Panikattacken in der Nacht

· 6. August 2018

Panikattacken erzeugen bei Betroffenen starkes Unwohlsein und überwältigende Angst. Panik kann jederzeit aufkommen, weshalb sie einen oft unerwartet trifft. Üblicherweise gibt es keine direkten bzw. offensichtlichen Auslöser für eine Panikattacke.

Man könnte Panikattacken auch so beschreiben, dass sich der Körper bedroht fühlt, ohne dass eine wirkliche Gefahr vorliegt. Der Körper reagiert, als würden die größten Ängste, an denen man leidet, gerade Realität werden. Aber der Verstand kann nicht nachvollziehen, was gerade passiert: Warum? Was hat die Panikattacke ausgelöst? Alles war ruhig und plötzlich überkommt einen dieses Gefühl …

Man kann diese unerwartete und unvorhersehbare Reaktion seines Körpers nicht verstehen. Und das ist furchteinflößender als alles andere.

Panikattacken überfallen einen ohne Vorwarnung

Obwohl jede Person Dinge anders wahrnimmt, so ist doch eines der Gefühle, das die wenigsten Menschen aushalten können, die Unvorhersehbarkeit einer Panikattacke und die Unsicherheit, die damit einhergeht.  Die Unfähigkeit, diese Attacken vorherzusagen, ihnen vorzubeugen oder ihre Ursachen zu finden, führt oft zu mehr Angst als die Panik selbst.

Nahaufnahme eines Gesichts einer Frau, die besorgt aussieht

Wenn man eine Panikattacke hat, reagiert der Körper mit Symptomen wie Herzklopfen, verschwitzten Händen oder Übelkeit. Darüber hinaus leidet man vielleicht auch an der Angst, zu sterben, in Ohnmacht zu fallen, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden, wenn man Panik bekommt. Dann ergreifen einen Ängste, die einen vollständig lähmen können.

Manche Betroffene leiden auch an Schmerzen in der Brust. Ebenfalls häufig kommen Schwindelgefühle und Kurzatmigkeit vor. Manchmal fühlt man sich von einem surrealen Gefühl der Angst überwältigt – das ist das Beunruhigendste an einer akuten Panikattacke.

Surreale Empfindungen treten häufig bei nächtlichen Panikattacken auf

Es fühlt sich an, als ob man aus seinem Körper heraustrete und von außen auf sich selbst schauen würde. Erwartungsvoll beobachtet man den Körper von seinem Überwachungsposten. Das ist das eigentliche Gefühl, das oft mit Terror einhergeht.

Aber was passiert, wenn man ins Bett geht? Häufig geht man zu einer Zeit ins Bett, in der man langsam zur Ruhe kommt und herunterfährt, in der man seine Sorgen zur Seite schiebt und endlich schlafen möchte. Wo man seine Probleme durch Schlaf „auf Eis legen“ kann. Zumindest bis der Wecker wieder klingelt.

Aber leider ist es ein Fakt, dass Panikattacken in der Nacht auftreten können. Ohne Voranmeldung. Zumindest tagsüber kann man gelegentlich ahnen, dass einen eine Panikattacke überkommen wird. Es gibt zuweilen Anzeichen für eine bevorstehende Attacke und man kann seinen eigenen Körper beobachten und sich dieser Symptome bewusst werden. Man lernt, dass es dann vielleicht besser ist, an einen sicheren Ort zu gehen. Man kann den Ort verlassen, an dem man sich gerade befindet, weil sich dort zu viele Menschen aufhalten.

Aufwachen wegen Panikattacken in der Nacht: abrupt und überraschend

Im Gegensatz zu Panikattacken, die einem am helllichten Tag treffen können, sind nächtliche Panikattacken völlig unvorhersehbar. Sie treten normalerweise vor der REM-Phase des Schlafes auf. Deshalb kann man sich dieser Attacken nicht bewusst werden, bis man aufwacht. Das Aufwachen geschieht dann immer sehr plötzlich, als ob man aus dem Schlaf gerissen würde.  

Der Körper kann so viel Angst aufstauen, dass es sich fast so anfühlt, als ob die Angst sich explosionsartig durch eine Panikattacke bemerkbar machen würde. Es gibt Menschen, die sehr großen Stress aushalten müssen. Manchmal, wenn der Stress zu groß wird, kann er sich dann in nächtlichen Panikattacken äußern, da man zu dieser Zeit seine Schutzschilde fallen lässt. Deshalb ist man auch so überrascht und entsetzt, wenn man eine Panikattacken in der Nacht erlebt.

Wenn einen die Panik überfällt, steht man erschrocken auf und versteht nicht, was mit einem passiert. Die Sekunden, die verstreichen, fühlen sich wie eine Ewigkeit an. Die Angst vermischt sich mit einem Gefühl von Fremdheit und Irrealität, da es mitten in der Nacht passiert ist.

Durch gute Schlafbedingungen lassen sich nächtliche Panikattacken verhindern

Um gute Schlafbedingungen zu schaffen, muss man sich mit ungelösten Problemen, die einem Sorge bereiten, auseinandersetzen. Das kann das Risiko von nächtlichen Panikattacken verringern. Gleichzeitig ist es wichtig, sich der „Phobie“ zu stellen, die immer dann auftreten kann, wenn der Tag sich dem Ende zu neigt und man sein Schlafzimmer betreten muss. Panikattacken in der Nacht können eine Angst vor dem Schlafengehen auslösen, die man angehen muss.

Eine besorgte, junge Frau sitzt auf einer Bank.

Durch Gewohnheiten kann man bessere Schlafbedingungen schaffen bzw. diese ausbauen. Man sollte alle störenden Einflüsse aus dem Schlafzimmer verbannen, die einem die Schlafenszeit erschweren könnten. Wenn man kurz vor dem Schlafengehen zu Abend isst oder sich noch einen Film ansieht, kann das das Einschlafen erschweren. Der Körper kann dann entweder noch mit der Verdauung des Essens beschäftigt sein oder das Gesehene kann einen so sehr aufwühlen, dass das Schlafen schwerfällt.

Diese vorbeugenden Maßnahmen kann man jederzeit ergreifen, um nächtliche Panikattacken zu vermeiden. Es ist jedoch wichtig, nicht zu vergessen, dass Panikattacken oft durch Stress und Angst ausgelöst werden, die man täglich verspüren kann. Wenn man aber auf seinen Körper und seine Emotionen im Laufe eines Tages achtet, kann man wertvolle Hinweise sammeln, warum einen Panik, die einen wie ein Monster in der Nacht heimsucht, überfallen kann. So kann man auch erste Schritte tun, um Panikattacken in der Nacht zu vermeiden.