The Collapse: die Welt vor dem Zusammenbruch

Acht spannende Folgen einer Endzeitserie, die extrem realistisch scheint. Hast du sie schon gesehen?
The Collapse: die Welt vor dem Zusammenbruch

Letzte Aktualisierung: 15. Juli 2021

The Collapse“ ist eine französische Endzeitminiserie des Kollektivs Les Parasites. Die Serie porträtiert eine Welt, die vor dem Zusammenbruch steht. In verschiedenen Desaster-Szenarien geht es einzig und allein um den Überlebenskampf. Manche Menschen glauben, dass uns diese Zukunft tatsächlich bevorsteht. Diese Kollapsologen bereiten sich auf den Untergang unserer Zivilisation vor. Hast du dir auch schon einmal Gedanken gemacht, was du in dieser Situation tun würdest?

Die Serie “The Collapse” umfasst acht Episoden, die in unterschiedlichen Szenarien stattfinden. Es geht jedoch immer um den Zusammenbruch der Industriegesellschaft, der sehr realistisch dargestellt wird. Die zwanzigminütigen Episoden lassen den Zuschauer tief in das Geschehen eintauchen. Es geht um den Kampf um Benzin an der Tankstelle, die letzten Lebensmittel in fast leeren Regalen oder die Versorgung von Heimbewohnern.

Angst ist in der gesamten Serie das bestimmende Element. Doch motiviert diese Angst die Betroffenen zur Handlung?

The Collapse: der Zusammenbruch

Du erfährst nicht, aus welchen Gründen der komplette Zusammenbruch bevorsteht. Die Serie zeigt jedoch die Konsequenzen, die sich in rascher Abfolge ereignen. Die Zuschauer fühlen damit den Stress der Akteure hautnah.

In diesem kollabierten System hat der Staat jede Autorität verloren, es herrscht nur noch das Gesetz des Stärkeren. Geld spielt jetzt nur noch bei wenigen eine Rolle, denn es fehlt an grundlegenden Ressourcen. Es geht darum, das eigene Leben zu retten. Plünderungen und Gewalt sind an der Tagesordnung, jeder einzelne kann zum Täter werden. Die raschen Film-Sequenzen sind fesselnd und erzeugen extreme Spannung, die den Zuschauer zwingen, sich die Serie bis zum Ende anzusehen.

The Collapse: Ist diese Serie realistisch?

Die Zuschauer können nicht von der Serie ablassen, bis sie wissen, wie es den Menschen in dieser Situation ergeht. Die einzelnen Episoden sind extrem realistisch: Selbstsucht und Gewalt herrschen vor, die Darsteller sehen sich gezwungen, unmoralisch zu handeln, um zu überleben. Sie würden unter anderen Umständen niemals solche Dinge tun.

The Collapse ist nicht einfach nur eine weitere Endzeitserie. Die gezeigte Dystopie ist realistisch und scheint uns zum Teil sogar sehr vertraut. Wir sehen politische Diskussionen, in denen niemand über die Umwelt spricht, und wenn doch, dann nur, um die Ideen des Diskussionspartners zu kritisieren; einen Wissenschaftler, der davon spricht, die Katastrophe durch radikale Schritte zu stoppen. Doch niemand hört zu… das ist für uns nichts Neues.

Wer ist gewillt, auf etwas zu verzichten? Was tun die Regierungen, um ihre Bürger zu schützen? Wer kümmert sich um die Zukunft? Genau deshalb erzeugt diese Serie Angst. Manche Situationen sind so realistisch, dass sie bei so manchem Zuschauer ein Déjà-vu-Gefühl erzeugen. Hat dies in der Realität positive Auswirkungen, die Veränderungen erzielen?

Wie kam diese Serie zustande?

Les Parasites ist ein Kollektiv, das von ehemaligen Studenten der École Internationale de Création Audiovisuelle et de Réalisation gegründet wurde. Um unabhängig zu bleiben, finanziert sich diese Gruppe hauptsächlich über ein Tipeee-Konto. Es werden Kurzfilme produziert, die kostenlos zum Verleih bereitstehen.

Dank dieser Unabhängigkeit konnten Werke wie Artificial Love oder La Boucherie Éthique realisiert werden. Darin geht es um das Thema Klimawandel und Viehzucht. Es werden vor allem ökologische Probleme thematisiert.

Das Kollektiv Les Parasites interessiert sich schon länger für das Thema Klimawandel und seine Folgen. Im Oktober 2018 moderierten die Verantwortlichen für YouTube eine Diskussion mit Pablo Servigne, einem der Begründer der Bewegung der Kollapsologen, und dem Astrophysiker Jacques Blamont.

The Collapse

Diese engagierten Regisseure wissen, dass wir die Augen vor der Klimabedrohung nicht länger verschließen dürfen. Die Serie übt außerdem heftige Kritik an der gegenwärtigen Politik der kleinen Schritte und der Gleichgültigkeit.

The Collapse scheint sich an der Olduvai-Theorie zu inspirieren. Darin postulierte der Ingenieur Richard C. Duncan 1989, dass die industrielle Zivilisation eine Lebensdauer von maximal 100 Jahren haben wird.

Die Figuren dieser Serie scheinen hilfsbereiter zu sein als in anderen postapokalyptischen Klassikern wie “Mad Max” oder “The Road”. Doch darum geht es nicht. Der Kollaps des Systems ist vielleicht bereits im Gange, doch was können wir tun?

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