Hör mit dem ständigen Jammern auf! 4 Tipps

Du machst dich durch ständiges Jammern selbst zum Opfer? Dann ist es an der Zeit, Veränderungen zu erreichen und dich auf die Lösung des Problems zu konzentrieren!
Hör mit dem ständigen Jammern auf! 4 Tipps
Alicia Escaño Hidalgo

Geschrieben und geprüft von der Psychologin Alicia Escaño Hidalgo.

Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2022

Jammern ist keine Lösung, trotzdem verwenden wir diese Methode immer wieder – manchmal mit, oft jedoch ohne Grund. Wir beklagen uns, da das Leben hart und unfair ist, wir Pech haben oder weil wir glauben, Besseres verdient zu haben. Allerdings bringt uns die Opferrolle nicht weiter, ganz im Gegenteil. Lies weiter, wenn du erfahren möchtest, wie du mit dem ewigen Jammern Schluss machen kannst.

Wenn du damit aufhörst, dich ständig zu beschweren oder zu bemitleiden, kannst du dich auf Lösungen konzentrieren. Was hast du und was kannst du tun, um zufriedener zu sein und besser mit Problemen umzugehen?

Wir glauben, immer mehr zu brauchen, um Glück zu finden. Und wenn wir unsere künstlich geschaffenen Bedürfnisse nicht decken können, sind wir schnell frustriert. Wir beklagen uns, jammern und bemitleiden uns. Doch dieses Verhalten hilft uns nicht weiter, es verstärkt negative Gefühle und die Opferrolle, in der wir Trost suchen.

“Sich zu beschweren ist nutzlos und Zeitverschwendung.  Ich werde es nie tun.”

Stephen Hawking

Hör mit dem ständigen Jammern auf!

Menschen, die immer jammern

1. Sie sind negativ

Menschen, die sich ständig beschweren, sind nie zufrieden. Sie jammern, wenn sie etwas nicht haben und auch wenn sie es haben. Auch wenn sie ein positives Leben mit persönlichen oder beruflichen Erfolgen führen, kennzeichnen sich ihre Antworten immer mit “Ja, aber…”. Sie sind nicht in der Lage, Dinge oder Situationen zu genießen und verbittern damit auch ihr Umfeld.

2. Menschen, die immer jammern, suchen keine Lösungen

Es ist viel einfacher zu jammern, als sich über Lösungen den Kopf zu zerbrechen. Nur wenn du aufhörst, das Opfer zu spielen und Verantwortung übernimmst, kannst du Veränderungen erzielen und Schwierigkeiten bewältigen. Lösungen erfordern oft Anstrengungen, zu denen nicht jeder bereit ist.

3. Sie sind geschwätzig und kritisch

Meist kritisieren diese Menschen andere, was sich jedoch auf ihre eigene Unzufriedenheit und Unzulänglichkeiten zurückführen lässt. Das Problem liegt jedoch nicht bei den Personen, die sie kritisieren, sondern bei ihnen selbst. Sie sind nicht in der Lage, das Gute zu erkennen und schätzen auch nicht, was sie haben. Sie richten ihre Aufmerksamkeit auf die negativen Aspekte und können die positive Seite nicht sehen.

4. Menschen, die immer jammern, akzeptieren unveränderbare Dinge nicht

Frau denkt sich: Hör auf zu jammern!

Nörgler kennen keine Akzeptanz. Sie können sich nicht damit abfinden, dass nicht immer alles so läuft, wie sie gerne hätten und empfinden dies als unerträglich oder katastrophal. Damit verschlimmern sich ihre Probleme. Anstatt Lösungen zu finden, verstärken sie damit ihre Ängste und ihr Leiden. Das ewige Jammern erschöpft und erzielt keine Veränderungen.

Was tun, um mit dem Jammern aufzuhören?

Zuerst musst du dir darüber bewusst werden, dass du dir nichts Gutes tust, wenn du deine gesamte Energie auf Jammern und Beschwerden konzentrierst. Folgende Tipps können dir helfen:

  • Mache mit unsinnigen Werturteilen Schluss. Höre damit auf, über andere zu urteilen, oft ist es besser zu schweigen und sich an die Umstände anzupassen. Bevor du andere be- oder verurteilst, solltest du einen Blick in den Spiegel werfen: Auch du bist nicht perfekt.
  • Fördere Akzeptanz in deinem Leben. Akzeptanz ist Balsam für den inneren Frieden und die psychische Gesundheit. Wenn du dir darüber bewusst wirst, dass du nicht alles kontrollieren kannst, fällt es dir leichter, bestimmte Ereignisse oder Situationen zu akzeptieren und dir keine übertriebenen Erwartungen zu machen.
  • Stoppe negative Gedanken. Worte sind das Produkt unserer Gedanken, dessen, was wir zu uns selbst sagen. Wenn du mit negativen und irrationalen Gedanken umzugehen weißt, kannst du vermeiden, dich selbst zum Opfer zu machen. Es wird dir auch einfacher fallen, mit dem ständigen Jammern aufzuhören.

Der Schlüssel ist, unsere Vorstellungen mit der Realität zu konfrontieren und zu erkennen, dass wir oft diejenigen sind, die Dinge vorwegnehmen, verallgemeinern und überschätzen.

  • Konzentriere dich auf das Positive: Alles hat seine guten Seiten, aber es scheint, dass wir das für selbstverständlich halten und nicht in der Lage sind, unsere Aufmerksamkeit auf all die guten Dinge zu richten, die wir um uns herum haben.
Frau weiß, dass Jammern nicht hilft

Veränderung braucht kleine Schritte und etwas Anstrengung: Mit dem Jammern aufzuhören, ist nicht einfach

Wenn du dich bewusst auf positive Dinge konzentrierst, wirst du feststellen, dass es in deinem Leben viele schöne und angenehme Dinge gibt, über die du glücklich sein solltest. Auch Dingen, die dich stören, kannst du vielleicht einen neuen Wert geben, wenn du sie von einer anderen Seite betrachtest.

Kurz gesagt, praktiziere diese Tipps täglich und du wirst sehen, wie sich dein Leben zu verändern beginnt. Denke daran, dass Veränderungen immer bei dir selbst beginnen. Die Welt um ein Beschwerdeformular zu bitten, wird dir nichts nützen. Ändere dich und fange an, das Leben zu lieben, so wie es ist!

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  • Bolen, J. S. (2012). Las brujas no se quejan: Un manual de sabiduría concentrada. Editorial Kairós.
  • Singer, C. (2008) El arte de quejarse. Grupo Nebrija de Estudios Psicoanalíticos Varios Autores Preguntas de la Clínica II, 121.
  • Watzlawick, P. (2013). El arte de amargarse la vida. Herder Editorial.

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