Menopause: Eine wunderbare Etappe für die persönliche Entwicklung

16. September 2016 en Psychologie 295 Geteilt

Die Menopause bedeutet mehr als nur ein paar Hitzewallungen oder einfach nur das Ende der Fruchtbarkeit einer Frau. Es ist kein Rückgang, sondern vielmehr ein natürlicher Prozess, der ein Teil einer Veränderung ist, die sich mit der Zeit immer zugunsten der Frauen auswirkt. Es ist eine Etappe voller Möglichkeiten und persönlicher Entwicklung, wo Weisheit den Geist erhellt und dem Herz Stärke verleiht.

Heutzutage hat sich das soziale Bild von der Menopause verändert. In der Vergangenheit wurde diese Etappe als die Zeit gesehen, in der Frauen ausschließlich auf ihre Enkelkinder aufpassten. Heutzutage haben Frauen auch weiterhin eine sehr aktive Rolle in der Gesellschaft. Das steht im Gegensatz zu allen klassischen Vorurteilen

Während der Menopause ist jede Frau, jeder Körper, eine eigene Welt. Aber die Welt ist mehr als nur ein paar einfache Regeln oder Hormone. Inneres Gleichgewicht und tägliches Glück ist, am Ende des Tages, unser einziges Ziel. 

Trotz der Tatsache, dass die Rolle der Frau sich in den letzten Jahrzehnten geändert hat, gibt es immer noch ein paar falsche Ansichten über die Menopause. Als nächstes laden wir dich dazu ein, ein paar interessante und nützliche Perspektiven über dieses Thema kennenzulernen.

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Die Menopause und ihre Mythen

Manche Frauen erfahren eine verfrühte Menopause. Andere müssen ihre Reise der Menopause aufgrund einer operative Entfernung der Gebärmutter beginnen. Es ist dann naheliegend, dass jede Frau ein eigene Welt ist. Jede Kombination von Symptomen ist anders und einzigartig in jedem Körper. Nicht jede Frau akzeptiert den Prozess auf die gleiche Art und Weise.

Laut einem Artikel, der in dem Magazin Menopause and Perimenopause  (zu Deutsch: Menopause und Perimenopause) veröffentlicht wurde, gibt es eine große Anzahl von Mythen rund um die Menopause, die dieser Etappe einen Touch von Verhängnis verleihen. Doch wir sollten die Menopause nicht als das Ende eines Zyklus sehen, sondern als einen Schritt nach vorn: als eine Fortführung unseres Lebenszyklus.

  • Die Menopause beginnt nicht genau mit 50 Jahren. Es ist ein Prozess, der viel früher beginnen kann. Ebenso ist es möglich, dass er erst beginnt, nachdem du 60 Jahre alt geworden bist.
  • „Nach der Menopause nehmen alle Frauen an Gewicht zu und es ist unmöglich, dann noch anzunehmen oder schlank zu sein.“ – Das ist falsch. Mit der richtigen Ernährung, Motivation und Sport gibt es keinen Grund dafür, dass du zunehmen wirst.
  • Dein sexuelles Verlangen wird nach der Menopause sinken – falsch.
  • Das erste Zeichen für die Menopause sind die Hitzewallungen – falsch. Es gibt dutzende Symptome, die mit der Menopause zu tun haben und jede Frau kann an manchen davon leiden und an anderen nicht. 
  • Die Menopause wird immer von Apathie und Depressionen begleitet – falsch. Du musst dir noch einmal in Erinnerung rufen, dass jede Frau diesen Prozess auf ihre eigene Art und Weise erlebt.

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Das Ende der „fürsorglichen Frau“

Frauen sind das emotionale Vermächtnis der Welt. In ihnen liegt Einigung, Flexibilität und Empathie. Ihre sprachlichen Fähigkeiten werden von ihren Intuitionen begleitet, von ihrem Vermögen, hinter die Konventionen und logische und strukturierte Gedanken blicken zu können.

Ein Rückgang der Östrogenproduktion ändert nichts an dieser Tatsache. Besser noch: Helen Fisher, eine gefeierte Biologin und Anthropologin, definiert die post-menopausale Frau als eine „lebende Bibliothek“. Sie beschreibt sie als eine Figur, die in vielen traditionellen Gesellschaften die gleiche politische oder wirtschaftliche Macht erlangen kann wie ein Mann.

Wir wissen, dass die Menopause an viele Probleme, wie zum Beispiel an Osteoporose, gebunden ist. Ungeachtet dessen ist das persönliche Wachstum einer Frau, die diese Phase durchlebt, bemerkenswert. Sogar so sehr, dass Autoren wie die Psychologin Francis Fukuyama sagen, dass die Figur der „fürsorglichen Frau“ sich verändert. Dass sie in den nächsten paar Jahren in den Augen der Öffentlichkeit eine sehr wichtige Rolle in unserer Gesellschaft haben wird. Und das ist eine Entwicklung, die wir schon jetzt beobachten können.

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Die Zeit begünstigt die Frauen

Die Zeit kämpft nicht gegen uns an. Das ist etwas, was wir verinnerlichen sollten, sowohl in unseren Gedanken, als auch in der Art und Weise, wie wir jede Veränderung und jede Etappe, die wir erfahren, angehen. Die Menopause bedeutet auch, dass wir zuerst jeden Prozess verstehen, den wir erleben und später dann jede Veränderung mit dem Ziel in Einklang bringen, sehr viel besser auf uns selbst aufzupassen. 

Jeder Zyklus hat einige wunderbare Aspekte, von denen wir etwas lernen können. Der Beginn der Menopause markiert zweifelsohne den Beginn einer neuen Etappe, während der wir auf jeden Fall damit fortfahren können, persönliche und berufliche Ziele zu erreichen. Die Aufgabe der Erziehung liegt nun hinter uns und unser „femininer Spirit“ sucht nun nach neuen Möglichkeiten.

Die Zeiten haben sich verändert und so ist es auch mit den Erwartungen, die sich um die Rolle, die von eine Frau in der Menopause erwartet wird, drehen. Deshalb wollen wir, wenn der Leser es wünscht, dazu einladen, Helen Fishers Buch Das starke Geschlecht. Wie das weibliche Denken die Zukunft verändern wird.  zu entdecken. Es handelt sich um eine erfrischende und interessante Annäherung an das klassische Werk von Simone de Beauvoir, in dem die Rolle der Frau unter dem Titel Das andere Geschlecht  gepriesen wird.

Eine Frau wird nicht durch ihren Körper perfekt und auch nicht durch ihre Jugend: Ihre authentische Schönheit liegt in ihren Gefühlen, in ihrer Fähigkeit, Dinge zu überwinden, in schwierigen Zeiten stark zu sein und an Tagen voller Sorgen zu lächeln und zu ermutigen. 

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