In 5 Schritten zum Durchsetzungsvermögen

30. Juli 2018 en Psychologie 0 Geteilt
Schritte zum Durchsetzungsvermögen - zwei Köpfe, in denen Schlösser und Schlüssel liegen

Der Weg hin zum Durchsetzungsvermögen ist im Grunde genommen recht einfach. Respekt, Demut und der Wunsch, ein besseres Leben zu führen, bilden die Grundlage. Natürlich kostet es uns etwas Kraft, zu lernen, uns durchzusetzen, aber es lohnt sich allemal.

Das Durchsetzungsvermögen wird als Fähigkeit definiert, uns auf eine ehrliche, direkte und freundliche Weise mitzuteilen, ohne jemanden zu nötigen oder zu verletzen und auch ohne zu verschweigen oder nicht zum Ausdruck zu bringen, was wir wirklich sagen wollen. Es handelt sich hierbei um eine Eigenschaft, die zwischen kommunikativer Passivität und Aggressivität liegt. Wenn wir passiv sind, meiden wir, zu sagen, was wir denken. Wenn wir aggressiv sind, bringen wir unser Gegenüber zum Schweigen. Genau dazwischen liegt die Durchsetzungsfähigkeit.

„Die Art und Weise, wie wir mit anderen und uns selbst kommunizieren, entscheidet letztendlich über unsere Lebensqualität.“

Anthony Robbins

Die Schritte hin zum Durchsetzungsvermögen zu kennen und anzuwenden, hilft uns dabei, das auszudrücken, was wir sagen wollen. Dadurch können wir auch besser nein sagen und Differenzen aushandeln, ohne jemanden anzugreifen. Diese Fähigkeit ist entscheidend, um eine gute Kommunikation mit unseren Mitmenschen, und daraus resultierend gute zwischenmenschliche Beziehungen, zu haben und zu pflegen.

Schauen wir uns nun an, wie diese fünf Schritte zum Durchsetzungsvermögen aussehen.

1. Flexibilität – einer der Schritte zum Durchsetzungsvermögen

Für gewöhnlich lernen wir im Laufe unseres Lebens, uns hinsichtlich der Kommunikation unserer Bedürfnisse passiv oder aggressiv zu verhalten. Natürlich gibt es hier viele feine Unterschiede, aber normalerweise herrscht eines der beiden Extreme vor. Mit der Zeit merken wir, dass beide Extreme Probleme mit sich bringen.

Frau im Profil mit einem gezeichneten Universum im Kopf

An dieser Stelle sollte Flexibilität ins Spiel kommen – einer der wichtigsten Punkte, wenn es um das Durchsetzungsvermögen geht. Flexibel zu sein bedeutet, zu merken, dass, so wie wir gelernt haben, auf wenig produktive Weise zu kommunizieren, wir auch lernen können, uns durchzusetzen. Aber das können wir nur erreichen, wenn wir verstehen, dass wir unser Verhalten ändern können, um eine bessere Version unserer selbst und glücklicher zu sein.

2. Ein angemessenes Verhaltensschema

Jeder folgt zahlreichen Schemata, in allen Lebensbereichen. Am wichtigsten sind dabei jene Schemata, die sich auf uns selbst beziehen. Sie beinhalten eine ganz eigene Art und Weise, uns selbst zu sehen und zu behandeln. Genau dort sind auch unsere gesamten Erwartungen an unsere eigene Leistung zu finden.

Wenn das Schema, das wir unserer eigenen Person zuordnen, negativ ist, fällt es uns schwer, uns angemessen zu verständigen. Einer der Schritte hin zum Durchsetzungsvermögen besteht deswegen genau darin, dem gegenüber, was wir sind und was wir tun, eine gesunde Einstellung zu entwickeln. Dadurch können wir auf die Forderungen anderer auf eine intelligentere Weise reagieren.

3. Probleme definieren können

Über Probleme nachzudenken, kann etwas Unschönes sein, aber es ist notwendig. Viele denken, dass das nicht viel Sinn mache, da diese Überlegungen sie nur depressiv stimmen würden. Doch wir sollten vermeiden, über Probleme zu grübeln, sondern sie lieber analysieren und angehen.

Bunte geometrische Figuren

Mitunter entscheidend auf dem Weg hin zum Durchsetzungsvermögen ist die Fähigkeit, Probleme zu konkretisieren. Das soll heißen, sie zu definieren. Zu wissen, wo, mit wem und wie sie entstehen. Wenn wir auf diese Weise über sie nachdenken, können wir viel besser mit ihnen umgehen. Die bloße Tatsache, zu üben, Probleme zu definieren, hilft schon. Und selbstverständlich können wir uns dadurch besser durchsetzen, um sie zu lösen.

4. Sich über die eigenen Rechte und die anderer im Klaren zu sein

Respekt ist die Grundlage einer jeden guten Kommunikation und deshalb auch die guter zwischenmenschlicher Beziehungen. Ein respektvoller Umgang bedeutet, dazu in der Lage zu sein, die Würde des anderen, aber auch die eigene anzuerkennen. Er bedeutet auch, die eigenen Bedürfnisse und die anderer zu berücksichtigen, genauso wie die Gewohnheit, jeden so zu akzeptieren, wie er ist.

Um den Respekt uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber zu wahren, müssen wir uns über die Rechte, die jeder Mensch hat, im Klaren sein. Diese Rechte stehen in direktem Zusammenhang mit der Achtsamkeit, Akzeptanz und Wahrung der Würde.

5. Nicht länger in die Defensive gehen

Immer in die Defensive zu gehen kommt durch Vorurteile und Angst zustande. Es ist der Grund für jegliche Verhaltensweisen, die mit der Angst davor zu tun haben, angegriffen, hinterfragt oder mit etwas konfrontiert zu werden. Es ist das Ergebnis der eigenen Unsicherheit. Wer selbstsicher ist, hat kein Problem damit, andere Sichtweisen oder Lebensweisen, die nicht den eigenen entsprechen, zu akzeptieren.

Schlafende Frau umgeben von Uhren

Das Problem ist, dass defensives Verhalten häufig dazu führt, dass jemand wenig achtsam und vielleicht sogar aggressiv mit anderen umgeht. Differenzen werden als Angriffe aufgenommen. In ihnen wird leider nicht die Möglichkeit einer Bereicherung gesehen. Dieses defensive Verhalten ausfindig zu machen und zu überdenken, ist ebenfalls einer der Schritte zum Durchsetzungsvermögen.

Wenn wir lernen, uns durchzusetzen, wird unser Leben leichter werden. Das Durchsetzungsvermögen ist eine entscheidende Fähigkeit, um Konflikte zu lösen, mit denen wir uns häufig konfrontiert sehen. Wir sollten lernen, das Beste aus Problemen zu machen und sie zu einer Möglichkeit werden zu lassen, um an ihnen zu wachsen.

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