgendwann auf. Sobald wir diese Menschen das erste Mal beim Lügen ertappt haben, denken wir darüber nach, ob viele andere Dinge, die sie uns bislang erzählt haben, vielleicht gar nicht passiert sind, oder ob viele ihrer Handlungen eine andere Motivation haben könnten.
  • Was uns ein schlechtes Gefühl gibt, ist erstmal zweitrangig: Auch wenn wir diesen Menschen sagen, in welchen Situationen wir uns unwohl fühlen, weil ihr Verhalten uns ein schlechtes Gefühl gebe, tun sie nichts, um uns zu helfen.
  • Sie manipulieren uns: Mit ihren Worten wecken sie Schuldgefühle, weil wir nicht handeln, wie wir ihrer Vorstellung nach handeln sollten. Sie bereichern sich an unseren Gesprächen mit ihnen, indem sie sie manipulieren, um einen Vorteil daraus zu ziehen.

Menschen, die uns mit ihren Worten um den Finger wickeln wollen, um sich selbst dadurch einen Vorteil zu verschaffen, sind es einfach nicht wert. Damit wollen sie uns nur schaden oder sich an uns bereichern. Ihr oberstes Ziel ist es, einen eigenen Nutzen davon zu haben. Wenn uns jemand schöne Augen macht, sich aber uns gegenüber nicht nett verhält und uns ständig ein schlechtes Gefühl vermittelt, haben wir es mit einer Person zu tun, die uns schaden will.

Nicht jeder gibt zu seinen Worten künstliche Geschmacksverstärker hinzu. Im Gegenteil dazu gibt es auch viele Menschen, die tatsächlich an das glauben, wofür sie uns loben. Und es gibt viele Personen, deren nette Worte ehrlich gemeint sind. Sie heben das hervor, was sie wirklich an uns mögen.

Wie können wir uns vor Menschen schützen, die uns das Leben schwer machen?

Manchmal können wir nur schwer erahnen, wie wir uns vor Menschen schützen können, die uns unser Leben erschweren, vor allem, wenn sie uns nur liebe Worte zukommen lassen. Nichtsdestotrotz gibt es mehrere Strategien, die uns dabei helfen können:

  • Grenzen setzen
  • Uns selbst vertrauen
  • Uns wertschätzen

Uns vor solchen Menschen zu schützen, ist unsere eigene Verantwortung. Wenn wir Grenzen setzen können, wieso machen wir das dann nicht auch? Wenn wir uns selbst Priorität einräumen, wird es wesentlich leichter sein, uns vor ihnen zu schützen und unsere Zeit intelligent einzuteilen.

Frau umarmt sich

Welche Vorteile es hat, uns vor Menschen zu schützen, die uns das Leben schwer machen

Uns vor Menschen zu schützen, die nur vorn herum nett tun, hilft uns dabei, uns von ihrem toxischen Umgang zu befreien. Denn genau das werden sie nach und nach: toxisch. Sie werden Stück für Stück immer toxischer, sodass wir bereits ihre Versprechen akzeptiert haben, wenn wir uns dessen bewusst werden, dass sie uns nicht guttun. Es hat folgende Vorteile, solchen Menschen Grenzen zu setzen:

  • Wir sind entspannter
  • Es befreit uns von Stress
  • Wir haben weniger Schuldgefühle
  • Wir fühlen uns sicherer
  • Es stärkt unser Selbstwertgefühl
  • Es verbessert unsere Selbstkenntnis
  • Wir fühlen uns ausgeglichener
  • Wir konzentrieren uns mehr auf das wirklich Wichtige

Unsere Selbstkenntnis wird unser stärkster Verbündeter sein, wenn es darum geht, einem Menschen Grenzen zu setzen, der uns das Leben erschwert. Denn wenn wir mit uns selbst verbunden sind, können wir eher selbstbestimmt auftreten.

Wir dürfen nicht zulassen, dass uns jemand das Leben zur Hölle macht. Wir müssen immer im Hinterkopf behalten, dass es überall „künstliche Geschmacksverstärker“ gibt und es größtenteils von uns selbst abhängt, sie aus unserem Leben zu verbannen. Was haben wir denn davon, wenn uns jemand Honig um den Mund schmiert, uns aber grauenvoll behandelt? Es bringt uns rein gar nichts, wenn uns jemand sagt, was wir hören wollen, uns auf der anderen Seite jedoch das Leben schwer macht.