Im Blickpunkt: 5 menschliche Verhaltensarten

Die Klassifizierung menschlicher Verhaltensweisen ermöglicht es, sie auf organisierte Weise zu untersuchen.
Im Blickpunkt: 5 menschliche Verhaltensarten
Sara González Juárez

Geschrieben und geprüft von der Psychologin Sara González Juárez.

Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2024

Die Psychologie hat sich zur Aufgabe gemacht, das menschliche Verhalten zu analysieren: die Aktionen, Reaktionen und Antworten auf bestimmte Reize oder Umweltbedingungen. Das Verhalten kann spontan oder absichtlich sein, bewusst oder unbewusst, und es wird oft durch eine Kombination von genetischen, biologischen, psychologischen, sozialen und Umweltfaktoren beeinflusst. Das systematische Studium der Auslöser und Reaktionen erfordert die Klassifizierung verschiedener Verhaltensarten, und genau das ist unser heutiges Thema.

5 menschliche Verhaltensarten

Die Verhaltensforschung beschäftigt sich mit der Analyse von Mustern, Ursachen und Auswirkungen von Verhaltensweisen und verwendet dafür unter anderem experimentelle Studien, Beobachtungen, Umfragen, neurologische Bildgebung und computerbasierte Modellierung. Wir sehen uns anschließend fünf menschliche Verhaltensarten etwas genauer an.

1. Motorisches Verhalten

Das motorische Verhalten umfasst alle Handlungen und Bewegungen, die von den Muskeln ausgeführt werden. Einige Beispiele: Gehen, eine Hand bewegen oder die Hand bei Verbrennungsgefahr reflexartig zurückziehen. Wir unterscheiden grobmotorische Bewegungen, wie Laufen oder Springen, von feinmotorischen Bewegungen, die Präzision und eine gute Hand-Augen-Koordination erfordern, zum Beispiel Schreiben oder Zeichnen. Die Bewegungen können freiwillig (Sprechen) oder unfreiwillig (Blinzeln bei plötzlichem Licht) sein.

2. Verbales Verhalten

Das verbale Verhalten bezieht sich auf jegliche Art der Kommunikation, die durch gesprochene, geschriebene oder gebärdete Sprache erfolgt. Sie ermöglicht es uns, Gedanken zu spinnen, Gefühle, Wünsche oder Ideen auszudrücken und uns mit anderen zu verständigen. Dieses Verhalten ist deshalb ein zentraler Bestandteil der menschlichen Interaktion und spielt eine wichtige Rolle in der Übermittlung von Wissen, der Gestaltung von Beziehungen, der Organisation von Gedanken und der Verständigung in der Gesellschaft.

3. Soziales Verhalten

Das soziale Verhalten bezieht sich auf Interaktionen, Verhaltensweisen und Beziehungen zwischen Individuen innerhalb einer Gemeinschaft, Gesellschaft oder Gruppe. Es umfasst alle Handlungen, die darauf abzielen, mit anderen zu interagieren, soziale Bindungen zu knüpfen, Normen zu beachten und soziale Rollen zu erfüllen. Wir können diese Verhaltensart in der Familie, Arbeit, Schule, Freizeit und anderen sozialen Umgebungen beobachten. Das menschliche Sozialverhalten ist sehr komplex und wird von der Sozialpsychologie untersucht.

4. Kognitives Verhalten

Das kognitive Verhalten umfasst Denkprozesse, mentale Aktivitäten und innere Zustände, die unsere Handlungen prägen. Es bezieht sich auf die Art und Weise, wie Menschen Informationen verarbeiten, lernen, sich erinnern, Probleme lösen, Entscheidungen treffen und ihre Umwelt wahrnehmen. Du

Kognitive Verhaltensweisen sind eng mit emotionalen, motivationalen und sozialen Faktoren verbunden und beeinflussen maßgeblich das Verhalten und die Reaktionen eines Individuums auf seine Umgebung. Die Erforschung kognitiver Verhaltensweisen ist ein zentraler Bestandteil der kognitiven Psychologie und hat wichtige Anwendungen in Bereichen wie Bildung, Therapie, Wirtschaft und Technologie.

5. Emotionales Verhalten

Wie Niedenthal & Krauth Gruber (2006) zu Recht betonen, sind Emotionen direkte und sehr anpassungsfähige Reaktionen auf Umweltereignisse. Das emotionale Verhalten bezieht sich auf die Art und Weise, wie wir auf emotionale Reize, Erfahrungen oder Zustände reagieren. Es führt zu verschiedenen Ausdrucksformen und Körperreaktionen wie Wuttränen oder Freudenschreien.

Es handelt sich um eine der Verhaltensarten, die von individuellen Unterschieden, kulturellen Normen und sozialen Kontexten beeinflusst werden. Die psychologische Erforschung des emotionalen Verhaltens hat weitreichende Auswirkungen auf Bereiche wie zwischenmenschliche Beziehungen, Arbeitsplatzdynamik, psychische Gesundheit und Therapie. Sie trägt auch zum Verständnis von Selbstregulation, Empathie und sozialer Interaktion bei.

Verhaltensarten ohne klare Grenzen

Die beschriebenen Verhaltensarten sind nicht immer klar abgrenzbar. Wenn du ein Gespräch führst, ist verbales, soziales und motorisches Verhalten zu beobachten. Natürlich gibt es noch viel mehr Verhaltensweisen, wie etwa das appetitive und aversive, das funktionale und dysfunktionale oder das aggressive und durchsetzungsfähige Verhalten. Die Klassifizierung variiert bei den verschiedenen Wissenschaftlern und Autoren.

Durch die Analyse dieser Verhaltensweisen – sei es motorisches, verbales, soziales, kognitives oder emotionales Verhalten – erkennen wir die Vielfalt und Nuancen, die unser Handeln und unsere Interaktionen prägen. Indem wir diese Verhaltensarten untersuchen und verstehen, können wir nicht nur die menschliche Natur besser begreifen, sondern auch unser Potenzial zur persönlichen Entwicklung und zum zwischenmenschlichen Wachstum erkennen.


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