Jeder Mensch, dem ich in meinem Leben begegne, wird Teil meiner Geschichte

13. März 2018 en Psychologie 333 Geteilt
Teil meiner Geschichte - Von Federn verdecktes Frauengesicht

Jeder Moment, den ich mit jemandem teile, wird Teil meines Weges, meiner Geschichte und letztlich auch ein Teil von mir. Alles, was andere zu meinem Leben beitragen, formt mich und prägt die Teile meiner selbst, die mich zu dem Menschen machen, der ich heute bin.

Jede Geschichte, in der ich vorgekommen bin, hat in gewisser Weise Spuren in mir hinterlassen. An einige erinnere ich mich immer wieder zurück, andere wiederum sind in Vergessenheit geraten, aber alle haben mich beeinflusst, sodass ich jetzt bin, wie ich bin. Wenn ich also etwas in der Vergangenheit verändern oder andere Entscheidungen treffen würde, wäre mein Leben nicht mehr das Gleiche. Denn alles, was mir passiert ist, hat mich hierher geführt.

Wir sind jede einzelne der Entscheidungen, die wir getroffen haben, jede Geschichte, die wir gelebt haben, und Teil der Menschen, mit denen wir unsere Zeit verbracht haben.

Ich wachse an allem

Dass jeder, der durch mein Leben geht, seine Spuren in mir hinterlässt, heißt nicht, dass das immer angenehm und positiv sei. Manchmal habe ich das Glück, in der Nähe von jemandem zu gehen, der mich erfüllt. Aber ab und an stolpere ich über eine Person, die ich nicht auf meinem Weg haben wollte, von der ich mich aber leider auch nicht distanzieren kann.

Auf die eine oder andere Weise wird alles, was mir widerfährt, zu meinem Wachstum beitragen. Seien es positive Erfahrungen und magische Begegnungen oder negative Ereignisse und unangenehme Zusammentreffen. Alles, was passiert, zählt und trägt etwas zu meiner Geschichte bei, sogar das Negative, denn ohne dieses würde ich nicht wissen, was ich nicht in meinem Leben will.

Tanzende Frau mit Kugeln, die gen Himmel fliegen

Wichtig ist, wie ich mit jeder Erfahrung in meiner Geschichte umgehe, was ich mit dem, was mir passiert, anstelle und wie ich es verinnerliche. Passe ich mich an und wachse daran? Oder bleibe ich im Gegenteil dazu stehen und lasse mich herunterziehen? Aus welchem Blickwinkel betrachte ich die Ereignisse? Letztere ist eine sehr gute Frage. Denn wenn ich mich von jeder Kritik definieren lasse, werde ich irgendwann am Boden zerstört sein. Wenn ich nur alles Gute und Positive annehme, werde ich in einer unwirklichen Welt leben. Aber wenn ich im Gegensatz dazu zwischen beiden Optionen ein gewisses Gleichgewicht finden kann, werde ich mein wahres Ich entdecken können.

All das bringt mich dazu, zu denken, dass, selbst wenn ich weiß, dass ich eine bunte Sammlung von Geschichten, Momenten und Menschen bin, ich allein die Person bin, die die Puzzleteile in der Hand und die Möglichkeit hat, die beste Version meiner selbst zu erschaffen. Deshalb werde ich versuchen, allem Priorität zu geben, das mir ein besseres Gefühl gibt. Und den Rest werde ich lernen, zu nutzen, um stärker zu sein und um zu erkennen, was mich unglücklich macht, um zu einem anderen, zukünftigen Zeitpunkt anderen dabei zu helfen, das auch so zu sehen.

Alles, was ich erlebt habe, ist Teil meiner Geschichte

„Alles, was uns passiert und richtig verstanden wird, führt uns zu uns selbst.“

Carl Gustav Jung

Außerdem habe ich mit der Zeit verstehen können, dass ich jedes Mal, wenn ich jemanden kennenlerne oder mich in einer neuen Situation wiederfinde, einen mir bislang vollkommen unbekannten Teil von mir entdecke. Die Beziehungen, die ich mit anderen eingehe, lehren mich mehr darüber, wer ich bin, als über sie, und das Gleiche geschieht mit anderen: Es ist etwas Außergewöhnliches und so schwer anzupassen, dass es zunächst Angst macht!

Füße mit Federn

Daher bereue ich nichts. Weder die Entscheidungen, die ich getroffen habe, noch die Menschen, die ich zurückgelassen habe, weil alles, was ich erlebt habe, Teil meiner Geschichte geworden ist. Und selbst wenn ich zwei Möglichkeiten habe, wenn ich einen Fehler mache, wie in der Vergangenheit zu leben und meine Zeit damit zu verbringen, etwas Unmögliches zu lösen, oder meine Fehler als ein weiteres Kapitel in meine Geschichte zu integrieren und neue Kapitel zu schreiben, entscheide ich mich für Letzteres. Weil ich lieber bin, wer ich jetzt bin und lieber selbst die Farbe auswähle, mit der ich meinen Weg malen kann.

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