Filme über Ehedrama und Scheidung

Jede Scheidung ist schmerzhaft, auch wenn sie einvernehmlich erfolgt. Wir empfehlen dir heute verschiedene Filme, die diese Realität aus unterschiedlichen Perspektiven aufzeigen.
Filme über Ehedrama und Scheidung
Cristina Roda Rivera

Geschrieben und geprüft von der Psychologin Cristina Roda Rivera.

Letzte Aktualisierung: 14. November 2022

In Deutschland betrug die Scheidungsrate im Jahr 2021 rund 39,9 Prozent, wobei die Durchschnittsdauer der Ehe bis zur Scheidung 14,5 Jahre ausmacht. Wir sprechen über ein weit verbreitetes Phänomen, das sich in vielen Filmen widerspiegelt. Heute empfehlen wir verschiedene Filme zum Thema Ehedrama und Scheidung, die unterschiedliche Perspektiven aufzeigen.

„Marriage Story“ von Noah Baumbach

Jahre nachdem Noah Baumbach sich von der Schauspielerin Jennifer Jason Leigh getrennt hatte, ließ er sich von seiner eigenen Geschichte inspirieren. Er veränderte jedoch die Handlung. Das Ergebnis: „Marriage Story“ – eine Tragikomödie, in der es um den erbitterten Kampf um das Sorgerecht für das gemeinsame Kind geht.

Der Film mit Adam Driver und Scarlett Johansson in den Hauptrollen zeigt ein Ehedrama auf, in dem es jedoch auch Platz für Humor gibt. Manche Situationen sind absurd und kindisch, andere tragisch. Das Paar beschließt, sich friedlich zu trennen, doch dann kommen Anwälte ins Spiel und alles wird kompliziert. Es gibt jedoch keinen Hauptschuldigen, beide Partner haben gute und schlechte Seiten.

„Blue Valentine“ von Derek Cianfrance

Dieses Liebesdrama aus dem Jahr 2010 schildert die Geschichte eines Paares vor und nach der Hochzeit. Es handelt sich um eine toxische Beziehung, die mit einer Scheidung endet. Die Erzählung, mit Ryan Gosling und Michelle Williams in den Hauptrollen, verläuft nicht linear. Sie beschreibt, wie sich die anfänglich leidenschaftliche Liebe in sieben Ehejahren verändert. Die Realität wird ohne jede Beschönigung dargestellt: Trotz der schönen Erinnerungen, gibt es keine Möglichkeit mehr, die kaputte Beziehung zu retten.

„Kramer gegen Kramer“ von Robert Benton

Dieser Film des Regisseurs und Drehbuchautors Robert Benton basiert auf dem gleichnamigen Roman des Schriftstellers Avery Corman . In den Hauptrollen finden wir Dustin Hoffman als Ted und Meryl Streep als Joanna, die nach ihrer Trennung einen erbitterten Kampf um das Sorgerecht ihres Sohnes führen.

Joanna muss sich selbst kennenlernen und macht dies größtenteils außerhalb der Erzählung des Films. Als sie Ted und ihren Sohn verlässt, ist sie sich darüber im Klaren, was sie zu verlieren hat, aber sie hat das Bedürfnis, der Routine zu entkommen.

Ted ist ein unermüdlicher Arbeiter, der seine Beziehung völlig aufgegeben und seine Pflichten als Vater vernachlässigt hat. Nach der Trennung von seiner Frau muss er lernen, sich als Vater des süßen Billy, gespielt von Justin Henry, zu bewähren.

„Unter der Sonne der Toskana“ von Audrey Wells

Dieser unterhaltsame und romantische Film beschreibt das Leben der Schriftstellerin und Buchkritikerin Frances Mayes (Diane Lane) nach ihrer Scheidung. Die Welt bricht für sie zusammen, deshalb entscheidet sie sich für eine tiefgreifende Veränderung und kauft eine Villa in der Toskana. Sie durchläuft die charakteristischen Trauerphasen und lernt, mit ihren Gefühlen umzugehen. Schließlich lernt sie einen Mann kennen, eine neue Chance, Liebe zu erfahren.

„Passion“ von Ingmar Bergman

Dieses schwedische Filmdrama erforscht die komplexen Folgen einer gescheiterten Liebe. Der Hauptdarsteller Max von Sydow in der Rolle von Andreas Winkelman, lebt nach seiner Scheidung auf einer abgelegenen schwedischen Insel. Er lernt das unglücklich verheiratete Paar Elis und Eva Vergerus (Erland Josephson und Bibi Andersson) kennen und lässt sich auf eine Affäre mit Eva ein, die jedoch nur von kurzer Dauer ist.

Schließlich entwickelt sich eine Beziehung zwischen Andreas und Anna Fromm (Liv Ullmann), die jedoch nicht auf Liebe, sondern auf Freundschaft und gegenseitigem Respekt basiert. Auch in dieser Beziehung kommt es zu Problemen …

GET – Der Prozess der Viviane Amsalemvon Shlomi Elkabetz und Ronit Elkabetz

Die Geschwister Ronit und Shlomi Elkabetz zeigen in diesem israelisch-französischen Filmdrama aus dem Jahr 2014 das Scheidungsdrama der Israelin Viviane Amsalem auf. Es handelt sich um eine Trilogie, zu der auch die Filme „Getrennte Wege“ und „Shiva“ gehören.

Viviane Amsalem hat sich vor Jahren von ihrem Mann Elisha getrennt und will sich nun legal scheiden lassen, um nicht zur gesellschaftlichen Außenseiterin zu werden. In Israel ist eine Scheidung nur möglich, wenn der Ehemann seine Zustimmung gibt. Elisha ist jedoch nicht bereit, die Scheidung zu unterzeichnen.

Viviane muss ihre Würde und Freiheit vor dem Beth Din, einem israelischen Rechtssprechungsorgan, verteidigen. Der Prozess dauert viele Jahre und ist durch Tragödien, Dilemmas und Paradoxien gekennzeichnet.