Sich selbst nicht lieben? Wie kommt’s?

30. Dezember 2015 en Emotionen 3 Geteilt

„Sich selbst zu lieben ist der Anfang einer unendlichen Liebesgeschichte.“

Oscar Wilde

Wie oft hast du schon gehört, dass du dich selbst mehr lieben solltest? Erst wenn du dich selbst liebst, kannst du andere lieben, oder sagt man das nur so? Was denkst du?

Wenn es also so gut sein soll, sich selbst zu lieben, wieso entscheiden wir uns dann für das Gegenteil? Wieso macht man so etwas? Heute werden wir versuchen, auf all diese Fragen eine Antwort zu finden.

Und ich entschied mich, mich selbst nicht zu lieben

Vielleicht hast du das noch nie erlebt,  aber oft neigen wir in schwierigen Situationen dazu, uns genau gegenteilig zu dem zu verhalten, was angemessen wäre. Wieso machen wir das? Wieso erfreuen wir uns an dem, was uns schmerzt und schadet?

Nägel im Herz

Die Antwort ist einfach: Es ist eine masochistische Weise das, was uns geschadet hat, zu konfrontieren, um zumindest für einen Moment Kontrolle über das zu haben, worüber wir den Einfluss verloren haben.

Eventuell entscheiden wir uns dafür, uns selbst nicht zu lieben, weil es uns einfacher erscheint, andere für uns denken zu lassen.  Die anderen sind wichtig, du selbst nicht. Weißt du, wieso dies so ist?

1. Ausreden

Du hast tausend verschiedene Ausreden, warum man dich nicht lieben sollte: du verdienst es nicht, du bist nicht wichtig, du bist immer das Problem, etc. Diese und viele andere Ausreden verhindern, dass du dich selbst liebst, wodurch du wiederum verhinderst, dass andere dich lieben können. Dies lässt dich immer weiter in tiefem Unglück versinken.

2. Du scheust das Risiko

Im ersten Moment könnte man denken, dass es etwas Gutes ist, das Risiko zu meiden. Im Gegenteil! Das Risiko zu meiden Freundschaften oder Liebesbeziehungen einzugehen, um keine Zurückweisung und Schmerz erleben zu müssen, ist es nicht wert. Es ist ein Teil von uns, Dinge zu riskieren, denn wenn alles gut geht, wirst du glücklich sein.

3. Nicht vorankommen

Stagnieren, aus Angst, dass alles anders werden könnte, vermeiden wir es, einen Schritt nach vorn zu machen. Viele Menschen haben davor Angst. Verlasse deine Komfortzone! In ihr fühlst du dich sicher, aber kommst nicht voran! Unsere Bestimmung ist der Fortschritt. Ohne ihn hat unsere Leben keinen Sinn und kann ein Leben ohne Sinn glücklich sein?

4. Leidender sein

Zusätzlich dazu, dass du dich nicht selbst liebst, genießt du es, bemitleidet zu werden. In anderen Worten: Du möchtest anderen leid tun. Fühlst du dich wirklich wohl hinter dieser Maske des Leidenden?

Hinter all diesem Schmerz, um den du dich so sehr bemühst, verstecken sich Frustration und Angst. Anstatt dich in die bemitleidenden Worte anderer zu flüchten, verändere dich! Es gibt andere Wege. Sei nicht stur! Früher oder später musst du vorankommen!

5. Dich selbst bemitleiden

Du liebst dich nicht selbst, wirst bemitleidet und bemitleidest dich auch noch selbst. Das kann kein Ausweg sein. Wie lange kannst du noch so weitermachen? Veränderung, anders zu werden, macht dir Angst.

Niedergeschlagenes Mädchen

Du musst dich deinen Ängsten auf andere Weise stellen. Du darfst dich nicht verstecken. Versuche nicht, ein Schlupfloch zu finden, dreh dich um und stell dich dem, wovor du fliehst. Der richtige Zeitpunkt ist jetzt.

6. Sich beklagen und beschweren

Du bist zu jemandem geworden, der sich ständig über alles beklagt und beschwert. Allerdings unternimmst du nichts, um die Dinge, die dir nicht gefallen, zu lösen, sondern ärgerst dich stattdessen. Ist das nicht ironisch? Auf was wartest du? Tu etwas!

7. Versuchen, ein gutes Kind zu sein

Du versuchst die Zeit zurückzudrehen und das gute Kind zu sein, das die Älteren sehen wollten. Es gibt keine Perfektion. Wir machen ständig Fehler. „Perfekt“ sein zu wollen ist aussichtslos. Anstatt zu reifen wirst du kindischer werden. Willst du das wirklich?

8. Unmöglich, dein Leben zu leben

Wer wird dein Leben leben, wenn nicht du selbst? Du denkst, du hast es nicht verdient, glücklich zu sein, bist nicht fähig, die Zügel deines eigenen Lebens in die Hand zu nehmen. Du weißt nicht, wie du dein Leben leben sollst, wie du dich um dein Leben kümmern kannst. Fang an, dein Leben zu leben!

9. Alle anderen vor dir selbst

Wie bereits erwähnt, denkst du, dass die Anderen wichtiger sind als du selbst. Das wird dazu führen, dass dein Leben das der Anderen sein wird. Und dein eigenes? Willst du nicht wissen, wie es sein könnte?

Wenn du beim Lesen dieses Artikels bemerkt hast, dass du dich selbst nicht liebst, versuche eine Lösung zu finden. Dieser Zustand bringt keinen einzigen Vorteil für dich. Nur Frustration, Traurigkeit und großes Unglück. Dein Leben gehört dir! Lebe es und genieße es, so gut es geht, denn du hast nur eines. Wie wirst du dich entscheiden?

Auch interessant