Kennst du die Social-Impact-Theorie?

· 5. Februar 2019

Die Social-Impact-Theorie (zu Deutsch etwa „Soziale-Einfluss-Theorie“) beschreibt, wie Personen zu Quellen oder Objekten sozialer Einflussnahme werden können. Diese Theorie des sozialen Einflusses umfasst Effekte auf die Gefühle, Gedanken oder Verhaltensweisen der Menschen. Daher hilft uns die Social-Imapct-Theorie, zu verstehen, in welchen sozialen Situationen wir einen größeren Einfluss auf andere haben.

Dabei hängt soziale Einfluss von sozialen Kräften ab. Diese Kräfte sind die Änderungen, die Unmittelbarkeit des Ereignisses und die Anzahl der Quellen, die die Auswirkungen erzeugen. Anwendung findet sozialer Einfluss in verschiedensten Bereichen; zum Beispiel wird Einfluss bei der Verteilung von Verantwortung, sozialer Trägheit, Lampenfieber oder Überredungskunst ausgeübt.

Die Social-Impact-Theorie

Der Wert von Beziehungen basiert auf Kosten und Nutzen für das Subjekt. Während die Kosten einen Abzug von Vorteilen bedeuten, addiert der Nutzen sie hinzu. Der Nutzen einer Beziehung umfasst Freude und Zufriedenheit, die wir genießen, während die Kosten jeden Faktor einschließen, der unser Glück minimiert.

Stellen wir uns zum Beispiel vor, wir lernen für eine Prüfung, die wir morgen ablegen müssen. Plötzlich ruft uns ein Freund an, um uns etwas Banales zu erzählen. Der Anruf nimmt viel Zeit in Anspruch und wir kommen nicht zum Lernen. Dieser Anruf kostet uns, weil er uns davon abgehalten hat, uns vorzubereiten. In diesem Fall wird diese Beziehung eher als negativ betrachtet. Unser Freund hat uns beeinflusst und dieser Einfluss fand auf sozialer Ebene statt.

Eine Zeichnung, die symbolisiert, wie eine Gruppe Einfluss auf eine Person nehmen kann

Wir können die Social-Impact-Theorie anhand von drei Faktoren erklären. Diese Faktoren sind:

  • Stärke: Viele individuelle Faktoren beeinflussen den Menschen. Dies umfasst individuelle Faktoren wie Gestaltungsbereich, Intelligenz und Wohlstand. Dieser Bereich enthält auch Faktoren, die sich auf Beziehungen beziehen, z. B. die Zugehörigkeit zu derselben Gruppe. Damit ist etwa die Beziehung gemeint, die wir zu einem Freund haben.
  • Unmittelbarkeit: Dieser Faktor berücksichtigt das jüngste Auftreten des Ereignisses und ob andere Variablen dieses beeinflussen können. In dem Beispiel, das wir im vorherigen Abschnitt beschrieben haben, war das Ereignis die Prüfung, die wir am nächsten Tag ablegen mussten. Unser Freund hielt uns jedoch vom Lernen ab. Die Unmittelbarkeit in diesem Beispiel war die Zeit, die wir bis zur Prüfung hatten.
  • Anzahl der Quellen: Die Anzahl der Quellen bezieht sich auf die Anzahl der Menschen, die einen bestimmten Einfluss auf uns ausüben. Im vorherigen Beispiel war der Anruf unseres Freundes die einzige Einflussquelle.

Dies drei Faktoren führen zu drei Gesetzen des sozialen Einflusses. Das erste Gesetz bezieht sich auf soziale Kräfte. Dieses Gesetz besagt, dass die sozialen Auswirkungen davon abhängen, wie die drei genannten Faktoren miteinander interagieren. Wenn einer der Faktoren zunimmt, wird dies den sozialen Einfluss stark erhöhen. Andererseits würde ein Nullwert oder ein sehr niedriger Wert praktisch keine sozialen Auswirkungen haben.

Das zweite Gesetz ist ein psychosoziales Gesetz. Nach diesem Gesetz tritt der größte soziale Einfluss auf, wenn die Anzahl der Quellen von null auf mindestens eine steigt. Wenn jedoch die Anzahl der Quellen steigt, während bereits eine Quelle vorhanden ist, haben die zusätzlichen Quellen immer weniger Einfluss. In einem Sozialexperiment blieben mehrere Leute auf der Straße stehen und starrten in den Himmel. Die Ergebnisse zeigten, dass, je mehr Menschen in den Himmel schauten, mehr Zuschauer neugierig wurden, was dort vor sich ging. Der Einfluss dieser Quellen wurde jedoch immer geringer, je mehr Menschen auftauchten.

Das dritte und letzte Gesetz ist die Multiplikation und Aufteilung des Einflusses. Nach diesem Gesetz spielen Stärke, Unmittelbarkeit und die Anzahl der Quellen eine Rolle bei der sozialen Auswirkung. Mit anderen Worten, je mehr Stärke und Unmittelbarkeit und je mehr Quellen in einer gegebenen sozialen Situation vorhanden sind, desto mehr muss der Einfluss auf alle partizipierende Quellen aufgeteilt werden. Dieses Gesetz erklärt Phänomene wie die Diffusion der Verantwortung, bei der sich Menschen weniger verantwortlich fühlen, wenn die Anzahl der Menschen um sie herum zunimmt.

Dynamische Social-Impact-Theorie

Die Regeln, die die Social-Impact-Theorie bestimmen, beschreiben Menschen als Empfänger, die den sozialen Einfluss passiv akzeptieren. Sie kompensiert die Dynamik sozialer Interaktionen nicht. Die dynamische Theorie des sozialen Einflusses versucht hingegen, diese unbekannten Faktoren mit einzubeziehen.

Nach dieser dynamischen Theorie bestimmen die Stärke, die Unmittelbarkeit und die Anzahl der Quellen den sozialen Einfluss, wie in der ursprünglichen Theorie. Die Quellen jedoch sind komplexe Systeme, die sich ständig ändern und niemals statisch sind. Die Theorie des dynamischen Social Impacts teilt Faktoren, die Gruppen beeinflussen, in vier grundlegende Kategorien ein: Konsolidierung, Clustering, Korrelation und fortlaufende Vielfalt. Diese Muster ermöglichen eine Gruppendynamik und die Verbreitung von Ideen innerhalb der Gruppe.

  • Konsolidierung: Wenn Menschen miteinander interagieren, werden ihre Handlungen, Einstellungen und Meinungen mit der Zeit vereinheitlicht.
  • Clustering: Menschen neigen dazu, mit Gruppenmitgliedern mit ähnlichen Meinungen zu interagieren.
  • Korrelation: Im Laufe der Zeit konvergieren die Meinungen der einzelnen Gruppenmitglieder zu verschiedenen Themen und korrelieren miteinander.
  • Anhaltende Vielfalt: Wenn Mitglieder einer Minderheitengruppe mit den Mitgliedern einer Mehrheit kommunizieren, sich jedoch ihrem Einfluss widersetzen, kann dies zu einem gewissen Grad von Widrigkeiten führen.

Diese Theorien helfen uns, zu verstehen, welchen Einfluss wir und andere auf Personen oder Gruppen haben können. Die Social-Impact-Theorie besagt, dass wir im täglichen Leben beeinflusst werden. Dank dieser Theorie können wir messen, wie sehr sie uns beeinflussen, können erkennen, welche Faktoren uns am stärksten lenken und wie wir bei Bedarf soziale Einflussnahme vermeiden können.